Elaborate CloneDVD 2
Klonen kann sich lohnen - Elaborate CloneDVD 2 Brennsoftware

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Elaborate Bytes Brennsoftware

Neuester Testbericht: ... und zwar CloneCD zum Kopieren von Audio-CD's, welches allerdings nicht mehr vertrieben werden darf. Erkennungszeichen der Softwa... mehr

Klonen kann sich lohnen
Elaborate CloneDVD 2

Mr_Andrew

Name des Mitglieds: Mr_Andrew

Produkt:

Elaborate CloneDVD 2

Datum: 25.08.09, geändert am 30.12.11 (311 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Intuitive Bedienung. Höchstmögliche Qualität der Klone.

Nachteile: Relativ wenig freies Ausgangsmaterial.

"Klonen, klonen kann sich lohnen.
Tiere, Obst und Bohnen -
und Personen.
Kommt dir hier was komisch vor?
Das ist ein Genlabor;
leih mir mal dein Ohr!"

Zur Einstimmung ist dieser Ohrwurm von Max Raabe ja noch ganz gut geeignet. Allerdings verfehlt er inhaltlich doch leicht die Bestimmung dieses Erfahrungsberichtes, in dem weniger die - mindestens umstrittene - Vervielfältigung von in der DNS gespeicherten Erbinformationen thematisiert werden soll, als die nicht minder kritisch beleumundete Duplizierung von auf DVD gespeichertem Filmmaterial.

Eine Software mit dem aufregenden Touch des dezent Ungesetzlichen! CloneDVD2 gehört mit Sicherheit in den Kreisen der auf jeder (Kauf!) DVD im Vorspann verteufelten Raubkopierer zu einem der Lieblingstools und das aus einem einfachen Grund: Es ist eines der besten auf dem Markt, wenn es um das weitgehend verlustfreie Klonen von DVD's geht.

Davon kann natürlich auch der gesetzestreue Anwender profitieren, denn ohne den Einsatz von (dann in der Tat illegaler) Software, die den Kopierschutz von DVD's außer Kraft setzt, kann man alle ungeschützten DVD's mit einem Höchstmaß an Bedienkomfort vervielfältigen. Ob als ISO oder direkt auf den DVD-Rohling der Wahl ist dabei dem Anwender selbst überlassen.

_/ _/ _/ Wer hat es erfunden?

Die Schweizer - wer sonst? Zumindest wird als Hersteller die Elaborate Bytes AG (Elby) mit Sitz in der Cham (Schweiz) angegeben. Diese Sofwareschmiede - so sie denn eine ist - hat im Portfolio nur noch ein zweites, allerdings nicht minder bekanntes Produkt verzeichnet, und zwar CloneCD zum Kopieren von Audio-CD's, welches allerdings nicht mehr vertrieben werden darf.

Erkennungszeichen der Software aus dem Hause Elby ist sinnigerweise ein Cartoonschaf (sicher kein zufälliger Hinweis in Richtung Klonschaf Dolly), das während eines Transkodier- bzw. Schreibvorganges mit CloneDVD2 übrigens in einer witzigen Animation Popcorn mampft.

_/ _/ _/ Was nicht passt, wird passend gemacht

Anders, als es der Name vermuten lässt, ist aber nicht unbedingt eine 1:1 Kopie des Ausgangsmaterials das Ziel vieler Anwender, sondern das Konvertieren auf eine kleinere Zielgröße. Zur Erklärung sei gesagt, dass eine "normale" Spielfilm DVD meist einen Datenumfang von deutlich mehr als die auf einem herkömmlichen DVD-5 Rohling gebotene Aufnahmefähigkeit von 4,35 GB aufweist.

Auch heute liegen die Double-Layer DVD-9 Rohlinge mit einer Speicherkapazität von 8,5 GB preislich noch eine Klasse höher, so dass die eigentliche Stärke von CloneDVD2, das hochwertige Transkodieren, nach wie vor gefragt ist und bei der Bewertung dieser Software zum Tragen kommt.

Ob nur der Hauptfilm oder die komplette DVD - mithilfe der intuitiv bedienbaren Auswahlfelder passt CloneDVD2 meine persönliche Film- und Sprachauswahl automatisch auf die frei wählbare Größe an. Hervorzuheben ist dabei die sehr hilfreiche und gelungene Vorausberechnung der zu erwartenden Qualität in Abhängigkeit von den ausgewählten Szenen, Tonspuren etc. und der Kapazität des Ziel-Rohlings.

Jede Abwahl, z.B. eines überflüssigen Trailers oder exotischer Sprachen verbessert nachvollziehbar die Qualität des Kompressionsvorganges. Dabei muss man feststellen, dass selbst eine Qualität von 50% im Ergebnis des Klon-Prozesses für den Betrachter immer noch ein exzellentes Filmerlebnis bietet. Die gefürchteten Artefakte im Bild sind hier ein absolutes Fremdwort. Ich habe jedenfalls noch keine entdecken können.

Nicht unterschlagen möchte ich einen kleinen Pluspunkt, den ich dafür vergebe, dass sich CloneDVD2 die letzten Einstellungen des Anwenders automatisch merkt und sie beim nächsten Start des Programms wieder vorschlägt. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ich mit CloneDVD2 Filme auch Splitten kann und anstatt sie gleich zu brennen auch zunächst als ISO-File auf Festplatte zwischenlagern kann.

_/ _/ _/ Wer hat, der hat

Die Mindest-Systemanforderungen sind geradezu spektakulär niedrig: Ein IBM-kompatibler PC mit einem Prozessor der Pentium-Klasse mit minimal 500 MHz, 256 MB Speicher und etwa 5 GB verfügbarer, temporärer Platz auf der Festplatte sollte es schon sein, das Betriebssystem ist egal (ab Windows 98 aufwärts wird alles unterstützt, was die Firma des vormals reichsten Menschen der Welt auf den Markt geworfen hat). Dass eine schnellere CPU und mehr Speicher den Spaßfaktor erhöhen, ist nur zu verständlich, aber eben kein Muss.

Dass das Programm inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen ist, merkt man auch daran, dass maximal ein Prozessor unterstützt wird. Da in den aktuellen PC Boliden inzwischen meist Dualcore, wenn nicht gar Quadcore-Prozessoren werkeln (also 2 bzw. 4 Rechenkerne), wird hier eine deutliche Verkürzung der Rechenzeit leichtfertig vergeben.

Aber auch ohne Mehrprozessor-Unterstützung kann sich das Ergebnis sehen lassen, denn innerhalb von etwa 10 Minuten sind anderthalb Stunden Ausgangsmaterial gerippt. Das Schreiben auf Datenträger (DVD+R, DVD-R sowie DVD RW und Doublelayer) dauert dann noch mal in Abhängigkeit vom Brenner bzw. der Spezifikation des Rohlings und der gewählten Brenngeschwindigkeit wenige bis ganz schön viele Minuten. Ich selber brenne lieber mit geringen Drehzahlen von 4x und lasse meinen Rechenknecht die etwa 40 Minuten, die es bei mir durchschnittlich dauert, eine komplette Spielfilm-DVD zu klonen, in Ruhe.

_/ _/ _/ Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

CloneDVD2 ist in Deutschland bei den bekanntesten Online-Buchhändlern ganz offiziell erhältlich. Der Preis von etwa 25 EUR ist aus meiner Sicht dann gerechtfertigt, wenn man vor allem auf eine überragend intuitive Bedienung besonderen Wert legt. Die Ergebnisse können sich durchweg sehen lassen, aber das ist ja auch bei einer ganzen Anzahl frei kopierbarer Anwendungen aus den Tiefen des Internets der Fall, über deren Legalität ich mir zum Glück keine Gedanken machen muss. Allerdings sollte man bedenken: Das Angebot frei kopierbarer DVD's ist sehr überschaubar ...

Den weltweiten Vertrieb von CloneDVD2 hat übrigens die Firma SlySoft inne. Hier gibt es z.B. auch einen bekannten Vertreter der von den bösen Raubkopierern so dringend benötigten Zusatzprogramme zum Umgehen des Kopierschutzes auf den Silberlingen bzw. Bläulingen zu erwerben, deren Erwerb bzw. Einsatz in Deutschland allerdings nicht statthaft ist.

Fazit: Klonen kann sich lohnen - Jawohl!

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