Schokolade zum Streichen
Produkt:
Enerbio Zartbittercreme
Datum: 14.01.12
Bewertung:
Vorteile: Milchfrei, Bio, Fairtrade, Agrolab.
Nachteile: Nicht konsequent aus "Bioprodukten", nicht alles "Fairtrade" und etwas teuer.
Meine heutigen Ausführungen drehen sich wieder einmal ums Futtern und zwar um.........
Zartbittercreme von "ener BIO"
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Entdeckt habe ich diese Creme bei Rossmann.
Ich bin sofort darauf angesprungen, da sie im Gegensatz zu den meisten Schokoladenaufstrichen keine Milch enthält. Als Veganer hat man da immer so einige Schwierigkeiten, denn Milch ist aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken und kaum ein Fertigprodukt kommt ohne dieses weiße Nass aus.
Ich schließe daraus, dass es einen mächtigen Überschuss an dieser Substanz gibt. Eigentlich müsste es sich bei Milch um eine teure Flüssignahrung handeln, aber das Einbringen in sämtliche Lebensmittel zeigt mir, dass Milch in Strömen fließt und das auch noch zu geringen Preisen.
Wie das möglich ist, ist mir schleierhaft.
So war ich hoch erfreut, als mir ganz zufällig, eine Schokocreme in die Hände fiel, bei der es sich ausschließlich um Schokolade ohne Milch handelte.
Da die Inhaltsstoffe für meine Kaufentscheidung ausschlaggebend waren, möchte ich sie hier auch aufführen.
Die Zutaten
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Rohrzucker
Kakaopulver (stark entölt) 30%
Sonnenblumenöl
Palmfett
Emulgator Sojalecithin
Bourbon-Vanille Extrakt
Meine Meinung
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Leben muss ich hier, wie fast immer, mit dem Nachsatz, dass das Produkt Spuren von Schalenfrüchten, Lupine und Milchbestandteilen enthalten kann.
Damit weiß man dann, dass in der Fertigung, im Umfeld des genannten Produktes, auch diese Zutaten verwendet werden und der Hersteller ist abgesichert, falls sich doch mal etwas in ein verkehrtes Töpfchen verirrt.
Bei einem Allergiker könnte dies böse Folgen haben. Für mich ist nur die Milch störend.
Weniger schön finde ich auch dass Palmfett. Es ging ja gerade jüngst wieder durch die Presse, dass für den Anbau von Ölpalmen die Regenwälder abgeholzt werden, damit man Plantagen zur Palmölgewinnung errichten kann. Dabei werden Eingeborene aus ihren Hütten vertrieben und Tiere heimatlos gemacht. Das die Zerstörung des Regenwaldes auch für uns und das gesamte Klima negative Folgen hat müsste inzwischen den meisten Menschen bekannt sein.
Hier sollte ein Umdenken stattfinden, aber den Verbraucher für solche Miseren verantwortlich zu machen ist eine Zumutung. Würde der Verbraucher strikt alle Produkte meiden, die Palmöl enthalten, wären einige Hersteller schlecht dran, denn Palmöl ist ständig und überall vertreten. Das fängt bei kosmetischen Produkten an und hört bei Lebensmitteln noch lange nicht auf.
Was gibt es noch zu bemerken
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Fast alle Zutaten sind aus biologischem Anbau und haben zudem das Agrolab und Fairtrade-Zeichen.
Leider beträgt der Fairtrade-Anteil nur 65% und ich fürchte, dass ausgerechnet das Palmöl nicht unter dieses Siegel fällt. Auch hier wird dem Verbraucher mal wieder nicht alles auf die Nase gebunden. Zumindest hat das Palmfett ein Sternchen für Bio, welches ausgerechnet bei Sojalecithin fehlt. Ich finde auch nirgends einen Hinweis auf den Verzicht von Gentechnik, gerade dies wäre aber sehr wichtig gewesen, da das Sojalecithin eben nicht aus biologischem Anbau stammt. Schade!
So muss man sich damit zufrieden geben, dass hier überhaupt ein wenig auf Bio und Fairtrade geachtet wird. Agrolab bedeutet, dass eine regelmäßige Kontrolle des Produktes stattfindet.
Nach einigem Zögern kam die zartbittere Creme dann aber in meinen Korb und damit in unsere Küche.
Preis
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2.79 Euro
Schmeckt es überhaupt?
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Öffnet man den Deckel, ist ein deutlicher Schokoduft zu bemerken.
Geschmacklich hatte ich meine Erwartungen aber wohl etwas sehr hoch geschraubt, denn hier war ich ein wenig enttäuscht. So ist die Creme meiner Ansicht nach nicht schokoladig genug.
Wie auch? Ein Kakaoanteil von 30% ist nicht gerade überwältigend. Auch von der Bourbon-Vanille ist nichts zu schmecken oder zu riechen.
Die Konsistenz ist weich und fettig.
Ein Vorteil hat der Geschmack aber, denn man scheint auf Aromastoffe verzichtet zu haben, was ich löblich finde.
Wenn man sich dünn etwas Fett auf das Brot streicht und dann sehr dünn den Aufstrich darüber, schmeckt es seltsamerweise mehr nach Kakao, als bei einer dicken Schicht oder gar pur vom Löffel.
Bei der Zartbittercreme handelt es sich sicher um kein schlechtes Produkt, aber wenn ich auf einem Kaufartikel bestimmte Gütesiegel habe, die gleich vorn auf dem Glas zu erkennen sind, sollten sich diese Merkmale auf den gesamten Inhalt beziehen. Nicht gekennzeichnetes Sojalecithin geht auf keinen Fall. Und dass letztlich nur 65% der Inhaltsstoffe aus fairem Handel bezogen wird, könnte manch ein Kunde glatt übersehen.
So schade ich dies finde, aber für mich bedeuten die beschriebenen Mängel daher nur 3 von 5 möglichen Sternen.
Dennoch ist dieses Produkt so manch anderen vielleicht sogar überlegen und möglicherweise ändert der Hersteller ja auch noch seine Rezeptur. Soll schon vorgekommen sein.
Ich bedanke mich für das Lesen
Dieser Bericht erscheint unter dem Namen Marslight auch in anderen Portalen
Fazit: Siehe Bericht
Name des Mitglieds: Marslight




02.05.12
Krönchen