Avalon Hill - Roborally

Erhältlich in: 2 Shops
Produkttyp: Avalon Hill Brettspiele
Neuester Testbericht: ... können in beliebiger Zahl und beliebiger Zusammensetzung aufgebaut werden. Jedes Spielfeld zeigt eine Fabrikhalle mit den dazu gehörigen... mehr
Do the Robo-Dance
Avalon Hill - Roborally

Name des Mitglieds: GoldWizard
Produkt:
Avalon Hill - Roborally
Datum: 20.05.01, geändert am 21.05.01 (170 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: unterhaltsam, sehr interaktiv, nie langweilig
Nachteile: kein Spiel für zwischendurch
Hmm ? wird mal wieder Zeit, dass ich was schreibe. Da ja Wochenende ist, werde ich mich mal wieder aufraffen ... aber worüber soll ich bloss schreiben ? ... hah ... ich habs !! ... eines meiner Lieblingsspiele wird heute beschrieben ... das ist zugegebenermaßen nicht mehr ganz aktuell, aber kultig ;-)
Ausserdem schreib ich gern über alte Sachen ... *g*
Genug geschwafelt ... los geht's :-)
Einleitung
********
In einer Fabrik auf einem fernen Planeten. Die verschiedenen Kontrollcomputer, ausgestattet mit Standard-Intelligenz Modulen, die es ihnen erlauben jede nur erdenklich Situation zu meistern, verrichten ihre tägliche Routine-Arbeit.
Die eigentliche Drecksarbeit wird jedoch von den kleinen, umherwuselnden Robotern verrichtet. Robotern wie Twonky, der sich im Augenblick gemächlich durch die geräumigen Fabrikhallen bewegt und dabei immer den Anweisungen seines Kontrollcomputers folgt. Hätte Twonky oder einer seiner "Kollegen" so etwas wie ein Bewusstsein, dann würden sie erkennen, dass sie hin und wieder an einem gigantischen Roboter-Rennen teilnehmen, dabei ihre eigene Existenz gefährden und das alles nur zur Unterhaltung der Kontrollcomputer.
Aber auch wenn schon oft gemunkelt wurde, dass gerade Twonky genau wüsste, was vor sich geht, so sprechen doch die aktuellen Ereignisse mehr als nur dagegen.
Denn schon der nächste Steuerungs-Befehl, der Twonky drahtlos übermittelt wird, befördert ihn auf ein Fliessband, welches direkt zur nächsten Schrottpresse führt.
*SKRONSCH*
-- 90 Grad Drehung links --- mittlere Geschwindigkeit vorwärts in Richtung erste Fahne --
Dies sind die ersten Befehle, die sich in den Registern von Twonky-2 kurz nach seiner Aktivierung vorfinden. Und der Roboter wird sie ausführen.
Ohne Nachdenken.
Ohne Zögern.
Ohne Bewusstsein.
Denn es ist Party-Time für die Kontrollcomputer. Die entscheidende Phase ist angebrochen. Die Entscheidung der Robo-Rally.
Das Spiel
*******
Robo-Rally ist ein Brett-Spiel, in dem jeder Mitspieler die Rolle eines der oben erwähnten Kontrollcomputer übernimmt, einen Roboter unter seine Fittiche nimmt und mit diesem versucht als erster eine vorgegebene Anzahl von Flaggen auf einem variablen Renn-Parcours zu erreichen. Im Grunde also ein Rennspiel ... abgesehen davon, dass hier nicht mit Autos oder sonstigen motorisierten Fahrzeugen, sondern mit Robotern agiert wird.
Erstmals erschienen im Jahre 1994 ist RoboRally inzwischen auch auf deutsch aufgelegt worden.
Erfunden wurde das Spiel von Richard Garfield, vielen eher bekannt als Urheber des Megasellers "Magic: The Gathering", und erhielt bereits im Jahre seiner Veröffentlichung den ORIGINS Award als bestes Fantasy/Science Fiction Brettspiel.
Die hier von mir beschriebene Meinung basiert auf der amerikanischen Originalausgabe des Spiels. Auch wenn ich die deutsche Ausgabe nicht kenne, bin ich sicher, dass die Essenz des Spiels bei der Neuauflage in deutsch erhalten geblieben ist (obwohl man sich da ja nie so sicher sein kann *g*)
Worum geht es ?
**************
Ich denke, den Hintergrund des Spiels habe ich bereits grob dargestellt. Aber jetzt noch mal ein wenig mehr ins Detail:
Jeder der 2 bis 8 Spieler erhält einen Roboter (in der amerikanischen Ausgabe des Spiels dargestellt durch eine individuelle, detailliert gestaltete unbemalte Zinnfigur).
Das Rennen selbst findet auf dem Spielplan statt, den sich die Spieler nach eigenem Ermessen aus 6 vorgegebenen quadratischen Spielfeldern zusammensetzen. Auf der so gestalteten Rennstrecke werden eine Start- und eine Zielflagge sowie bis zu 4 Zwischenstationsflaggen platziert. Für die weniger kreativen Spieler bzw. die Anfänger sind in der Spielregel einige Kurse vorgegeben.
Gewinner ist der Spieler, dem es als erster gelingt, seinen Roboter von der Start- zur Zielflagge zu manövrieren, wobei natürlich auch die Zwische
nstationen "angefahren" werden müssen. Gesteuert werden die Roboter dabei mittels Programmkarten, die jede Runde neu an die Spieler verteilt werden.
Soweit die Grundidee und das grobe Prinzip des Spiels.
Doch zoomen wir noch ein wenig näher an das Spiel heran. Es lohnt sich ;-)
Die Zutaten
**********
In der Basis-Box von RoboRally sind enthalten:
- 2 Floor Guides mit einer Kurzbeschreibung der Regeln und den verschiedenen Fabrikelementen, die sich auf dem Spielplan wiederfinden
- 6 quadratische Spielbretter in der Grösse der Verpackung; jedes Spielbrett stellt einen Teil der Fabrik dar und ist mit den unterschiedlichsten Elementen bestückt (Wände, Fliessbänder, Schrottpressen, Abfallgruben, stationäre Laser, Drehplatten, etc. ...)
- 84 Programmkarten, um die Roboter zu steuern; dabei gibt es verschiedene Arten von Karten, die da wären: 1 Schritt vorwärts, 2 Schritte vorwärts, 3 Schritte vorwärts, 1 Schritt zurück, 90Grad Drehung links, 90Grad Drehung rechts, 180Grad Drehung (U-Turn)
- 26 Options Karten, die eher für erfahrene Spieler gedacht sind und einzelne Roboter technisch in vielfacher Weise "aufrüsten" können ;-) (ich werde hier nicht näher auf diese Karten eingehen, da auch das Grundspiel schon Spass genug bringt)
- 8 Zinnminiaturen, die 8 verschiedene Roboter darstellen
- 8 Roboter-Pappmarken (diese stellen virtuelle Roboter dar, die zu Beginn des Spiels verwendet werden, wenn alle Roboter vom selben Feld aus ins Rennen gehen ... Zinnminiaturen lassen sich nämlich so schlecht stapeln *g*)
- diverse weitere Pappmarken, u.a. 6 Flaggen zur Markierung des Renn-Parcours
- natürlich noch ein Regelheft ;-)
Die Theorie
*********
Nachdem sich jeder Spieler einen Roboter ausgesucht hat, kann es auch schon losgehen. Der Stapel der Programmkarten wird gemischt und jeder Spieler erhält 9 Karten, aus denen er sich dann geheim und zeitgleich mit den and
eren Spielern 5 Stück heraussucht, um damit seinen kleinen Blechliebling zu programmieren. Die 5 Karten legt man verdeckt nebeneinander vor sich ab, so dass sie von links nach rechts in 5 Phasen abgearbeitet werden können.
Eine Spielrunde besteht also immer aus diesen 5 Phasen und am Ende jeder Runde werden die Karten wieder eingesammelt, gemischt und die nächste Runde kann beginnen.
Mit ein wenig Glück bei der Kartenverteilung und natürlich Beobachtungsgabe, ist es nun nur noch ein Frage der Zeit, bis der Roboter die Zielflagge erreicht hat und dabei unterwegs den zahlreichen Hindernissen ausgewichen ist.
Klingt doch ganz einfach und amüsant :-) ... aber wozu braucht man die Schadenspappmarken ? ... und wieso hat jeder Roboter 3 Leben ?? ;-)
Die Praxis
********
Kommen wir also zum Ernst des Lebens bzw. Spiels. Wie bereits erwähnt, werden die Roboter mittels der Karten simultan programmiert. Und das ist genau der Haken an der Sache. Die 5 programmierten Register werden nämlich auch der Reihe nach zeitgleich mit allen anderen Spielern ausgeführt. Damit dies nicht in einem vollständigen Chaos endet, ist auf jeder Programmkarte ein sogenannter "Prioritätswert" abgedruckt. Der Spieler, dessen Programmkarte innerhalb einer der 5 Phasen die höchste Priorität besitzt, darf seinen Roboter zuerst auf dem Spielplan bewegen. Das kann Vor- und Nachteile haben. Ist die Startrunde nämlich erst einmal vorbei und haben alle Roboter die Startflagge verlassen, dann können auf einem Feld des Spielplans niemals mehrere Roboter stehen.
Was passiert aber dann, wenn ich meinen Roboter auf ein Feld bewege, auf dem dummerweise schon jemand steht ?? ... Genau ... dieser Jemand wird verschoben *gg* ... und das kann die schönste Planung über den Haufen werfen, denn die Freude ist gross, wenn der eigene Roboter anstatt zur nächsten Flagge plötzlich geradewegs zur nahegelegenen Abfallgrube trottet ;-)
Aber das Chaos wird noch grösser dad
urch, dass die Roboter nicht unzerstörbar sind (wäre ja auch zu schön *g*).
Aus reiner Defensive besitzt jeder Metallheld nämlich noch einen Laser, der am Ende einer Phase auf alles schiesst, was sich vor ihm befindet. Dies macht er übrigens automatisch, so dass dem Spieler nie eine böse Absicht unterstellt werden kann ;-) ("Das wollte ich gar nicht ... ich bin doch friedliebend")
Jeder Lasertreffer verursacht einen Schadenspunkt, der wiederrum dazu führt, dass der Spieler in der nächsten Runde eine Programmkarte weniger erhält, aus denen er die weitere Route seines Roboters bestimmen muss.
Erleidet ein Roboter zuviel Schaden so "brennen" sich seine Register ein oder er verliert gar eines seiner drei Leben (bei 10 Schadenspunkten).
Das "Einbrennen" der Register hat zur Folge, dass eine oder mehrere Programmkarten (je nach Beschädigung) nicht mehr ausgetauscht werden können, sondern mit in die nächste Runde genommen werden !!
Wie man sich leicht ausmalen kann, ist das nicht unbedingt vorteilhaft.
Zum Glück gibt es jedoch auch Reparaturfelder auf dem Spielplan, die ein oder zwei Schadenspunkte "heilen" können. Allerdings muss man auch erstmal dorthin gelangen, was mit einem qualmenden, Öl verlierenden Roboter nicht gerade einfach ist ;-)
Als letzte Rettung bleibt dann meist nur noch die Totalabschaltung, was einer Runde aussetzen entspricht. Das heisst natürlich nicht, dass der Roboter bewegunslos auf dem Spielbrett verharrt. Ganz im Gegenteil ;-) ... Schliesslich gibt es ja noch die Fliessbänder, die automatische Fortbewegung gewährleisten, und nicht zu vergessen die lieben Mitspieler, die einen munter durch die Gegend schieben (können).
Wenn all das nicht hilft und der geliebte Roboter letztlich doch sein letztes Schräubchen verliert (= er erhält seinen 10. Schadenspunkt), dann startet seine nächste Kopie auf der letzten Flagge, die erreicht wurde. Im ungünstigsten Fall ist dies die Startfl
agge *g*.
Aber Vorsicht ist geboten, denn jeder Roboter hat nur 3 Kopien bzw. Leben. Sind diese verbraucht, scheidet der betroffene Spieler aus.
Robo-Dance
**********
Nun ... ich hoffe, es ist durch obige Beschreibung halbwegs rübergekommen, dass RoboRally ein sehr dynamisches und interessantes Spiel ist. Wichtigster Pluspunkt dieses Spiels ist sicherlich die Tatsache, dass alle Spieler quasi gleichzeitig agieren, man also immer beschäftigt ist und so nie Langeweile aufkommen kann.
Mit den richtige Mitspielern (je mehr desto besser) wird ein RoboRally Abend so zu einem spassigen und unvergesslichen Erlebnis.
Wer Spiele liebt, kann an RoboRally eigentlich kaum vorbeigehen :-))
Achso ... was hat es eigentlich mit dem "Robo-Dance" aus dem Titel auf sich ? ... fragt sich der geneigte Leser jetzt sicher *g*.
Eigentlich muss man das live erleben :-)
Aber wer einmal RoboRally spielt, wird auch den Robo-Dance schnell erlernen. Wenn man nämlich die nächsten Züge seines Roboters plant, versucht man sich in ihn hineinzuversetzen und simuliert dabei die Rechs- bzw. Linksdrehungen. Denn wer nicht gut plant, landet schnell dort, wo er gar nicht hinwollte ;-)
Naja ... diese Körperbewegungen während des Spiels sind die Grundlagen des Robo-Dance. ... ähm ... ich bin mir jetzt zwar nicht sicher, ob das alle RoboRally-Spieler so praktizieren ... aber ich mache es jedenfalls ... unbewusst *ggg*
In diesem Sinne viel Spass bei RoboRally
GoldWizard
... and now do the Robo-Dance :-)
Ausserdem schreib ich gern über alte Sachen ... *g*
Genug geschwafelt ... los geht's :-)
Einleitung
********
In einer Fabrik auf einem fernen Planeten. Die verschiedenen Kontrollcomputer, ausgestattet mit Standard-Intelligenz Modulen, die es ihnen erlauben jede nur erdenklich Situation zu meistern, verrichten ihre tägliche Routine-Arbeit.
Die eigentliche Drecksarbeit wird jedoch von den kleinen, umherwuselnden Robotern verrichtet. Robotern wie Twonky, der sich im Augenblick gemächlich durch die geräumigen Fabrikhallen bewegt und dabei immer den Anweisungen seines Kontrollcomputers folgt. Hätte Twonky oder einer seiner "Kollegen" so etwas wie ein Bewusstsein, dann würden sie erkennen, dass sie hin und wieder an einem gigantischen Roboter-Rennen teilnehmen, dabei ihre eigene Existenz gefährden und das alles nur zur Unterhaltung der Kontrollcomputer.
Aber auch wenn schon oft gemunkelt wurde, dass gerade Twonky genau wüsste, was vor sich geht, so sprechen doch die aktuellen Ereignisse mehr als nur dagegen.
Denn schon der nächste Steuerungs-Befehl, der Twonky drahtlos übermittelt wird, befördert ihn auf ein Fliessband, welches direkt zur nächsten Schrottpresse führt.
*SKRONSCH*
-- 90 Grad Drehung links --- mittlere Geschwindigkeit vorwärts in Richtung erste Fahne --
Dies sind die ersten Befehle, die sich in den Registern von Twonky-2 kurz nach seiner Aktivierung vorfinden. Und der Roboter wird sie ausführen.
Ohne Nachdenken.
Ohne Zögern.
Ohne Bewusstsein.
Denn es ist Party-Time für die Kontrollcomputer. Die entscheidende Phase ist angebrochen. Die Entscheidung der Robo-Rally.
Das Spiel
*******
Robo-Rally ist ein Brett-Spiel, in dem jeder Mitspieler die Rolle eines der oben erwähnten Kontrollcomputer übernimmt, einen Roboter unter seine Fittiche nimmt und mit diesem versucht als erster eine vorgegebene Anzahl von Flaggen auf einem variablen Renn-Parcours zu erreichen. Im Grunde also ein Rennspiel ... abgesehen davon, dass hier nicht mit Autos oder sonstigen motorisierten Fahrzeugen, sondern mit Robotern agiert wird.
Erstmals erschienen im Jahre 1994 ist RoboRally inzwischen auch auf deutsch aufgelegt worden.
Erfunden wurde das Spiel von Richard Garfield, vielen eher bekannt als Urheber des Megasellers "Magic: The Gathering", und erhielt bereits im Jahre seiner Veröffentlichung den ORIGINS Award als bestes Fantasy/Science Fiction Brettspiel.
Die hier von mir beschriebene Meinung basiert auf der amerikanischen Originalausgabe des Spiels. Auch wenn ich die deutsche Ausgabe nicht kenne, bin ich sicher, dass die Essenz des Spiels bei der Neuauflage in deutsch erhalten geblieben ist (obwohl man sich da ja nie so sicher sein kann *g*)
Worum geht es ?
**************
Ich denke, den Hintergrund des Spiels habe ich bereits grob dargestellt. Aber jetzt noch mal ein wenig mehr ins Detail:
Jeder der 2 bis 8 Spieler erhält einen Roboter (in der amerikanischen Ausgabe des Spiels dargestellt durch eine individuelle, detailliert gestaltete unbemalte Zinnfigur).
Das Rennen selbst findet auf dem Spielplan statt, den sich die Spieler nach eigenem Ermessen aus 6 vorgegebenen quadratischen Spielfeldern zusammensetzen. Auf der so gestalteten Rennstrecke werden eine Start- und eine Zielflagge sowie bis zu 4 Zwischenstationsflaggen platziert. Für die weniger kreativen Spieler bzw. die Anfänger sind in der Spielregel einige Kurse vorgegeben.
Gewinner ist der Spieler, dem es als erster gelingt, seinen Roboter von der Start- zur Zielflagge zu manövrieren, wobei natürlich auch die Zwische
nstationen "angefahren" werden müssen. Gesteuert werden die Roboter dabei mittels Programmkarten, die jede Runde neu an die Spieler verteilt werden.
Soweit die Grundidee und das grobe Prinzip des Spiels.
Doch zoomen wir noch ein wenig näher an das Spiel heran. Es lohnt sich ;-)
Die Zutaten
**********
In der Basis-Box von RoboRally sind enthalten:
- 2 Floor Guides mit einer Kurzbeschreibung der Regeln und den verschiedenen Fabrikelementen, die sich auf dem Spielplan wiederfinden
- 6 quadratische Spielbretter in der Grösse der Verpackung; jedes Spielbrett stellt einen Teil der Fabrik dar und ist mit den unterschiedlichsten Elementen bestückt (Wände, Fliessbänder, Schrottpressen, Abfallgruben, stationäre Laser, Drehplatten, etc. ...)
- 84 Programmkarten, um die Roboter zu steuern; dabei gibt es verschiedene Arten von Karten, die da wären: 1 Schritt vorwärts, 2 Schritte vorwärts, 3 Schritte vorwärts, 1 Schritt zurück, 90Grad Drehung links, 90Grad Drehung rechts, 180Grad Drehung (U-Turn)
- 26 Options Karten, die eher für erfahrene Spieler gedacht sind und einzelne Roboter technisch in vielfacher Weise "aufrüsten" können ;-) (ich werde hier nicht näher auf diese Karten eingehen, da auch das Grundspiel schon Spass genug bringt)
- 8 Zinnminiaturen, die 8 verschiedene Roboter darstellen
- 8 Roboter-Pappmarken (diese stellen virtuelle Roboter dar, die zu Beginn des Spiels verwendet werden, wenn alle Roboter vom selben Feld aus ins Rennen gehen ... Zinnminiaturen lassen sich nämlich so schlecht stapeln *g*)
- diverse weitere Pappmarken, u.a. 6 Flaggen zur Markierung des Renn-Parcours
- natürlich noch ein Regelheft ;-)
Die Theorie
*********
Nachdem sich jeder Spieler einen Roboter ausgesucht hat, kann es auch schon losgehen. Der Stapel der Programmkarten wird gemischt und jeder Spieler erhält 9 Karten, aus denen er sich dann geheim und zeitgleich mit den and
eren Spielern 5 Stück heraussucht, um damit seinen kleinen Blechliebling zu programmieren. Die 5 Karten legt man verdeckt nebeneinander vor sich ab, so dass sie von links nach rechts in 5 Phasen abgearbeitet werden können.
Eine Spielrunde besteht also immer aus diesen 5 Phasen und am Ende jeder Runde werden die Karten wieder eingesammelt, gemischt und die nächste Runde kann beginnen.
Mit ein wenig Glück bei der Kartenverteilung und natürlich Beobachtungsgabe, ist es nun nur noch ein Frage der Zeit, bis der Roboter die Zielflagge erreicht hat und dabei unterwegs den zahlreichen Hindernissen ausgewichen ist.
Klingt doch ganz einfach und amüsant :-) ... aber wozu braucht man die Schadenspappmarken ? ... und wieso hat jeder Roboter 3 Leben ?? ;-)
Die Praxis
********
Kommen wir also zum Ernst des Lebens bzw. Spiels. Wie bereits erwähnt, werden die Roboter mittels der Karten simultan programmiert. Und das ist genau der Haken an der Sache. Die 5 programmierten Register werden nämlich auch der Reihe nach zeitgleich mit allen anderen Spielern ausgeführt. Damit dies nicht in einem vollständigen Chaos endet, ist auf jeder Programmkarte ein sogenannter "Prioritätswert" abgedruckt. Der Spieler, dessen Programmkarte innerhalb einer der 5 Phasen die höchste Priorität besitzt, darf seinen Roboter zuerst auf dem Spielplan bewegen. Das kann Vor- und Nachteile haben. Ist die Startrunde nämlich erst einmal vorbei und haben alle Roboter die Startflagge verlassen, dann können auf einem Feld des Spielplans niemals mehrere Roboter stehen.
Was passiert aber dann, wenn ich meinen Roboter auf ein Feld bewege, auf dem dummerweise schon jemand steht ?? ... Genau ... dieser Jemand wird verschoben *gg* ... und das kann die schönste Planung über den Haufen werfen, denn die Freude ist gross, wenn der eigene Roboter anstatt zur nächsten Flagge plötzlich geradewegs zur nahegelegenen Abfallgrube trottet ;-)
Aber das Chaos wird noch grösser dad
urch, dass die Roboter nicht unzerstörbar sind (wäre ja auch zu schön *g*).
Aus reiner Defensive besitzt jeder Metallheld nämlich noch einen Laser, der am Ende einer Phase auf alles schiesst, was sich vor ihm befindet. Dies macht er übrigens automatisch, so dass dem Spieler nie eine böse Absicht unterstellt werden kann ;-) ("Das wollte ich gar nicht ... ich bin doch friedliebend")
Jeder Lasertreffer verursacht einen Schadenspunkt, der wiederrum dazu führt, dass der Spieler in der nächsten Runde eine Programmkarte weniger erhält, aus denen er die weitere Route seines Roboters bestimmen muss.
Erleidet ein Roboter zuviel Schaden so "brennen" sich seine Register ein oder er verliert gar eines seiner drei Leben (bei 10 Schadenspunkten).
Das "Einbrennen" der Register hat zur Folge, dass eine oder mehrere Programmkarten (je nach Beschädigung) nicht mehr ausgetauscht werden können, sondern mit in die nächste Runde genommen werden !!
Wie man sich leicht ausmalen kann, ist das nicht unbedingt vorteilhaft.
Zum Glück gibt es jedoch auch Reparaturfelder auf dem Spielplan, die ein oder zwei Schadenspunkte "heilen" können. Allerdings muss man auch erstmal dorthin gelangen, was mit einem qualmenden, Öl verlierenden Roboter nicht gerade einfach ist ;-)
Als letzte Rettung bleibt dann meist nur noch die Totalabschaltung, was einer Runde aussetzen entspricht. Das heisst natürlich nicht, dass der Roboter bewegunslos auf dem Spielbrett verharrt. Ganz im Gegenteil ;-) ... Schliesslich gibt es ja noch die Fliessbänder, die automatische Fortbewegung gewährleisten, und nicht zu vergessen die lieben Mitspieler, die einen munter durch die Gegend schieben (können).
Wenn all das nicht hilft und der geliebte Roboter letztlich doch sein letztes Schräubchen verliert (= er erhält seinen 10. Schadenspunkt), dann startet seine nächste Kopie auf der letzten Flagge, die erreicht wurde. Im ungünstigsten Fall ist dies die Startfl
agge *g*.
Aber Vorsicht ist geboten, denn jeder Roboter hat nur 3 Kopien bzw. Leben. Sind diese verbraucht, scheidet der betroffene Spieler aus.
Robo-Dance
**********
Nun ... ich hoffe, es ist durch obige Beschreibung halbwegs rübergekommen, dass RoboRally ein sehr dynamisches und interessantes Spiel ist. Wichtigster Pluspunkt dieses Spiels ist sicherlich die Tatsache, dass alle Spieler quasi gleichzeitig agieren, man also immer beschäftigt ist und so nie Langeweile aufkommen kann.
Mit den richtige Mitspielern (je mehr desto besser) wird ein RoboRally Abend so zu einem spassigen und unvergesslichen Erlebnis.
Wer Spiele liebt, kann an RoboRally eigentlich kaum vorbeigehen :-))
Achso ... was hat es eigentlich mit dem "Robo-Dance" aus dem Titel auf sich ? ... fragt sich der geneigte Leser jetzt sicher *g*.
Eigentlich muss man das live erleben :-)
Aber wer einmal RoboRally spielt, wird auch den Robo-Dance schnell erlernen. Wenn man nämlich die nächsten Züge seines Roboters plant, versucht man sich in ihn hineinzuversetzen und simuliert dabei die Rechs- bzw. Linksdrehungen. Denn wer nicht gut plant, landet schnell dort, wo er gar nicht hinwollte ;-)
Naja ... diese Körperbewegungen während des Spiels sind die Grundlagen des Robo-Dance. ... ähm ... ich bin mir jetzt zwar nicht sicher, ob das alle RoboRally-Spieler so praktizieren ... aber ich mache es jedenfalls ... unbewusst *ggg*
In diesem Sinne viel Spass bei RoboRally
GoldWizard
... and now do the Robo-Dance :-)
Fazit:
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