Steinberg MyMP3 3.0
My MP3 3.0 - Komplettlösung mit Macken - Steinberg MyMP3 3.0 Brennsoftware

Produkttyp: Steinberg Brennsoftware

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My MP3 3.0 - Komplettlösung mit Macken
Steinberg MyMP3 3.0

MGoerdeler

Name des Mitglieds: MGoerdeler

Produkt:

Steinberg MyMP3 3.0

Datum: 20.03.02, geändert am 25.03.02 (824 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Komplettlösung, Viele Einstellmöglichkeiten

Nachteile: Brennerprogramm schwach, Encoder schwach, Handbuch mager

My MP3 ist strenggenommen nicht ein Programm, sondern ein ganzes Bündel, das einem den Umgang mit seinen MP3 vereinfachen soll.

Obwohl es das Programm in der nunmehr dritten Auflage erscheint, hat es einige eklatante Schwachpunkte. Andere Programmteile sind aber recht gut geraten, so dass jeder für sich selbst überlegen muss, ob er wirklich die 30 EUR investieren möchte. Deshalb ist mein Bericht auch recht ausführlich.

Installation: Bei Windows 98 kein Problem
Preis: 26,99 EUR (bei www.smm.de)

Enthalten sind ein Spieler („Player“), ein Verwaltungstool („Pool“), ein Schnitteditor („Editor“), ein Recorder, ein Brennprogramm, ein Layoutprogramm („Labeleditor“), ein Effektgerät („VST“), ein FTP- Programm, Visualisierung und die Unterstützung von tragbaren MP3- Geräten.

In Ermangelung eines entsprechenden Internetanschlusses habe ich mit dem FTP- Programm keine Erfahrungen gemacht. Auch habe ich keinen echten MP3- Spieler, sondern einen tragbaren CD-Spieler der auch MP3 unterstützt, so dass ich den verheißungsvollen „MP3-Hardware-Player-Support“ nicht ganz testen konnte.

Allgemein bietet das Programm die nützliche Möglichkeit, die allermeisten Funktionen mit Tastaturbefehlen seiner Wahl zu verknüpfen.

Dafür fällt das Handbuch sehr knapp aus, was aber Nutzern, die sich ein Programm lieber intuitiv erarbeiten entgegen kommt.

Herzstück ist natürlich der Player, ein Abspielgerät mit allerlei Schnickschnack. Erwähnenswert ist die Option, die angezeigten Informationen wie Spielzeit, Bitrate, Titel, Album, Künstler, Genre u.s.w. selbst auszusuchen und nach diesen dann auch die Abspielreihenfolge zu sortieren. Negativ ist, dass das Fenster sich in der Breite nicht einstellen lässt, so dass bei der Anzeige von vielen Informationen scrollen unvermeidlich wird.

Auch den Wiedergabepuffer kann man in der Größe selbst variieren. Wenn man
beim Arbeiten nebenbei Musik hören will, empfiehlt sich ein großer Puffer, will man in einem Track bestimmte Stellen suchen, beschleunigt ein kleiner Puffer den Wechsel auf die nächste Stelle. Ausfälle in der Wiedergabe erkennt das Programm selbstständig und schlägt die Vergrößerung des Puffers vor.

Der sogenannte Pool durchstöbert den ganzen Rechner nach Musikdateien und ermöglicht ziemlich bequem die Erstellung von Playlisten. Auch sortiert er verstreute Tracks nach Künstler, Album oder Musikrichtung, so dass man sich das Erstellen eigener Verzeichnisse sparen kann. Wer auf seinem Rechner die Übersicht über seine MP3 verloren hat, hat mit diesem Tool eine echte Hilfe.

Wirklich bemerkenswert ist der sogenannte Editor, der einem das Schneiden und Blenden von MP3 ermöglicht. Die Bedienoberfläche ist einigermaßen intuitiv bedienbar, lediglich die vier verschiedenen Blendkurven verwirren. Zudem ist das Menü, in dem man die Intensität der Kurve einstellen kann, etwas versteckt. Anfangs sind 2% eingestellt, was sicherlich kein praxisgerechter Wert ist.

Dieses Feature ist bei Programmen wie Edsonwave (für .wav- Dateien) wesentlich intelligenter gelöst worden. Dort gibt es nur die Wahl zwischen einer linearen und einer progressiven Blendkurve, was in Verbindung mit einer einstellbaren Intensität in der Praxis völlig ausreicht.
Dort reicht ein Klick und die Kurve steht.
Ansonsten kann man mit dem Editor zielgenau und sehr fix schneiden.

Leider fehlt die Möglichkeit auf ein vorgegebenes Level zu normalisieren, das heißt für den Spitzenpegel ein Maximalwert (in Prozent) anzugeben und das gesamte Stück auf diese Höhe anzugleichen. Dafür existiert aber die Möglichkeit, ganze Playlisten mit dem sogenannte Meta- Normalising auf eine Höhe zu bringen, was in der Praxis wahrscheinlich einfacher ist. Da das Brennprogramm aber nicht richtig läuft, konnte ich das leider niemals ausprobieren.

Der Recorder nimmt ein anliegendes Signal
direkt in einem MP3 Format auf, eine Möglichkeit die ich so noch nicht gefunden habe. Eine Zeitsteuerung fehlt leider.
Dafür lässt sich wohl auch Internetradio damit aufnehmen (leider macht das mein Modem nicht mit).
Obwohl sowohl bei der Aufnahme als auch bei dem Konvertieren in MP3 sich eine variable Bitrate vorwählen lässt, erhält man manchmal ‚nur’ ein Ausgangssignal mit konstanter Rate von 128 kbps. Hier scheint der entsprechende Encoder irgendwie nicht richtig implementiert zu seien, oder das Programm zieht die Notbremse, wenn das System nicht schnell genug ist (siehe Support).

Auch das eingebaute Brennprogramm von My MP3 konnte mich nicht überzeugen. Für das brennen von .wav- Dateien nahm sich das Programm sehr viel Zeit und mit meinem Brenner kam es auch nicht klar, es gab beim Simulieren des Brennvorganges sofort Fehlermeldungen. Burnproof wird auch nicht unterstützt. Da bleibe ich doch lieber bei Nero.

Der Labeleditor für das erstellen von CD- Cover verlangt eine gewisse Einarbeitungszeit, dafür belohnt er aber mit sehr detailreichen Einstellungsmöglichkeiten.

Der Support lässt zu wünschen übrig. Das Formular im Internet ist ungünstig gestaltet, da es zu wenig auf die Besonderheiten des Programms eingeht. So wird eine Seriennummer angefragt, die es gar nicht hat.
Anfragen per Email werden schnell oder gar nicht beantwortet. Offensichtlich hat der Support nicht mehr Ahnung als ein geübter Anwender. Feinheiten, wie die Frage warum die Aufnahme mit VBR nur bis zu einer gewissen Rate funktioniert, darüber aber nur eine Aufnahme mit 128 kbps ConstantBitRate als Ergebnis entsteht, beantwortet weder das Handbuch noch der Support.

Fazit: Überzeugen konnten mich der Editor, der Recorder und der Pool. Der Rest von dem Programm ist mindestens in gleicher Qualität bei kostenlosen Programmen zu haben. Dafür gelingt es dem Programm aber, alle Komponenten sehr harmonisch und übersichtlich zusammen zu führen. <
br><br>Wenn man erst einmal alle Einstellmöglichkeiten entdeckt hat, kann man eigentlich alles in dem Programm einstellen. Da ich mir das Programm eigentlich zum Aufnehmen von Radiosendungen und anschließendem Schneiden von MP3 gekauft habe, bin ich ganz zufrieden.

Fazit:

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