Christis Halloumi Grillkäse

Quietschender Leckerbissen

Produkt:

Christis Halloumi Grillkäse

Datum: 13.02.12

Bewertung:

Vorteile: Lecker und vielseitig einsetzbar

Nachteile: "quiiietsch"

Schon lange habe ich nichts mehr über das Thema "Rund ums Grillen" geschrieben, da wird es höchste Zeit für einen Bericht über


Christis HALLOUMI GRILLKÄSE.
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Im unteren Bereich der Pappverpackung wird verkündet, dass es sich um "Das Original aus Zypern" handelt. In der Tat wird dieses Produkt auf Zypern hergestellt, es wird nämlich



produziert von
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Vivartia (Cyprus) Ltd
P.O.Box 51148
Limassol-Cyprus



exklusiv für:
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Alwelis/Routhier-Weber GmbH, 63674 Altenstadt.



Der Preis
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variiert zwischen 3 und 4 Euro für eine 250 g Packung.



Zutaten:
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Kuh-, Ziegen- und Schafmilch (wärmebehandelt), Salz, Lab (mikrobiell), Minze.

Das ist doch eine erfreulich kurze Zutatenliste, oder? Keine Farb- oder Konservierungsstoffe. Gleich unter den Inhaltsstoffen befindet sich der Zusatz: Allergene: Milch einschließlich Laktose.

Und man findet den Hinweis, dass dieser Käse mindestens 43 % Fett in der Trockenmasse beinhaltet.




Wie bin ich darauf gekommen?
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Ich muss gestehen, beim Einkauf von Käse bin ich nicht sehr experimetierfreudig. Gerade bei abgepacktem Käse aus Ziegen- oder Schafmilch, den ich logischerweise nicht vor dem Kauf probieren kann, bin ich schon öfter auf die Nase gefallen, da derartiger Käse für meinen Geschmack oft zu streng schmeckt. Oder womöglich nicht gut riecht. So greife ich meist zu dem, was ich kenne.

Vor etwa 3 oder 4 Jahren schlenderte ich an am Käse-Kühlregal eines größeren Supermarktes entlang. Ich wollte Exquisa-Frischkäse kaufen, das weiss ich noch genau, aber vor den Frischkäse-Produkten stand eine Familie, die sich nicht entscheiden konnte, was sie nun kaufen wollten. Da ich ein höflicher Mensch bin, drängelte ich nicht und ließ ihnen Zeit für ihre Überlegungen. Während ich wartete, dass die Familie den Platz freigab, ließ ich meinen Blick über die anderen Produkte im Regal schweifen. Da entdeckte ich den Halloumi-Grillkäse erstmals. Ich hatte gezwungenermaßen Zeit genug, mir die Verpackung anzusehen. Darauf sich Scheiben mit dem Käse in gegrilltem Zustand zu sehen und das Arrangement sah total lecker aus: insgesamt leicht gebräunt, dunklere Streifen, wo die Scheiben mit dem Grillrost in Berührung gekommen sind. Ähnlich wie bei einem Steak.

Da ich mit meiner Schwester und Mutter zusammen zu Abend essen wollte, packte ich den Käse in den Einkaufskorb. Irgendjemand wird ihn wohl mögen, dachte ich. Und wenn nicht, auch nicht schlimm, denn das Produkt war noch 8 Monate haltbar.

Das machte mich etwas stutzig. Aber zu Hause angekommen und nach Öffnung der Pappschachtel sah ich, dass der Käse selber vakuumverpackt war, in einer durchsichtigen Folie. Der Käse strahlt in einem reinen weiß, es befinden sich ein paar wenige dunkle Sprenkel auf der Oberfläche, das sind kleine Partikel von Minzblättern, stellte ich fest.

Nun gehen wir nahtlos über in die Rubrik




Zubereitung und ganz wichtig: schmeckt es?
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Vor dem Verzehr ist es empfehlenswert, die Vakuumverpackung aufzuschneiden. Darin befindet sich ein etwa 9 cm langer, 7 cm breiter und 4 cm hoher Käseblock in ein wenig Lake. Dabei ist der Käse nicht exakt geschnitten wie beispielsweise bei abgepacktem Feta, die Ränder und Kanten sind... ja was? Unregelmäßig, würde ich mal sagen. Das stört mich nicht, im Gegenteil, das deutet für mich darauf hin, dass der Käse nicht aus einem meterlangen Block herausgeschnitten wurde sondern individuell vor sich hinreifen konnte.

Zum Zeitpunkt des Kaufes herrschte kein Grillwetter, wir wollten meine Erwerbung aber gleich ausprobieren. Irgendwo auf der Verpackung fanden wir die Information, dass es sich nicht um einen reinen Grillkäse sondern auch um einen Backkäse handelte, der durchaus auch in einer Pfanne zubereitet werden darf.

Also kamen ein paar Scheibchen in die Pfanne. Die Verpackungsaufschrift empfiehlt fingerdicke Scheiben. Hm, schmale Frauenfinger oder dicke Bauarbeiterfinger? Beim Zerteilen fanden wir mit Fingerspitzengefühl (kicher) einen guten Kompromiss. So etwa 2,5 bis 3 cm ist gut, schneidet man den Käse dünner, zerbröseln die Scheiben. Die Konsistenz ist eine Spur härter als bei Feta, aber weicher als beispielsweise bei mittelaltem Gouda, ganz sicher weicher als Parmesan oder Pecorino.

Obwohl das Zeug "Grillkäse" heisst, schmeckte es auch aus der Pfanne richtig lecker. Nicht zu streng, aber auch nicht nichtssagend. Herzhaft, etwas salzig und auch würzig, wobei die Minze nur sehr andeutungsweise herauszuschmecken ist. Eine Spur nussig. Der Käse schmilzt beim Braten auf niedriger Hitzestufe nicht, behält seine feste Konsistenz im Kern, nur die Oberflächen werden etwas weicher. Liebhaber von mildem Käse mögen dieses Produkt genau so gerne wie Menschen, die einen kräftigen Geschmack bevorzugen. Ein wohlschmeckender Kompromiss.

Am Wochenende nach meinem Erstversuch wurde der Käse natürlich nachgekauft und die Käsescheibchen wurden auf dem Grill zubereitet. Da muss man aufpassen. Sind die Scheibchen bei zu starker Hitze zu lange auf dem Grill, schmelzen sie vor sich hin und es tropft in die Holzkohle. In dem Moment pappt der nicht tropfende Anteil zuweilen an den Grillstäben fest und man hat Probleme beim Umdrehen. Zu oft umdrehen geht aber auch nicht, da die Käsescheiben ein wenig fragil sind und bei zu häufigem Wenden zerbröseln. Optimal ist es, wenn man die Käsescheibe nur einmal umdreht.

Meiner Meinung nach funktioniert die Zubereitung am besten auf einem Holzkohlegrill bei mittlerer Hitze. Auf einem Weber-Gasgrill gibt selbst die geringste Heizstufe zu viel Hitze ab, so dass die Käsetröpfchen munter auf die Gasdüsen rieseln. Viel Spass beim Saubermachen....

Auf Alufolie packen und dann auf den Grill? Habe ich auch ausprobiert. Aber dann entfällt das typische Grillmuster und es schmeckt auch nicht so gut. Finde ich jedenfalls.

Für den optimalen Genuss muss man sich halt an den Grill stellen und das Schmelzverhalten beobachten, dann wird man auch mit köstlichem Grillkäse belohnt. Mit der Zeit entwickelt man ein gewisses Fingerspitzegefühl.

Diesen Bericht habe ich mit "quietschender Leckerbissen" betitelt. Dass der Käse meiner Ansicht nach sehr lecker ist, habe ich nun schon beschrieben. Kommen wir nun zum Quietschen.

Ich konnte mehrfach beobachten, dass der Käse quietschende Geräusche von sich gibt, wenn man ihn während oder nach dem Auskühlen verzehrt. Und das ist wahrlich kein dezentes Quietschen. Die Sitznachbarn können deutlich hören und lokalisieren, wer diesen Käse zu sich nimmt. Das laute Quietschen tritt aber nur dann auf, wenn der Käse auskühlt, direkt vom Grill nicht. Die ersten 2 - 3 Happen sind geräuschlos. Die meisten Leute schlingen nicht gleich alles in sich rein und kombinieren den Fleisch,- Kräuterbutterbrot- und Grillkäseverzehr. Die Quietschgeräusche beim Verzehr dieses abkühlenden Grillkäses sorgen für Heiterkeit. Immerhin bleibt der Käse nicht an den Zähnen kleben.

Der Käse muss nicht unbedingt in Scheiben gegrillt werden. Ich spieße auf längeren Holzspießen abwechselnd Paprikastücke, Zucchini- und Gemüsezwiebelscheiben und Halloumi auf und schmeisse den Spieß auf den Grill. Dabei sollten die Halloumi-Stücke die größten Bestandteile sein, so 4 x 4 cm sollten die Abmessunge schon betragen, damit das Zeig nicht zerbröselt oder schmilzt, bevor die anderen Sachen auf dem Spießchen gar sind..

Rezeptvorschläge kann man unter www.routhier.de bekommen.
Resümee:
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Vielseitig verwendbar, nicht nur ich finde ihn lecker, ich habe noch niemanden gefunden, der Halloumi nicht mag - außer, die Person mag generell keinen Käse.
Daher eine Kaufempfehlung und alle 5 Sterne.

Fazit: unbedingt ausprobieren

Name des Mitglieds: tästpersohn