Mozzi ist nicht gleich Mozzi
Produkt:
Galdi Mozzarella di Buffala
Datum: 05.01.06
Bewertung:
Vorteile: absolut wohlschmeckend
Nachteile: teuer
Lebensmittelproduzenten die den deutschen Markt beliefern, machen einen einfachen Fehler. Sie deutschen alles ein. Deutlich zu schmecken bekommt der Verbraucher dieses bei Mozzarella.
Die Lebensmittelindustrie neigt dazu diesen herrlichen Käse aus profaner Kuhmilch herzustellen. Doch es gibt Mozzarella seit einiger Zeit auch in Deutschland mit Geschmack; denn man kann ihn auch aus Büffelmilch herstellen, was meist durch ein „di Buffala“ auf der Packung markiert wird. Ich beziehe ihn nrmalerweise von der Firma Unica aus einem der heimischen real Märkte und manchmal habe ich auch das Glück und er ist tatsächlich vorrätig (Ich muss ehrlich sagen das ich aus der Verpackung nicht besonders schlau werde, deshalb beschwöre ich nicht das die Firma wirklich Unica heißt. Möglicherweise heißt sie auch Coop. La Garofalo. Manchmal steht auch Galdi drauf (so wie auch bei der Einordnng dieses Tests).
Ich behaupte einfach mal, dass der Geschmack in diesem Fall nur zweitrangig von der Firma abhängt. Eigentlich ist es die Tagesfor. Selbst bei normalem Mozzarella gibt es welchen der schmeckt wie eingeschlafener Tofu und an anderen Tagen ist er echt lecker.
Den von Galdi konnte ich jedenfalls in der Spezialitätenabteilung des heimischen Karstadts besorgen und der tut es so wie die anderen. Ich werde aus den Verpackungen nicht wirklich schlau). Des öfteren habe ich ihn auch schon in diversen Kafu - Märkten gesehen. Bei real hat er mich zuletzt 2,50 € gekostet, doch er ist auch jeden Cent wert. Sowohl bei real, als auch bei Kafu liegt er immer relativ versteckt (da in relativ geringer Menge vorhanden) irgendwo am Rand des normalen Mozzarella – Angebot, meist in einer relativ kleinen Behausung aus Styropor, die ihn und seine Freunde ummanteln und vor der Wärmeeinwirkung des Transport schützen; schließlich kommt er aus Italien importiert, direkt in die wohlige Kühle des Supermarktkühlschranks.
Wer Mozzarella kauft, weiß das die Qualität, die Konsistenz von Packung zu Packung - obwohl vom gleichen Hersteller – sehr stark variieren kann. Geschmacklich tut sich nicht viel, aber das liegt wohl an dem extrem hohen Kuhmilchanteil.
Normalerweise drücke ich derart lang an den Tüten bis ich einen Mozzi gefunden habe dessen Kosistenz nicht zu weich nachgibt. Er muss fest sein, dann ist er gut.
Bei „richtigem“ Mozzarella ist die Konsistenz meist derart gestrickt, das der Konsument die Packung aufschneidet und eventuell geneigt ist zu glauben das dieser die beste Zeit bereits hinter sich hat.
Der Käse sieht gerne so aus als wäre er gerade dabei sich in seine Bestandteile aufzulösen. Tippt man ihn an, dann stellt man aber fest, das er eine sehr feste Außenhaut (ca. 2mm Dicke) besitzt, die man - wenn man wollte - sogar abpellen kann (Ich zeichne nur dieses Bild als Versuch die Konsistenz zu beschreiben. Niemals würde ich auf die Idee kommen und einen Mozzarella „pellen“).
Das Herz des Mozzarella selbst ist extrem weich (immer verglichen mit der Konsistenz des Pseudomozzarella aus Kuhmilch). Wenn man das weiche, fast schon flüssige Herz des Mozzarella vor sich hat und zudem den leichten säuerlichen Geruch in der Nase hat, dann ist man abermals dazu geneigt zu glauben das dieser Mozzarella eventuell nicht mehr in Ordnung ist. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen.
Der Geschmack ist einfach umwerfend oder aber um genauer zu sein: Dieser Mozzarella schmeckt nach etwas. Leicht säuerlich – wie der Geruch schon verspricht – schmiegt er sich um die Zunge.
Jeder der ihn kostet kommt der Sinnlichkeit des Essens ein wenig näher. Leider verbietet mir zur Zeit die Jahreszeit den Erwerb, denn im Winter sind gute Tomaten rar, aber bald ist wieder Sommer und mein Balkon wird voller Tomaten sein (so hoffe ich). Ich beginne zu träumen *g*
Zutaten:
Büffelmilch, Salz, Käselab. 52% Fett i. Tr. (250g, Abtropfgewicht 125g)
Preis:
Ein Preis um 2,50€ scheint mir ein recht guter Preis zu sein
P.S.: Wer Mozzarella gerne benutzt um ihn über eine Pizza laufen zu lassen oder um einen Auflauf oder eine Lasagne zu bedecken, der schneidet ihn eventuell in Scheiben oder friert ihn ein um ihn später zu hobeln bzw. zu reiben (echt nicht gelogen, habe ich mal gehört).
Für mich gibt es nur eine Möglichkeit. Ich schneide den Mozzarella (125g) in zwei Teile, nehme ihn in die Hand und zerdrücke ihn über dem Opfer (der Pizza).
Das ist Sinnlichkeit beim Kochen (Nennt mich einen Spinner, denn ich habe es verdient *g*).
(Jetzt höre ich aber auf, sonst erzähle ich noch vom Waschen frischen Spinats. Wow, welch ein Geruch.)
Fazit: ein absoluter Genuß
Name des Mitglieds: kadeem
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08.01.06
Ich kenne Mozzarella nur mit Kuhmilch (glaub ich) Habe da noch nie drauf geachtet.