Piatnik - Palermo
Palermo - eine altitalienische Stadt in Aufruhr - Piatnik - Palermo Brettspiel

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Piatnik Brettspiele

Neuester Testbericht: ... Rolle er sich befindet. -----SPIELZIEL:----- Die Mörder gehören zusammen und versuchen, nach und nach alle Bürger umzubringen. Gelingt... mehr

Palermo - eine altitalienische Stadt in Aufruhr
Piatnik - Palermo

dheide2

Name des Mitglieds: dheide2

Produkt:

Piatnik - Palermo

Datum: 08.02.02, geändert am 08.02.02 (72 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: für lau, keine Materialien

Nachteile: nur mit vielen Teilnehmer spielbar

Dieses prämienreife Gruppenspiel habe ich vor einigen Jahren kennen gelernt und ist für gemütliche Abende am offenen Kamin bestimmt. Es beruht auf freier Erfindung und benötigt lediglich eine Mindestanzahl von 8 Spielern jeden Alters. Besonders Laune macht es mit mehr als 12 Personen und wer nicht genug von Palermo bekommen kann spielt es mit 25 oder mehr Leuten (Erfahrung!!!!!) ? also das perfekte Spiel für Freizeiten oder Wochenenden. Es ist einfach irre und bei jedem Durchgang neu spannend, da ständig neue Phantasiegeschichten entstehen und kein Spiel wie das andere ist.

Das Spiel kann in 30 Minuten gespielt werden - vor allem bei sehr vielen Teilnehmern dauert es aber bis zu 2 Stunden. Also für Verpflegung muss gesorgt sein!

Das Spiel ist vom Ablauf eigentlich ganz einfach, ich versuche es verständlich zu erklären:


-----SPIELVORBEREITUNG:-----

Jede Person bekommt per Losverfahren eine Rolle zugeordnet, in welcher er sich im Spiel in Palermo (in Italien) zu geben hat. Die Identitäten sind den anderen Spielern nicht bekannt und müssen verschwiegen werden.
Folgende Rollen werden gelost:
- Mörder
- Bürger
- eventuell Detektiv
- ein Spielleiter wird vorweg bestimmt; dieser spielt nicht mit und organisiert den Spielablauf

Zunächst vernachlässige ich den Detektiv.
Gemäß Anzahl der Spieler werden Loszettel ausgefüllt mit Bürgern und Mördern. Die Anzahl der jeweiligen Mörder werden nach Spielteilnehmern entschieden, Anhaltswerte:
< 8 Personen: 1 Mörder
8 ? 18 Personen: 2 Mörder
> 18 Personen: 3 Mörder
Die übrigen Rollen fallen logischerweise auf den Bürger ab.

Jeder zieht nun verdeckt einen Zettel und weiß in welcher Rolle er sich befindet.


-----SPIELZIEL:-----

Die Mörder gehören zusammen und versuchen, nach und nach alle Bürger umzubringen. Gelingt Ihnen das, haben sie gewonnen.
Gleichermaßen versuchen die Bür
ger sich zu behaupten und die Mörder zu stellen. Sind alle Mörder gefaßt, haben die Bürger gewonnen.

Der Reiz des Spiels besteht darin, dass die Bürger nicht wissen wer Mörder ist und alles auf Vermutung beruht. Die Mörder geben sich verständlicherweise als unbescholtene Bürger aus, doch durch Vergleiche und Rückschlüsse kann man ihnen auf die Schliche kommen.


-----START DES SPIELS:-----

Der Spielleiter dirigiert: ?Es wird Abend in Palermo und alle Bürger gehen schlafen.?
Alle Spieler senken den Kopf und schließen die Augen.

Spielleiter: ?Es ist Mitternacht, die Mörder wachen auf und suchen sich ein Opfer.?
Nur die Mörder öffnen die Augen und suchen sich geräuschlos durch Fingerzeig eine Person aus, die umgebracht werden soll, und legen sich anschließend wieder Schlafen. Der Spielleiter beobachtet das Geschehen und merkt sich das Opfer.
Spielleiter: ?Die Mörder gehen wieder schlafen.?

Spielleiter: ?Es wird Morgen in Palermo und alle Bürge wachen auf ? bis auf ... [die von den Mördern getötete Person wird benannt]. Die Diskussion ist eröffnet.?

Leider ist für das Opfer das Spiel hier schon zu Ende. (Die bemitleidenste Person von allen)


-----SPIELVERLAUF:-----

Jetzt sind alle aufgefordert, durch Diskussion und Anschuldigungen herauszubekommen, wer die Mörder sind. Dies geschieht rein durch Unterhaltung, dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wird jemand von einem anderen Spieler beschuldigt, so versucht er sich zu rechtfertigen und versucht, das Augenmerk von sich zu lenken. Das Spiel ist an dieser Stelle ungelenkt und jeder darf reden, wann und zu wem er möchte.
Ein Tip an dieser Stelle: Am meisten Spaß bringt das Spiel, wenn man Rollen, die einem von anderen Spielern durch Anschuldigungen auferlegt werden nicht abstreiten, sondern annimmt und versucht, gerade dadurch zu widerlegen. So bekommt man etwa seinen Beruf durch Phantasien anderer und bleibt daran.


Sind einige Personen in der Diskussion beschuldigt worden (ca. 5 Minuten Spieldauer), so greift der Spielleiter ein und stellt die drei Personen mit den meisten Anschuldigungen auf und befördert diese auf die Anklagebank. Durch Abstimmverfahren aller Bürger (dazu zählen verständlicherweise auch die Mörder) wird eine Person als schuldig erklärt.
Vorweg jedoch hat jede Person bis zu 60 Sekunden Zeit, sich durch eine Verteidigungsrede zu verteidigen ? wichtig: Nur der Angeklagte ist dran!
Sind die Verteidigungen abgelaufen, so wird durch Mehrheitsentscheid per Handzeichen ein Schuldiger ermittelt, welcher umgebracht wird. Jeder Spieler hat eine Stimme und muss diese verwenden.

Jetzt die spannende Frage: Wurde ein Mörder angeklagt und umgebracht oder war es ein unbescholtener Bürger ? der Spielleiter gibt Auskunft.

Sind hierdurch noch nicht alle Mörder vernichtet, so beginnt die zweite Runde, es wird Nacht und die Mörder schlagen ein zweites Mal zu (siehe START DES SPIELS). Dieser Zyklus wird unter Verlust an Teilnehmern (durch Mörderattacken nachts und das Gericht aller Bürger tagsüber) bis zum Ende des Spiels durchgehalten.


-----SPIELHILFEN:-----

strategischer Gedankenzug:
Mörder machen sich auffällig durch Morde an Personen, von denen sie in der Vorrunde beschuldigt wurden. Bei Wiederholungen müssten dies Erkennungsmerkmale für die Bürger sein.


-----VARIANTEN:-----

Da die Mörder das Rennen meist für sich entscheiden, läßt sich bei Einsatz eines DETEKTIVES ein Gegengewicht zu Gunsten der unbescholtenen Bürger erreichen. Vor Beginn des Spiels wird auf ein Bürgerlos der Detektiv geschrieben. In der allerersten Nachtphase ruft der Spielleiter nachdem die Mörder wieder eingeschlafen sind einmalig den Detektiv auf. Dieser blickt einmal auf und gibt sich dem Spielleiter zu erkennen. Der Spielleiter zeigt ihm geräuschlos per Fingerzeig den/ die Mörder.
Im Spiel darf der Detektiv sich nicht z
u erkennen geben und darf nicht erkennen lassen, dass er weiß wer die Mörder sind. Er kann lediglich unauffällig die Diskussion mitbeeinflussen und bestimmen. Bei der Abstimmung hat er natürlich auch eine Stimme, welche er sinnvollerweise gegen einen Mörder einsetzen wird.

Eine weitere Hilfe gibt es, wenn jede von den Mördern umgebrachte Person einen letzten Tip abgeben kann, wer wohl sein Mörder gewesen sein könnte.

Varianten zur Steigerung der Phantasie, der Ausdehnung der Geschichte oder einfach dem Anreiz nach größerem Spielspaß lassen sich natürlich frei dazu erfinden; beispielsweise kann jede umgebrachte Person mitteilen, auf welche Art und Weise sie umgekommen ist.



Das ganze Spiel besteht also aus einem Rollenspiel in einer altitalienischen Stadt Palermo.
Der einzige Nachteil an dem Spiel besteht für die Personen, die sehr früh aus dem Spiel ausscheiden und nur noch zuschauen können und sich über die erfundenen Storys amüsieren können.


Also, viel Spaß beim Spielen.

Fazit: