Amigo - Troia
TROIA-einmal Archiologe sein - Amigo - Troia Brettspiel

Produkttyp: Amigo Brettspiele

Neuester Testbericht: ... ausgraben und in Veröffentlichungen aufdecken,...upsi, aber dazu später, denn nun noch kurz zum Material. Wir sehen einen Plan vor u... mehr

TROIA-einmal Archiologe sein
Amigo - Troia

Puckmuck

Name des Mitglieds: Puckmuck

Produkt:

Amigo - Troia

Datum: 07.12.00, geändert am 07.12.00 (296 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schönes Material,Thema gut umgesetzt, funktioniert

Nachteile: Fraglich wielange der Spielreiz anhält

wenn auch nur im Spiel, ist doch ein Traum von vielen.
Hier gibt uns Thomas Fackler, die Möglichkeit, diesen Traum, auf interessante Weise zu verwirklichen.

an diesem Spiel wäre ich auf der Spielemesse, in Essen, beinahe vorbeigestolpert, bis mir ein Bekannter mit Troia unterm Arm entgegen gekommen ist, und meinte, "Frank, das Spiel brauchste,...." und schon war es in meinem Besitz.:-)

Erst kurz zum Autor.
Thomas Fackler, ist seit fast zehn Jjahren in Spielerkreisen ein Begriff, und zwar haupsächlich durch seine beiden ersten Spiele "Die Abtei der wandernden Bücher" und "Oper der schwarzen Spiegel", beide sind bekannt wie bunte Hunde, gut zu spielen, aber kaum einer hat sie, denn sie sind sehr edel Hergestellt, und nicht gerade günstig, derzeit wohl irgendwas zwischen 3 und 5 tausend Mark.
Vor zwei Jahren kam dann das erschwingliche "Die Mauer" auf den Markt, was ich kurz mit knuffiges Bluffspiel umschreiben will, und welches 1999 auch vom Zochverlag veröffentlicht wurde.

Nun aber zur neusten Erscheinung,

Troia,

dieses Spiel ist Facklers erste Auftragsarbeit, und zwar von niemand geringerem als der "Daimler-Chrysler AG", denn diese unterstützt schon seit mehr als zehn Jahren die Ausgrabungen in Troia, und hat folgerichtig, dieses Spiel in Auftrag gegeben.
(Nähere Info´s findet ihr in einem Beilagenheft im Spiel.)

Spielerisch merkt man diesen Background, denn es kommt wirklich Entdeckungs und Ausgrabungsfieber auf, wenn wir schicht für Schicht ausgraben und in Veröffentlichungen aufdecken,...upsi, aber dazu später, denn nun noch kurz zum Material.

Wir sehen einen Plan vor uns, welcher den Ausgrabungsort darstellt und auf dem unsere Siegpunkte festgehalten werden.
Dann bekommt jeder der 2-4 Mitspieler einen Sichtschirm, für seine Ausgrabungen, und dann noch das Kernstück, die Fundstücke und der Bauschutt.
Diese Plättchen sind zu Beg
inn des Spieles in fünf Ebenen einsortiert(so wie es mal aussah) fein säuberlich in Zeitzonen sortiert, und immer 16 Plättchen ergeben eine Ebene, ( die Älteste nur 9), jedes Plättchen einer Ebene hat einen festen Platz, und eine Markierung auf der Rückseite welcher Epoche sie angehört.

diese Ebenen schütten wir nun , beliebig auf den Ausgrabungsort, einzige Bedingung ist, erst die Älteste dann die zweitälteste....,bis wir einen schönen Haufen von Ausgrabungsmaterial vor uns finden.

Nun endlich fangen wir an,
wir habe zum Spiel dazu noch Ausgrabungskärtchen und Veröffentlichungskarten auf der Hand, welche jeweils Nummeriert sind,
Daraus wählen wir nun eine Ausgrabungskarte(denn für die Veröffentlichung bräuchten wir erst Fundstücke), legen sie verdeckt auf den Tisch, decken sie auf.
Nun begint der Spieler mit der höchsten Karte an zu graben, und zu erforschen,
will heissen, er hat 5 Aktionspunkte, für einen kann er jeweils
-ausgraben: ein nicht verdecktes Pättchen vom Stapel nehmen, und VOR den Sichtschirm legen, (
-erforschen: hinter den Sichtschirm legen und beliebig umdrehen, denn einige Kärtchen enthalten nur Schutt und andere richtige Fundstücke(markiert durch ein schwarzes Dreieck.)

und schon ist der nächste an der Reihe....

haben alle Ausgebuddelt, kommt meist noch so eine Runde, und dann kann man sich entscheiden, veröffentlichen oder ausgraben.

Veröffentlichung:
will man veröffentlichen legt man anstatt ein Ausgrabung, einfach ein Veröffentlichung aus,
sie funktioniert dann Folgendermassen.

wir legen die Plättchen wieder in die Ebenen, aus denen wir sie ursprünglich(am Beginn) herausgeschüttet haben(gleiche Markierung und Höhenlinien wie Plättchen), wir befolgen folgende Regeln,
-Hauptveröffentlichung, wir legen mehr Plättchen in eine Eben, als bisher dort an der grössten zusammenhängenden Fläche liegen(also am Anfang 1), und bekommen dafür Siegpunkte.
und zwar m
ehr als für eine
-Nebenvröffentlichung,
hier ist es egal wie gross, nur muss sie angrenzend an eine bisherige Hauptveröffentlichung sein.
-Sonderpunkte gibt es erstens für Fundstücke(mit Dreieck) und für die Vollendung einer Eben.

Näher will ich hier nicht eingehen, denn das war es im Groben schon.

Spielende ist, wenn uns die Karten ausgehen, das passiert, je nachdem wieviele Grübler am Tisch sind, nach ca. einer 3/4 bis
1 1/2 Stunden.
genau das ist auch ein Knackpunkt bei diesem Spiel, denn wenn man es knallhart spielt, kann es ewig gehen bis sich diverse Spieler für eine Ausgrabungsstück entscheiden, denn man sieht ja schon auf dem Hügel wohin es gehört, zumindest an welche Stelle, und dazu hat man die Information, entweder welche Ebene, oder ob es ein Fundstück ist, und wenn man es öfters gespielt hat, weis man evtl. dann auch, wenn man sich die Ebenen einprägt, an welcher Stelle, in welcher Ebene Fundstücke vorhanden sind, ...und das wieder in seinem Hirn abzurufen,...kann dauern,..ergo, solche Megadenker, etwas zur Eile antreiben.
Ausserdem hatten wir am Anfang ein Übersichtsproblem, ganz einfach aus dem Grund, dass zwar alle Ebenen die gleichen Höhenlinien haben, aber diese dann den Plättchen zuzuordenen war nicht so einfach,...aber das legt sich schnell.

Nun ja, das war es eigentlch schon,..hab es bisher erst 3-4 mal gespielt, werde es sicher auch noch einige male spielen aber ein Dauerbrenner wird es (bei mir) wohl nicht werden, obwohl das Spielmaterial wunderschön ist, und die Thematik, perfekt umgesetzt wurde, und auch der Glücksanteil(Karten) gering ist, ist bei mir der Funken nicht hundertprozentig übergesprungen.

Spielen können alle, ich sage mal ab 8-10 Jahren, denen das Spielen bisher nicht fremd ist, und welche die Thematik als solche schon interessiert.

Zum Preis kann ich nur soviel sagen, dass es auf der Messe 50 DM gekostet hat und ich es seither noch nirgends (auch nicht bei
Spielenet) gesehen habe, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich das noch ändert, habe auch nicht richtig gesucht, habe es ja schon ...
vielleicht bekommt ihr es ja auch beim nächsten Daimlerkauf, kostenlos dazu,...ist ja schliesslich, wie schon geschrieben, eine Auftragsarbeit von DC :-)

sodala,
viel spass beim Archiologen spielen,
wünscht euch
Puckmuck

Fazit: