Ravensburger - Die Baumeister von Arkadia
Ich baue mir ein Castell! - Ravensburger - Die Baumeister von Arkadia Brettspiel

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Produkttyp: Ravensburger Brettspiele

Ich baue mir ein Castell!
Ravensburger - Die Baumeister von Arkadia

sunflower76

Name des Mitglieds: sunflower76

Produkt:

Ravensburger - Die Baumeister von Arkadia

Datum: 17.03.11

Bewertung:

Vorteile: schärft Taktik und Beobachtungsgabe, stabil, Spaß

Nachteile: Vorbereitung dauert zu lange, tw. schwierige Spielanleitung

Hallo meine Lieben,

ich möchte euch heute von einem Spiel berichten, das meine Tochter zu ihrem 11. Geburtstag von unserem Pfarrer geschenkt bekommen hat. Unsere Kinder sind beide Ministranten (was in Deutschland wohl einem Messdiener gleich kommt) und aus diesem Grund bekommen sie auch zum Geburtstag immer Besuch von ortszuständigen Priester. Dieser ist um seine Schützlinge sehr bemüht und lässt es sich nicht nehmen, zum Geburtstag persönlich vorbeizukommen und auch das eine oder andere Stück Torte zu essen. Dieses Mal hatte er aber ein tolles Spiel im Gepäck, nämlich

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****DIE BAUMEISTER VON ARKADIA****
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das für zwei bis vier Spieler im Alter von 10 bis 99 Jahren geeignet ist. Es ist ein Familienspiel von Ravensburger und daher verspricht es meiner Meinung nach auch hohe Qualität.

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****DAS SAGT DER HERSTELLER****
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"In einem fernen Land liegt eine Gegend mit sanft geschwungenen Hügeln und fruchtbaren Tälern. Weitgereiste Siedler haben sich dort niedergelassen und legen den Grundstein für die Stadt Arkadia. Neben verschiedenen Stadtgebäuden soll auf einer Anhöhe ein prächtiges Kastell entstehen. Vier wohlhabende Familien - die Tuchhändler, die Gewürzhändler, die Zimmerleute und die Silberschmiede - wollen Prestige und Einfluss mehren und wetteifern deshalb um den größten Anteil am Bau des Kastells. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Baumestern. Sie sind von den vier Familien beauftragt, den Bau der Stadt und des Kastells zu planen und durchzuführen.


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****SPIELMATERIAL****
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Zuerst heißt es einmal, alles auspacken - die Schachtel ist recht groß - und schauen, was sich in der Box alles verbirgt. Zum Vorschein kommen
1 Spielplan
1 Bauplatz für das Kastell mit 10 Feldern für die Kastell-Steine
4 Sichtschirme (Bauzelte) in den Farben der Spielfiguren, nämlich Gelb, Violett, Grün und Orange
16 Baumeister-Fahnen (je 4 in jeder Farbe)
40 Baukarten
40 Gebäude in 7 verschiedenen Formen. Hier gibt es ein Kloster, ein Handelskontor, eine Schmiede, eine Mühle, ein Wirtshaus, einen Bauernhof und ein Wohnhaus.
88 Siegel der vier Familien (davon 8 5-er Siegeln). Die Tuchhändler sind Rot, die Gewürzhändler Oliv, die Zimmerleute haben die Farbe Schwarz und die Silberschmiede sind logischerweise Silber
44 Arbeiter, je 11 in jeder Farbe
24 neutrale Arbeite in der Farbe Beige
28 Kastell-Steine. In diese Steine müssen mit dem vorhandenen doppelseitigen Klebepunkten je ein quadratisches Siegel-Plättchen eingeklebt werden. Die Kinder taten sich schwer, die einzelnen Klebepunkte abzubekommen, daher rate ich euch hier, es entweder zusammen mit euren Kindern zu bekleben oder es ganz alleine zu machen. Lasst ihr die Kinder alleine kleben, kann es sehr leicht zu Frustration kommen.
Gold in den Werten von 1, 5 und 10

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****SPIELVORBEREITUNG****
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Bevor man so ein Spiel überhaupt einmal beginnen kann, muss man sich intensiv mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzen. Ich persönlich wäre ja für Learning by doing aber das geht hier auf keinen Fall. Hier muss man brav lesen und die Abbildungen gut studieren. Außerdem muss ich euch sagen, dass ich das Spiel teilweise gar nicht beim ersten Mal durchlesen verstanden habe, dabei halte ich mich für durchaus intelligent. Ich versuche mal, euch das ganze etwas verständlicher, als es die Bedienungsanleitung tut, zu erklären.

Vor dem ersten Spiel werden natürlich einmal alle Stanzteile aus den Stanztafeln gelöst und die Siegel Plättchen dann wie oben bereits erwähnt in die Kastellsteine eingeklebt.

Der Hersteller gibt eine Startaufstellung vor, die ich euch empfehle, auch zu nutzen, denn vor allem beim ersten Spiel ist es sonst ziemlich schwierig und mit der empfohlenen Aufstellung klappt der Einstieg dann viel besser. Also einfach den Spielplan auffalten, in die Mitte des Tisches platzieren und die notwendigen Kärtchen wie auf der letzten Seite beschrieben, aufstellen.

Der Bauplatz für das Kastell wird so in das Raster am Spielplangelegt, dass keines der Felder mit einem Zeltlager überdeckt wird. Nun erhält jeder Spieler einen Sichtschirm, sowie die 4 Baumeisterahnen und 3 Arbeiter in seiner Farbe. Die vier Fahnen werden oben an das Bauzelt gehängt, sodass sie nach Außen zeigen, die Arbeiten kommen hinter den Sichtschirm. Alle Arbeiter, auch die neutralen, die übrig bleiben, stehen einfach neben dem Spielfeld und warten hier auf ihren Einsatz. Danach werden die Steine wie in der Betriebsanleitung verteilt und die Gebäude nach Formen sortiert. Die Siegel und das Gold werden ebenfalls neben dem Spielplan bereit gelegt.

Nun werden die Baukarten gut gemischt und jeder Spieler erhält 4 Karten verdeckt auf die Hand. 3 weitere Karten werden neben dem Spielplan offen ausgelegt, der Rest kommt in einen versteckten Stapel.

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****SPIELZIEL****
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Die Spieler bauen Häuser der Stadt und das zentrale Kastell. Für den Bau der Häuser erhalten sie Siegel der vier Familien. Immer wenn ein Haus fertig gestellt ist, wird am Kastell weiter gebaut. Je nach dem Anteil, den die vier Familien am Bau des Kastells haben, ändert sich auch der Wert der Familiensiegel. Jeder Spieler kann mehrmals im Laufe des Spiels seine Siegel einlösen, wofür er Gold erhält. Sieger ist derjenige, der am Ende das meiste Gold besitzt.

So und jetzt kann es endlich los gehen:

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****ABLAUF****
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Wie bei den meisten Spielen von Ravensburger wird vorschlagen, dass der jüngste Spieler beginnt. Wir machen es auch so, was unsere jüngere Tochter immer sehr freut.

Die Aufgabe ist einfacher erklärt als es zu Beginn aussieht und wenn ihr es nicht ganz durchlesen wollt, dann reicht euch sicher diese kurze Erklärung: Es geht um das Bauen und das Besetzen von kleinen Burgen auf dem Spielfeld. Wichtig ist, dass die Burgwände auf allen Seiten von Arbeitern besetzt sind, denn nur so kann gepunktet werden. Hier kommt die Strategie ins Spiel, dass man andere Burgen oder Gebäude mitbenutzen bzw. anbauen sollte, damit man möglichst oft mitbewertet wird. Jede Runde müsst ihr überlegen, ob ihr einen Arbeiter einsetzt oder baut. Wird ein Baulager (Zelte) überdeckt, gibt es für euch einen neuen Arbeiter. Diese können auch nach und nach um ein bestehendes Gebäude platziert werden, um damit ebenfalls Siegel zu erhalten.

So: und nun die ausführlichere Erklärung für alle, die es genau wissen wollen:

Es gibt zwei Spielzüge. Einerseits ein
MUSS: Der Spieler entscheidet sich für genau eine der beiden Aktionsmöglichkeiten nämlich
Eine Baukarte ausspielen und das abgebildete Gebäude anlehnen oder
einen oder mehrere Arbeiter einsetzen
und andererseits ein
KANN: Danach kann der Spieler eine seiner vier Baumeister Fähnchen einsetzen.

**MUSS**
Gebäude anlegen
Der Spieler entscheidet sich für die Bakarte und legt das abgebildete Gebäude so, dass es entweder an ein bereits gelegtes Gebäude anschließt und / oder an einen Arbeiter, egal, welcher Farbe, anliegt. Nun wird auf das Gebäude ein Siegel gelegt, das die gleiche Farbe hat wie die ausgespielte Baukarte. Es zeigt, welche Familie quasi den Bauauftrag erteilt hat.

Die Baukarte kommt auf den Ablagestapel und scheidet aus. Danach ergänzt der Spieler seine Karten wieder auf die Zahl vier. Jetzt kann er sich entscheiden, ob er eine aus dem verdeckten oder dem offenen Stapel nimmt.

Neutrale Arbeiter
Auf dem Spielplan sind auf einigen Feldern Zeltlager abgebildet, bei denen Wanderarbeiter quasi angeworben werden können. Die Zeltlager zählen nicht als Gebäude und dürfen daher bedeckt werden. Deckt ein Spieler beim Legen eines Gebäudes ein Zeltlager ab, so darf er einen Arbeiter aus dem Vorrat nehmen.

Wie genau alles angelegt wird, beschreibt die Bedienungsanleitung sehr genau und möchte ich euch jetzt nicht wirklich damit nerven, weil der Bericht sonst den Rahmen sprengt.

Wenn der Spieler sich entscheidet, ein beliebiges Gebäude auf dem Spielplan zu bauen, dann bedeckt er sämtliche Grenzen mit eigenen oder neutralen Arbeitern. Diese Arbeiter bleiben dann das ganze Spiel über auf dem Platz und werde nicht mehr bewegt.

EIN GEBÄUDE FERTIGSTELLEN
Wird ein Gebäude durch "Gebäude anlegen" oder "neutraler Arbeiter" fertig gestellt, d.h. es ist vollständig umschlossen, so kommt es zu einer Ausschüttung und zum Weiterbau des Kastells. Ein Gebäude ist dann vollständig, wenn alle waagerecht und senkrecht benachbarten Felder besetzt sind.

Ausschüttung: Alle Spiler, die Arbeiter an diesem Gebäude platziert haben, erhalten Siegel: Jeder Spieler erhalt für jeden eigenen Arbeiter, der benachbart zu dem umschlossenen Gebäude steht, ein Siegel in der Farbe des Siegels, das auf dem Gbäude liegt. Der Spieler am Zug erhält auch noch das Siegel, das am Gebäude liegt. Neutrale Arbeiter bringen keine Siegel!

Anschließend setzt der Spieler am Zug pro neu umschlossenem Gebäude einen Kastellstein auf den Bauplatz des Kastells. Dabei ist zu beachten, dass zunächst die unterste Ebene gebaut werden muss, bevor die zweite begonnen werden kann. Der Spieler nimmt dazu einen beliebigen Kastell Stein aus dem Baumaterial für die erste Ebene und setzt ihn auf irgendein noch nicht besetztes Feld.

**KANN**
Am Ende eines jeden Zuges kann ein Spieler entscheiden, ob er eine seiner 4 Baumeister-Fahnen einsetzt. Er gibt sie ab (die Fahne ist aus dem Spiel) und erhält dafür 2 Arbeiter seiner eigenen Farbe aus dem allgemeinen Vorrat. Nun kann er, wenn er das möchte, beliebig viele seiner gesammelten Siegel einlösen. Er legt sie zurück in den allgemeinen Vorrat und erhält dafür Gold. Der Wert eines jeden Siegels wird über den aktuellen Zustand des Kastells angezeigt. Hierzu müsst ihr aufstehen und das Kastell von oben begutachten. Die Anzahl der von oben sichtbaren Felder der entsprechenden Farbe gibt den Wert eines Siegels an.

Wie genau eingelöst werden kann und auch Rechenbespiele findet ihr genau in der Beschreibung, ohne die wären wir zu Beginn an wirklich aufgeschmissen gewesen.

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****ENDE****
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Das Spielende wird eingeläutet, sobald ein Spieler den letzten Stein in die zweite Ebene des Kastells gesetzt hat. Die restlichen zwei Kastellsteine werden zum Vorrat der dritten Ebene dazugestellt. Der Spieler beendet seinen Zug ganz normal. Nun ist jeder Spierl genau noch einmal an der Reihe - zuletzt derjenige, der das Ende quasi eingeläutet hat. Wenn in dieser letzten Runde Gebäude vollständig umschlossen werden, werden Steine aus dem Vorrat für die dritte Ebene verbaut. Nach dieser letzten Runde endet das Spiel. Es beginnt die Abschlusswertung.

Es gewinnt derjenige Spieler, der nun das meiste Gold gesammelt hat. Bei Gleichstand gibt es einfach mehrere gewinner.

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****PÄDAGOGISCHER SINN****
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Wenn ihr mich kennt, dann wisst ihr, dass bei mir ein Spiel zumeist pädagogisch sinnvoll sein muss, damit ich es gerne spiele.

Hier wird vor allem die Taktik geschärft. Es gilt zu überlegen, wie ich ein Gebäude lege, wie viele Arbeiter ich einsetze, wann ich die Ausschüttung beantrage und wann es Zeit ist, eine Baumeister-Fahne einzusetzen.

Weiters wird die Beobachtungsgabe gesteigert, denn die Spieler müssen genau schauen, welcher Spieler welche Spiegel sammelt. So könnt ihr nämlich ganz gezielt deren Wert durch das Setzen von anderen Kastellsteinen verringern.

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****FAZIT****
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Also ich kann euch getrost sagen, dass Spiel und die Spielanleitung liest sich komplizierter, als es eigentlich ist. Ich hoffe, ich habe euch hier nicht mit zu vielen Details genervt, aber ich habe versucht, es wenigstens einigermaßen verständlich zu machen und das gelingt der Spielanleitung nicht immer. Dennoch denke ich, dass es nur Sinn macht, wenn man das Spiel direkt in der Hand hat und so noch einmal nachlesen kann, wie es nun denn wirklich gespielt wird.

Das Material ist sehr gut, auch die generelle Aufmachung des Spiels gefällt uns gut. Sowohl der Spielplan als auch die Figuren als auch die Zeichnungen zeigen von hoher Qualität, was ich von Ravensburger aber auch gewöhnt bin. Dennoch möchte ich hier auch noch die schwierige Farbunterscheidung bemängeln, da hätte man vielleicht doch besser Signalfarben eingesetzt. Außerdem wären Holzfiguren nett gewesen anstelle des Plastiks, das hätte meiner Meinung nach noch besser zum Spiel gepasst.

Mir persönlich dauert es zu lange, bis man eigentlich mal richtig loslegen kann. Außerdem sind die Regeln zu Beginn etwas verwirrend und man braucht schon eine Zeit, bis man sie verinnerlicht hat. Vor allem beim ersten Mal spielen scheint es eine richtige Tortur zu sein. Für das Spiel an sich muss man sich dann auch noch Zeit nehmen, denn wenn vier Leute spielen, dann dauert es gut und gerne eine Stunde, wenn nicht länger.

Wir haben sehr wenige Strategiespiele zu Hause und somit freuen wir uns sehr über das Geschenk. Zu Beginn dachte ich zwar nicht, dass wir es oft spielen werden, aber das eine oder andere Mal, vor allem am Wochenende, holen wir es dann doch wieder hervor.

Wir haben das Spiel nicht gekauft, aber bei www.amazon.de wird der Preis für ein neues Spiel mit Euro 23,99 angegeben.

Aufgrund der erwähnten Mängel aber dennoch ein Punkt Abzug von mir, aber dennoch eine Empfehlung!

Wie immer lieben Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren,
eure
Dani

Fazit: empfehlenswert