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Produkttyp: Kosmos Brettspiele
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Der Weg der Steine
Kosmos - Keltis

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Kosmos - Keltis
Datum: 22.03.11
Bewertung:
Vorteile: ...leicht zu lernen, stabiles Spielmaterial, kurzweilig, keine ewig lange Spielzeit...
Nachteile: ...nichts für reine Taktiker, da auch das Glück eine Rolle spielt...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Nachdem ich bereits von der Videospielumsetzung zum Brettspiel Keltis berichtet habe, möchte ich euch natürlich auch noch das Original ans Herz legen: Das Brettspiel Keltis von Reiner Knizia. Ich habe es mir bereits 2008 zugelegt, nachdem es zum Spiel des Jahres gewählt wurde. Was es damit genau auf sich hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen...
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| ° Keltis
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2008 wurde das Brettspiel von Reiner Knizia zum Spiel des Jahres gewählt. Das an sich sehr simple Spielprinzip fesselt dabei vor allem mit mehreren Spielern und sorgt immer wieder für kurzweilige Partien. Es geht kurz gesagt darum dem Pfad der Steine möglichst lange zu folgen und dabei Punkte zu sammeln. Die Spielsteine bewegt man auf dem Pfad vorwärts, indem man die Karten auf der Hand in Zahlrenreihen auslegt. Man muss sich dabei allerdings entscheiden, ob man die Karten aufsteigend oder absteigend auslegen möchte und kann sich später nicht mehr umentscheiden. Jeder angefangene Pfad bringt dabei erst einmal Minuspunkte und erst ab einem gewissen Abschnitt sammelt man Punkte in der Wertung. Ein gewisses taktisches Vorgehen gehört schon dazu, da man somit nicht munter auf jeden Pfad setzen, sondern sein Vorgehen planen sollte. Zudem sind alle Pfade unterschiedlich und warten teils mit Bonusfeldern und steinen auf die Spieler. Natürlich ist auch ein wenig Glück notwendig, denn es kommt auch drauf an welche Karten man zieht und wie gut man ablegen kann.
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| ° Allgemeine Infos
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Name: Keltis
Autor: Reiner Knizia
Hersteller: Kosmos
Jahr: 2008
Material: Holz, Karton, Papier
Auszeichnung: Spiel des Jahres 2008
Spielerzahl: 2-4
Geeignet ab 10 Jahren
Dauer: ca. 30 Minuten
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| ° Inhalt
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1 Spielanleitung
1 Spielbrett
110 Karten (zweimal die Zahlen 0 bis 10 in jeweils fünf verschiedenen Farben)
20 Figuren in vier Spielerfarben (mit je einer großen Figur und vier kleinen)
4 große Kleeblätter
4 Wertungssteine
25 Wegekärtchen (9 Steinkärtchen, 9 Sprungkärtchen sowie 7 Punktekärtchen
Zum Spielmaterial ist zu sagen, dass ich damit insgesamt gesehen wirklich zufrieden bin. Das Spielbrett selbst ist aus einem stabilen Karton, der einiges aushält. Die Karten selbst sind aus einem festen Papier, wie man es von Spielkarten her kennt. Sofern man sorgfältig mit ihnen umgeht, hat man auch hier keine Beschädigungen zu befürchten. Die Kärtchen selbst sind aus Karton gefertigt und somit ebenfalls sehr stabil. Die Figuren sind aus Holz, was gut zum Spiel selbst passt und was ich auch immer wesentlich angenehmer finde als wenn man diese aus Plastik hergestellt hätte. Außergewöhnlich sind übrigens die Farben für die verschiedenen Spieler, denn anstelle von Rot, Blau, Gelb und Grün setzt man hier auf Weiß, Schwarz, Braun und Grau. Ich finde diese Abwechslung durchaus ansprechend und passend zum restlichen Design des Spiels.
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| ° Spielprinzip
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Anfangs habe ich das Spielprinzip von Keltis bereits einmal kurz erläutert. Nun möchte ich noch einmal etwas ausführlicher darauf eingehen. Allerdings will ich das Spiel nicht komplett erklären, denn dafür gibt es ja die Spielanleitung. Diese ist übrigens sehr ungewöhnlich und kurz gehalten, daber aber absolut verständlich und leicht gehalten. Keltis wirbt auch damit, dass man es sehr schnell erlernen und somit recht schnell loslegen kann, ohne zuvor stundenlang eine Anleitung studieren zu müssen.
Prinzipiell läuft das Spiel so ab, dass man seine Handkarten der Reihe nach ausspielen und dabei darauf achten muss, dass man diese möglichst in einer Reihe ablegt. Ob man dabei mit der höchsten oder der niedrigsten Karte beginnt, ist jedem Spieler selbst überlassen. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass man die Richtung später nicht noch einmal ändern kann. Man darf Zahlen überspringen, später diese jedoch nicht mehr in die Reihe einfügen. Wer also beispielsweise bereits von seinen grünen Karten die 10, 9, 7 und die 5 ausgelegt hat, darf sobald er eine grüne 8 zieht diese nicht mehr ablegen. Diese Karte ist somit wertlos und muss entweder vorerst auf der Hand behalten oder im nächsten Zug auf den Ablagestapel gelegt werden. Andere Spieler dürfen jedoch diese Karte vom Stapel aufnehmen, sofern sie diese benötigen können. Hier kommt eine taktische Komponente ins Spiel, da man natürlich aufgrund der bereits abgelegten Karten der anderen Spieler darauf achten sollte, ob man eine für sich wertlose Karte wirklich ablegt und damit einem anderen Spieler einen Zug ermöglicht oder die Karte lieber noch ein wenig behält und sie erst dann ablegt, wenn sie niemand sonst brauchen kann. Wenn es zwar auch keine direkte Interkation der Spieler miteinander gibt, so sorgt diese indirekte Interkation meiner Meinung nach trotzdem für die gewisse taktische Komponente.
Pro ausgespielter Karte darf man einen Spielstein auf dem Spielfeld um eine Feld nach vorne bewegen. Da die Wegekärtchen vor jedem Spiel neu verteilt werden, gleichen die Pfade dabei niemals denen aus dem vorherigen Spiel. Man muss sich also jedes Mal aufs Neue überlegen, auf welche Pfade man seine Steine schickt. Hierbei spielt natürlich auch eine Rolle von welcher Farbe man die meisten Karten auf der Hand und wo man sich eine möglichst lange Kartenreihe verspricht. Denn die ersten Felder auf jedem Pfad bringen Minuspunkte ein und erst später kommt man mit seinen Steinen in den Plusbereich. Wer also gleich zu Beginn alle Steine ins Spiel bringt, hat erst einmal ordentlich Minuspunkte eingefahren. Fehlen dann später die Karten einer bestimmten Farbe und man kann seinen Stein nicht mehr aus dem Minusbereich bringen, bevor das Spiel endet, kassiert man ordentlich Minuspunkte, die einem den Sieg kosten können. Das Spiel endet übrigens, sobald entweder keine Karten mehr auf dem Nachziehstapel vorhanden sind, was in der Praxis eher selten vorkommt. Alternativ dazu ist das Spiel auch zu Ende, sobald fünf Steine im speziell markierten Zielbereich des Spielbretts angekommen sind.
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| ° Meine Meinung
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Das simple Prinzip von Keltis hat mich von Anfang an überzeugt. Ich finde es gut, dass das Spiel wirklich schnell erlernt ist, so dass es auch Kinder schon schnell begreifen und mitspielen können. Durch die variabel gesetzten Wegkärtchen kommt auch in jeder Runde wieder eine gewisse Abwechslung ins Spiel, so dass jede Partie anders verläuft. Gerade mit vier Spielern wird Keltis dabei interessant, da man viel mehr auf die Aktionen der anderen Spieler achten und sich genau überlegen muss, ob man eine für einen selbst wertlose Karte jetzt schon ablegt oder erst später. Die Spielzeit beträgt wie angegeben ca. 20 bis 30 Minuten, wobei es mit vier Spielern etwas länger dauert als nur mit zwei Spielern. Das ist durchaus in Ordnung und man kann es auch mal schneller "einfach so zwischendurch" spielen, als wenn man jetzt beispielsweise das eher langwieriger "Siedler von Catan" aufbaut. Gerade Kinder verlieren dann bei längerer Spielzeit doch eher die Lust daran. Für sie sind die kurz gehaltenen Runden "Keltis" besser geeignet wie ich finde. Doch auch als Erwachsener hat man seinen Spaß mit dem Spiel und spielt an einem Spieleabend einfach bei Bedarf gleich mehrere Runden Keltis. Das hat auch den Vorteil, dass es nicht nur einen Gewinner geben kann, sondern in mehreren Runden auch verschiedene Mitspieler als Sieger vom Platz gehen können. Gerade an einem Spieleabend finde ich dabei Keltis als eher lockere und leichte Unterhaltung als Abwechslung zu stärker taktisch geprägten Spielen ziemlich gut, da somit ein wenig frischer Wind in die Riege der Brettspiele kommt. Und wenn man zu fortgeschrittener Stunde noch ein Spiel beginnen möchte, greift man dank der nicht allzu langen Spielzeit ebenfalls gerne zu Keltis. Hier weiß man einfach, dass man dann nicht noch geschlagene zwei oder drei Stunden an einem Spiel sitzt, sondern kann die Spielzeit relativ gut überschauen.
Natürlich ist auch Keltis nicht als perfektes Spiel anzusehen und im Endeffekt ist es immer Geschmackssache, ob man das Spielprinzip mag oder nicht. Mir jedenfalls hat es gut gefallen und ich war ehrlich gesagt auch überrascht, wie viel Spaß das doch sehr simple Spielprinzip in der Praxis macht. Die Auszeichnung "Spiel des Jahres" hat Keltis meiner Meinung nach durchaus verdient, wobei es auch schon bessere "Spiele des Jahres" gab. Persönlich muss ich sagen, dass ich den Titel im betreffenden Jahr eigentlich dem Spiel "Stone Age" gegönnt hätte. Im direkten Vergleich gefällt mir dieses nämlich durch die taktischere Komponente bessser als Keltis. Man muss aber dafür auch sagen, dass "Stone Age" länger dauert, der Einstieg nicht ganz so leicht ist und das Glück weniger eine Rolle spielt. Von daher ist die Entscheidung der Jury durchaus nachvollziehbar.
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| ° Fazit
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Insgesamt gesehen kann ich Keltis somit allen Spielern empfehlen, die auf der Suche nach einem kurzweiligen Brettspiel sind, welches sich nicht über mehrere Stunden hinweg zieht, sondern auch mal eher kurzfristig gespielt werden kann. Anfänger lernen dank dem simplen Spielprinzip die Regeln binnen kurzer Zeit. Die variabel gesetzten Wegkarten sorgen dafür, dass jede Runde neu verläuft. Taktik und Glück halten sich bei Keltis in etwa die Waage, so dass man durchaus taktieren kann, durch Glück beim Ziehen der Karten jedoch auch Taktiknieten durchaus mal einen Sieg feiern dürfen. Ich vergebe für das Spiel des Jahres 2008 somit hoch verdiente vier Sterne.
In diesem Sinne...
Stay dark!
The-Master-of-the-Stones
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen vom rechten Pfad abkommen... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit geht seinen Weg.
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