Roxio Videowave Movie Creator
Videoschnitt für den Einsteiger - Roxio Videowave Movie Creator Brennsoftware

Produkttyp: Roxio Brennsoftware

Neuester Testbericht: ... fällt auf, dass mit Starten der Software auch gleich eine Internet-Verbindung geöffnet wird. Roxio möchte offensichtlich... mehr

Videoschnitt für den Einsteiger
Roxio Videowave Movie Creator

schorschl05

Name des Mitglieds: schorschl05

Produkt:

Roxio Videowave Movie Creator

Datum: 22.10.06, geändert am 16.06.10 (1485 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: weitesgehend intuitiv nutzbar, 3 Bearbeitungsmodi

Nachteile: Kurzlehrgang in Deutsch/Englisch

0. Einleitung
1. Wieso gerade den Movie Creator?
2. Was ist drin?
3. Was ist drauf?
4. Wie funktioniert das?
4.1 Was ist CineMagic?
4.2 Was ist der StoryBuilder?
4.3 Was ist dann der StoryLine-Editor?
5. Ab auf die CD ... oder doch auf die DVD?
6. Fazit




0. Einleitung

Seit ca. 4 Jahren haben wir einen digitalen Camcorder. Mit dieser Anschaffung entstand auch der Wunsch das aufgenommene Filmmaterial auf den PC zu bringen und dauerhaft zu speichern. Im Laufe der Zeit habe ich so einige Softwarepakte zu diesem Thema getestet, überwiegend Freeware, Demo-Versionen und auch Billigversionen im Rahmen eines PC-Zeitschriftenkaufes, aber keine hat mich bisher dahingehend überzeugt, dann auch die Vollversion zu kaufen.


1. Wieso gerade den Movie Creator?

Zu oft gab es Probleme bei der oft wenig intuitiven Bedienung, manchmal versagte beim Komprimieren der AVI-Dateien das Programm, da es die aufgenommene Datei nicht lesen bzw. gar bearbeiten konnte. Manchmal wurde ganz einfach die Firewire-Schnittstelle zum Capturen der Videodaten nicht unterstützt. Nur ein Vertreter konnte mich halbwegs überzeugen, die Software Premiere von Adobe, allerdings war mir diese mit einem Preis ab 600Euro dann doch einen Tick zu teuer. Zumal ich die Software wohl gar nicht ausgereizt hätte.

So entstand im Laufe der Zeit Frust und schließlich habe ich dann nur noch die aufgenommenen Sequenzen gecaptured (von Camcorder auf PC gespielt) und diese dann in das Format MPEG bzw. MPEG2 per TMPGEnc (Freeware-Version) auf eine handlebare Dateigröße gebracht um diese dann wiederum auf CD zu brennen. Von einem Videoschnitt konnte also gar nicht die Rede sein.

Bis vor etwa 1-2 Jahren, da hörte ich zum ersten Mal bzw. ich las, dass von Roxio eine Software names VideoWave auf den Markt kommen wird, welche einfach und intuitiv verschiedenste Formate verarbeiten und mit wenig Aufwand den erstellten Film auf CD bzw. DVD verewigen würde. Hörte ich ja nicht schlecht an, aber ich wollte dies auch testen, fühlen, schmecken, anfassen. Eine Trial- bzw. Testversion gab es allerdings zunächst noch nicht und so blieb es bei einem Wunsch ... bis ich die Software für 37Euro im Angebot bei MediaMarkt gesehen haben. Ohne lange zu überlegen, kaufte ich die Box mit der besagten Software, normalerweise nicht meine Art.


2. Was ist drin?

Die Box enthält neben einen CD-Hülle mit zwei CDs ein recht übersichtliches Handbuch und ein wenig Papierkram in Form von 'Hinweise auf Supportoptionen', ein Hinweis auf das Urheberrecht, ein Registrierkarte und zwei Aufkleber mit dem CD-Key und einer TSID (technische Support ID) für einen Anspruch auf kostenlosen 90-tägigen Support zur Software.

In der CD-Box ist neben einer CD mit der Installationsroutine noch eine weitere CD mit der Überschrift 'Content', also Inhalt. Gemeint ist hier lizenzfreies Material, welches in Form von Template bei der Videobearbeitung eingebunden werden kann. Man findet also Audio-Clips, Effekte und vieles mehr, wie gesagt lizenzfrei.


3. Was ist drauf?

Legt man die Installations-CD in sein CD/DVD-Laufwerk, so startet der InstallShield Wizard automatisch und führt einem durch die typische, vollständige oder angepasste Installationsroutine, je nachdem ob man Einfluss auf die zu installierenden Funktionen nehmen möchte oder eben nicht. Die Auswahl der Funktionen ist allerdings mehr als übersichtlich, sodass mir der Sinn einer angepassten Installation nicht zugänglich war.

Die Installation nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, auch wenn nur etwa 600MB auf die Festplatte geschaufelt werden. Die Erklärung finden wir im Standardinstallationspfad /programme/roxio/, /programme/gemeinsame dateien/roxio shared/ und /programme/gemeinsame dateien/adaptec shared/. Hier wird deutlich, dass man verschiedene Programme unter einen Hut bringt, Easy CD Creator zeichnet sich als Brennsoftware aus dem Hause Adaptec aus. Schaut man per Explorer auf die Installations-CD so kann man erkennen, dass das Paket aus der Brennsoftware 'Easy CD Creator 5' und der Videobearbeitungssoftware 'VideoWaveMC' besteht. Im späteren Programm erkennt man diesen Unterschied nicht, man kann ihm nur erahnen.

Weiter ist auf der CD noch der 'Real Player', DirectX8 und der Windows Media Player. Alle Versionen sind in deutscher Sprache.

An Systemvoraussetzungen gibt der Hersteller Windows 98SE, ME, 2000 oder XP als Betriebssystem vor. Weiter sollte der Rechner mindestens 500 Mhz von einem PentiumIII vorweisen. Diese Grenze darf man allerdings nicht ernst nehmen, da man für die analoge Aufzeichnung mit MPEG eine CPU mit 800Mhz und für die digitale Aufzeichnung mit MPEG2 gar mit 1,6 GHz fordert. Hier trennt sich dann auch schon die Spreu vom Weizen, wer diese Angabe auf der Umverpackung nicht sorgfältig liest, wird am Ende sehr enttäuscht sein, wenn er noch einen älteren Rechner zur Videobearbeitung nutzt.

Die weiteren Anforderungen in Form von 128 MB RAM, 600MB Festplattenkapazität und einer Soundkarte und einem DVD-Laufwerk oder CD-ROM sollten weniger das Problem sein. Möchte man das Ergebnis der Software auf eine DVD brennen wollen, man ahnt es, braucht man einen DVD-Brenner. Für eine digitale Videokarte braucht man eine OHCI-kompatible IEEE-1394-Karte (Firewire), in meinem Falle auch vorhanden.

Weiter sollte man noch die Einschränkungen, welche in der Datei Liesmich.htm gelistet sind, beachten. So wird z.B. die Schnittkarte V7100 von Asus nicht unterstützt.


4. Wie funktioniert das?

Hat man die VideoWave Movie Creator installiert, dann lacht einem nach Programmstart eine kurze Videosequenz an, diese endet in dem relativ tristen, grauen Menü. Wer hier die geteilten Fenster verschiedener anderer Videobearbeitungsoftware vermisst ist selber schuld, hier wird der Einsteiger ohne Vorkenntnisse bedient. Verwirrung soll vermieden werden, vielleicht soll der Anwender auch vieles anderes nicht sehen, so z.B. die Brennsoftware.

Unangenehm fällt auf, dass mit Starten der Software auch gleich eine Internet-Verbindung geöffnet wird. Roxio möchte offensichtlich an der Session teilnehmen.

Auf dem Startfenster kann man im Fußbereich einen Verweis zu einem Kurzlehrgang erkennen. Ich kann Euch sagen, ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten, da wird einem ein sehr gut ausgearbeiteter Kurzlehrgang angeboten, wunderbar animiert und strukturiert, auch sind die Bildchen und Animationen toll in deutscher Sprache ausgestaltet, aber, jetzt kommts, eine nette Frauenstimme begrüßt und führt Euch in englischer Sprache durch den Kurzlehrgang. Ich hatte den Eindruck, hier hat die Qualitätssicherung von Roxio versagt.

Je nachdem wie sehr man in den Erstellungsprozess eingreifen möchte, kann man drei Modi dazu auswählen. Im Modus CineMagic überlässt man dem Programm fast alles und wählt nur noch eine Vorlage aus.

Vom dem Startfenster gelangt man durch Auswahl des ersten von fünf Auswahlpunkten in Form schön gestalteten Bildchen in den Ausnahmemodus. Der angeschlossene Camcorder wird sofort erkannt und nach Auswahl der Aufzeichnungsformates (MPEG-2 oder DV) und Angabe eines Dateinames kann man sofort die Aufzeichnung beginnen. Die direkte Bedienung des Camcorders vom Bildschirm aus ist auch hier durch die OHCI-kompatibilität gewährleistet.


4.1 Was ist CineMagic?

VideoWave bietet drei Modi zur Erstellung einer Videoproduktion an. Der erste Modus nennt sich CineMagic und hier überlässt der Anwender die Produktion fast komplett dem Programm. Nachdem die Sequenzen vom Camcorder übertragen wurden wählt man die gewünschten Sequenzen aus, weiter wird noch eine Audiodatei als Untermalung hinzugezogen, die Audiodaten der Videosequenz fallen unter den Tisch. Das Videomaterial wird vom Programm getrimmt und setzt damit ein Verhältnis von Video- zu Audiomaterial von mindestens 2 zu 1 voraus, empfohlen wird ein Verhältnis von 3 zu 1. Trimmen konnte man auch als Kürzung verstehen, wenn also das Videomaterial länger als das Bildmaterial ist, dann wird diese ausschnittweis auf die Länge der Audiolänge gekürzt. Es werden dann einzelne Sequenzen aus dem Videomaterial aneinandergereiht, wobei eben immer wieder Ausschnitt wegfallen. Damit nicht zuviel gekürzt wird, sollte das Verhältnis maximal bei 3 zu 1 liegen.

Nachdem die Produktion nach Auswahl erstellt wurde, wird diese dann noch gerendert. Im anschließenden Export definiert man den Empfänger, sprich: Ablage in eine Videodatei, auf CD/DVD oder weiteren Empfängern zur Wiedergabe. Leider wird bei Audiodateien das WMA-Format nicht unterstützt.

Das Ergebnis ist durchaus sehenswert, aber aufgrund dessen, dass der Ton des Videos wegfällt nicht unbedingt im Sinne des Betrachters.


4.2 Was ist der StoryBuilder?

Der StoryBuilder überlässt im Gegensatz zum Modus CineMagic dem Ersteller gewisse Freiheiten beim Erstellen der Videoproduktion. Trotzdem kann der Anwender noch mit Vorlagen arbeiten und seine Videos damit anreichern. Grau unterlegte Vorlagen werden von der zweiten CD mit der Bezeichnung 'Content' geladen. Die Vorlagen beziehen sich hier auf den Vorspann, den Abspann und die Übergänge. Schade, dass man zur Hintergrundmusik nur einen Titel auswählen kann und somit bei einer längeren Produktion diese recht trist wird. Weiter kann bei der Hintergrundmusik nicht eine eigene Datei aus einem beliebigen Verzeichnis gewählt werden.


4.3 Was ist dann der StoryLine-Editor?

Im StoryLine-Editor überlässt das Programm dem hoffentlich erfahrenden Anwender die Details. Dies beginnt schon mit der Auswahl des Videomaterials, dies wird mit der Maus in eine Leiste gezogen, welche auch sehr schön in Form einer Filmrolle dagestellt wird. Dies Anzeige wird gerne von vielen Videoschnittprogrammen in Verbindung mit einem Storyboard genutzt. Zwischen die einzelnen Videosequenzen werden dann die gewünschten Übergänge per Drag&Drop mit der Maus gezogen.

Weiter können in die einzelnen Sequenzen noch Effekte, Texte, Überlagerungen eingebunden werden. Natürlich können diese auch einzeln getrimmt werden. Hier dann man dann auch gezielte Audiodateien einbinden, und dies nicht nur auch einer gegebenen Vorauswahl.


5. Ab auf die CD ... oder doch auf die DVD?

Aus dem Startfenster kann man zu guter Letzt noch die Funktion des VCD-/DVD-Editors anwählen. Wer den Hintergrund kennt, dass sich hier eine weitere Software in Form des Easy CD Creators verbirgt, der versteht auch die recht lange Ladezeit bei Betätigen der Funktion. Es kann auf eine DVD, CD und auch auf eine CD im DVD-Format gesichert bzw. gebrannt werden. Nachdem eine Menüvorlage ausgewählt wurde, kann der Brennspaß beginnen und das Ergebnis anschließend vom entsprechenden Medium abgespielt werden.

Die Brenn- oder auch Aufzeichnungsgeschwindigkeit wird grundsätzlich über die Einstellungen über die Optionen vorbelegt. So muss sich der Anwender nur einmalig mit dieser Frage beschäftigen.


6. Fazit

Nachdem ich die Software aufgespielt hatte, war ich zunächst sehr skeptisch, ob die meinerseits hohen Erwartungen erfüllt werden. Tiefpunkt meiner Motivation mit dem Programm zu arbeiten, war das erste Besichtigung des Kurzlehrganges, mit dem deutschen Text und der englisch gesprochenen Erklärung dazu.

Jedoch kann mit dem Bearbeitung und dem Ausprobieren, nach und nach die Motivation wieder zurück. Ich denke die Software ist für Anfänger im Videoschnittbereich geeignet, auch wenn man zunächst sich ein wenig zwingen muss damit zu arbeiten. Der Erfolg ist dann aber garantiert, denn dieser bereits mit dem einfachen Modus 'CineMagic' sofort erreicht werden. Auf jeden Fall sollte man das Handbuch, zumindest für den Anfang, zur Hand nehmen. Vieles wird durch Intuition gereicht, jedoch ist nicht alles logisch und sofort nachvollziehbar. Man weiß nicht immer, muss man jetzt per Drag&Drop arbeiten oder nicht, und wenn ja von wo nach wo? Also, Handbuch nehmen!

Dass das Programm eigentlich aus zwei Programmen besteht, ist nicht das große Problem, man hat dies ja doch recht schön versteckt und befreit den Anwender von dieser Last.

Vielen Dank für Lesen und ggf. Bewerten und Kommentieren.
Gruß Michael

Fazit: siehe Text

Funktionsvielfalt:    
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