Ravensburger - Zauberwald
Die Leiden der jungen Mutter.... - Ravensburger - Zauberwald Brettspiel

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Produkttyp: Ravensburger Brettspiele

Neuester Testbericht: ... Riese wieder zwischen den Bäumen fest. Wer hat am Ende die meisten Glitzersteine im Rucksack? Das Ravensburger Spiel „Zauberwald... mehr

Die Leiden der jungen Mutter....
Ravensburger - Zauberwald

Katz

Name des Mitglieds: Katz

Produkt:

Ravensburger - Zauberwald

Datum: 17.04.01, geändert am 17.04.01 (194 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gut für jüngere Kinder

Nachteile: "will nicht Riese sein!"

Wer schon mal nervenzerreibende Stunden mit zwei Erstklässlern Winnie-Pu-Memory gespielt hat weiß, wie aufreibend es sein kann mit Kindern Kartonspiele zu spielen.
Kartonspiel sind bei uns alle Spiele, die fertig aus dem Karton kommen.
Im Gegensatz dazu gibt es die Kistenspiele, die aus leeren Kisten und sonstigem Verpackungsmaterial von meinen Sprösslingen selbst gebaut, bemalt und immer wieder umgestaltet werden. Ich bin ja ein großer Fan der kreativen Kistenspiele, wenn da nicht die manchmal für Erwachsene schon etwas unverständlichen Sonderregeln aus dem Reich der kindlichen Phantasie wären und auch mit dem mitnehmen auf die Reise ist es etwas problematisch.

Der große Nachteil bei Kartonspielen ist, dass sie meist ein vorgefertigtes Regelwerk und bestimmte Utensilien benötigen um zu funktionieren. So etwas verschwindet in einem kreativen Haushalt wie dem unseren sehr schnell. Da bedeutet, dass es in ziemlicher Regelmäßigkeit neue Kartonspiele für die Katzenkinder gibt und neue Regeln zum Lesen für die Katz.....

Nun hat mich mein Sohnemann mit seinem Weihnachtswunschzettel doch einigermaßen überrascht, stand dort zwischen all dem Digi-, Pokemon, Gameboy und sonstigen, in Mutteraugen eher verwerflichen Kinderwünschen, auch in stinknormales hübsches Brettspiel.

Das war doch auch das erste, was Mama für den Toni besorgt hat....und nun bin ich ein Riese *Hilfe!!!*

Ich renne wütend im Zauberwald herum und versuche die kleinen flinken Kobolde zu fangen, die meine Glitzersteine mopsen. Leider ist das für mich armen Riesen ein Problem, da ich sehr breit bin und nicht immer zwischen den Zauberbäumen, die so hübsch funkeln hindurchpasse – und *schwups* ist mir der pinke Kobold schon wieder mit einem meiner Schätze entwischt. So eine Gemeinheit!

Die Kobolde (meine lieben Kinder) kugeln sich auf dem Wohnzimmerboden und lachen mich aus. „Näh, Nähnänä, Nähnä! Du kriegst uns nicht!“ *Hrmpf* wenn ich keinen
der Wichte fange muss ich Riese bleiben und darf keine Steinchen sammeln. „Hab` ich Dich!“ dieses mal war die Passage zwischen den Bäumen breit genug für mich und der blaue Kobold ist nun mein Gefangener. Aber nicht lange – der Zauber tut seine Wirkung. Ich verwandle mich in einen kleinen flinken Kobold (grün ist meine Farbe) und nun ist die Lenamaus der wütend durch den Wald stampfende Riese. *Huuii* Schnell nehme ich Reißaus.

Lena ist beleidigt, sie will nicht Riese sein. „Da kann ich nie die sieben Steine sammeln...“ der grüne Kobold ist gnädig und lässt sich schnell wieder einfangen. *Hups* nun steckt der Riese wieder zwischen den Bäumen fest. Wer hat am Ende die meisten Glitzersteine im Rucksack?


Das Ravensburger Spiel „Zauberwald“ ist für Kinder ein vergnüglicher Zeitvertreib, Erwachsenen wird es allerdings sehr schnell über und nach der dritten Runde habe ich normalerweise keine Lust mehr als Riese oder Kobold durch den Wald zu rennen. Auch wenn man es zu zweit spielen kann, richtig Spaß macht es aber erst ab 3 Mitspielern und so muss ich eben öfter dran glauben.

Bevor man das erste mal spielen kann, müssen 37 kleine blaue Stifte von unten durch das Spielfeld gesteckt werden. Das ist gar nicht so leicht und sollte zur Vermeidung von Schäden am Pappspielfeld doch lieber von einem Erwachsenen gemacht werden. Die Stifte bleiben dann drin, da das Spielfeld nach Ende der Jagd einfach umgedreht in den Karton geräumt wird. Im achteckigen Keller des Spielekartons liegen auch die 37 blau-glitzernden Zauberbäume, die auf die Stifte gestellt werden.
Der Zauberwald befindet sich auf einer kleinen Insel und sieht richtig heimelig aus, da wäre ich gern Kobold. Spielfelder sind die zwischen den Bäumen auf dem Waldboden liegenden Blätter und in der Mitte des Spielfeldes die vier Kristalle für deren Erreichen der Kobold jedes Mal einen Spielchip mit einem Glitzerstein bekommt. Wer als erstes ein
e vorher festgelegte Anzahl dieser Glitzersteine hat, gewinnt. Wir spielen immer bis 7, da sich bei 5 das Spiel als zu kurz erwiesen hat. So dauert eine Runde ca. 15 – 20 Minuten.

Zu Beginn der Runde sucht sich jeder Kobold eine Farbe aus (gelb, pink, grün und blau stehen zur Auswahl) , dann wird Ausgewürfelt, welcher der Kobolde in einen Riesen gehext wird um die anderen zu jagen. Der erste Riese bekommt zum Trost auch den allerersten Glitzerstein und es bleiben noch 24 runde Pappplättchen mit aufgedruckten Edelsteinen im Spiel, die nun von den Kobolden erhascht werden sollen. Diese begehrten Trophäen können mit dem blauen Spielwürfel ergattert werden, indem einfach einer der zweifach auf dem Würfel vorhandenen Edelsteine oben zu liegen kommt, oder indem einer der Kobolde eines der 4 inneren Felder erreicht. Wie weit ein Kobold gehen darf wird erwürfelt, die Punkte von 2 – 5 stehen auf dem Würfel. Der Riese darf immer so weit vorwärts ziehen, bis er zwischen den Bäumen stecken bleibt, oder einen der frechen Kobolde fängt.

Es ist schon lustig, aber nicht allzu oft – meine Opferbereitschaft hält sich in Bezug auf „Riese-sein“ in Grenzen. Gut ist es eine tapfere Omi in der Hinterhand zu haben, oder noch besser 4 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren. Die können sich dann munter hin und her in Riesen verzaubern und durch den Wald jagen. Viel Spaß dabei, ich suche mir lieber eine Koboldhöhle und lege mich in die Schatztruhe – bin müde vom Jagen und Gejagdwerden.


PS: Die Altersangabe auf dem Spielekarton lautet von 6 – 99 Jahren, aber die meisten Kinder können mit 5 (mache auch früher) die erwürfelten Punkte zählen und die Figuren auf dem Spielfeld bewegen, weil keine Aktionskarten gelesen werden müssen und die Regeln wirklich leicht zu verstehen sind würde ich das Spiel auch für jüngere Kinder empfehlen.


Fazit: