


Produkttyp: Hasbro Brettspiele
Neuester Testbericht: ... eine Kette und der Spieler der das zweite gebaut hat kann das Unternehmen wählen und bekommt eine Freiaktie. Es ist auch möglich durch Ver... mehr
Bau auf, bau auf ...
Hasbro - Acquire

Autor-Name: "461927
Produkt:
Hasbro - Acquire
Datum: 21.05.01, geändert am 21.05.01 (160 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: gute Ausstattung, gereift
Nachteile: teilweise unübersichtlich
... schallte einst Honeckers Lieblingslied durch die Lande. Aber nicht nur im roten Osten und im sparsamen Schwaben war Bauen stets eine Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Zuletzt hinterließ der menschliche Bautrieb im ganzen Land seine Spuren - virtuell und mit geradezu spielerischer Leichtigkeit.
Acquire
Spielmechanismus
Es wird auf den Würfel verzichtet wird - Aktionskarten bestimmen die Zugmöglichkeiten. Strategische Möglichkeiten sind hierbei bei Acquire geringer, dafür ist der Spielstand teilweise schwerer zu durchschauen.
Es kommt im wesentlichen auf das Glück an, welche Aktionskarten man am Anfang erhält und welche man dann nachzieht.
Spielausstattung
Es existiert ein großer und übersichtlicher Spielplan, klare und gut handhabte Aktionskarten, sehr klare Spielregeln, und Plastiksteine.
Acquire hat eine aufwendige Ausstattung, die aber auch sehr verwirrend ist, denn die verschiedenen Farben der Hotels haben letztendlich keinerlei Bedeutung.
Leider wird die Spielplan von Acquire im Laufe des Spiels - also mit zunehmender Bebauung - immer unübersichtlicher: man kann nach und nach die Nummern der bebauten Flächen nicht mehr identifizieren. Aber bei nüchterner Betrachtung muss man zugeben, dass dieses Manko durch die bessere Übersichtlichkeit und klarere Spielgestaltung aufgehoben wird.
Aktualität und Preisgestaltung
Acquire : ein Oldie im neuen Gewand: 30 Jahre (1963) und neu aufgelegt und - dank
breiter Werbeunterstützung - top aktuell.
Das Spiel zeichnet sich durch seine Reife aus. Man merkt, daß hier viele Teststationen durchlaufen wurden ( allein in Deutschland : 79: Acquire, 84: Hotelkönige, 88: Hotelhaie ). Auch entstanden in diesen Jahren reizvolle Varianten, die das Spiel - und die Investition - interessanter machen. Fazit
Acquire - seit 1979 im Schmidt-Spiele Verlag - kann sich so sicher die nächsten 30 Jahre weiter behaupten. Zu wünschen w
äre ein etwas moderaterer Preis, damit es sich auch Wolfgang Normalspieler leisten kann.
Inhalt:
Da zu dem Spielen alles ,bis auf das Spielprinzip, gesagt wurde, hier jetzt die technische Vorstellung:
Das Spielfeld ist ein Gitterfeld von 108 Feldern, von a1 bis i12 nummeriert. Für jedes dieser Felder gibt es eine Hotelkarte - um ein Hotel auf ein Feld zu setzen, braucht man die entsprechende Karte. Zu Beginn hat jeder 6 Hotelkarten. Durch spielen einer Karte baut der Spieler ein Hotel, oder - falls direkt neben einem Hotel - gründet er eine Hotelkette, oder - wenn an eine Kette angelegt - erweitert er eine Hotelkette. Beim bilden einer neuen Hotelkette wird ein Name (von 8) ausgewählt - diese Kettennamen haben unterschiedliche Wertigkeiten, die Einfluss auf den Wert der Aktien und - bei Fusionen - der ganzen Kette hat. Die Hotelsteine sind von unterschiedlicher Farbe und Größe, diese haben aber keinerlei Einfluss auf den Wert oder Besitz der Hotels. Geld gibt es für diese Aktionen keines. Anschließend kann der Spieler beliebige Aktien bestehender Ketten kaufen. Zum Abschluss jedes Spielzuges erhält der Spieler eine neue Hotelkarte.
Hotelketten gehören niemandem direkt, nur durch den Besitz von Aktien kann man Mehrheitsaktionär sein. Dies spielt eine Rolle bei Fusionen: wird eine Hotelkarte zwischen den angrenzenden Hotels von zwei Ketten gelegt, führt das automatisch zu einer Fusion. Die größere Kette (gemessen an der Zahl der Hotels) übernimmt immer die kleinere. Die Aktionäre der kleineren Kette werden entsprechend einer Wertetabelle ausgezahlt - die einzige Möglichkeit neues Geld zu bekommen. Die Aktionäre haben jetzt die Möglichkeit, ihre Aktien zu verkaufen, im Verhältnis 2:1 gegen Aktien der größeren Kette zu tauschen, oder zu behalten, als Vorgriff auf eine zu gründende neue Kette mit diesem Namen. Hotelketten mit mehr als 10 Hotels können nicht mehr übernommen werden.
Spielende ist, wenn entweder eine Hotelkette a
us 41 oder mehr Hotels besteht, oder alle Ketten 10 oder mehr Hotels besitzen und damit keine neuen Ketten mehr gebildet werden können. Jetzt werden alle Mehrheitsaktionäre entsprechend der Tabelle ausgezahlt, dann die Aktien in Geld umgewandelt und alles Geld der Spieler gezählt: Sieger ist der mit dem meisten Geld.
In der Spielregel gibt es außerdem noch zwei Spielvarianten vom Autor Sid Sackson, womit dieses Spiel noch interessanter wird.
Nun einmal etwas Recherche zum Autor:
Sid Sackson, Jahrgang 1920, ist der vielleicht bedeutendste Spieleautor der Welt. Sein erstes Spiel erfand er bereits im Alter von sechs Jahren, und bis heute sind es hunderte geworden.
Daneben besitzt Sackson auch noch die wahrscheinlich größte private Sammlung von Spielen und Spielebüchern der Welt. Sie enthält rund 15.000 Spiele; hinzu kommen noch einmal 50.000 weitere, über die er schriftliche Aufzeichnungen besitzt.
Seinen Beruf als Ingenieur gab Sackson 1970 auf, um sich seitdem nur noch den Spielen zu widmen. Er erfindet aber nicht nur Spiele, sondern schreibt auch als einer der größten Experten Artikel und Bücher zu seinem Spezialgebiet. Sein legendäres A Gamut Of Games (Spiele anders als andere) etwa avancierte regelrecht zu einem Kultbuch der Spielefans.
Es ist unmöglich, auch nur die in Deutschland veröffentlichten Sackson-Spiele hier aufzulisten. Es sind einfach zu viele.
Beinahe in jedem Jahr erscheint mindestens ein neues. Sein FOCUS wurde 1981 zum "Spiel des Jahres" gekürt; besonders erfolgreich war ACQUIRE. ACQUIRE ist mittlerweile 35 Jahre alt, und es zählt nach wie vor unter Kennern zu den besten Brettspielen überhaupt. Neu aufgelegt wurden unter anderem auch Sacksons tolle Kartenspiele SLEUTH, MONAD und VENTURE. Im franjos-Verlag erschien 1992 mit WU HSING ein weiteres Sackson-Spiel, und das ist die wohl schönste moderne Domino-Variante. Zu den modernen Klassikern kann man aber getrost auch CAN´T STOP
zählen, das seit 1991 im franjos-Programm ist.
Zum Spiel:
Autor: Sid Sackson
Aufbaustrategie
Verlag: Schmidt Spiele
Preis: ca. 90,- DM
Zeit: 60 – 120 Min.
Anzahl Spieler: 2-6
Alter: Ab 1
Fazit:
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