mylife GM300 Set mg/dL 1 St
Akzeptabel und kostengünstig - das GM300 - mylife GM300 Set mg/dL 1 St Blutzuckermessgerät

Erhältlich in: 7 Shops

Produkttyp: Ypsomed Blutzuckermessgeräte

Neuester Testbericht: ... der ein Quetschen bei einer ordentlichen Handhabung der Stechhilfe unnötig werden lässt. Für diese Zielgruppe ist diese Kategorie ein... mehr

Akzeptabel und kostengünstig - das GM300
mylife GM300 Set mg/dL 1 St

Matze081

Name des Mitglieds: Matze081

Produkt:

mylife GM300 Set mg/dL 1 St

Datum: 24.03.11

Bewertung:

Vorteile: Preis und Displaygröße

Nachteile: Nicht auf dem neusten Stand der Technik

Einleitung
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Das GM300 ist in mehrerer Hinsicht eigenartig. Dieses Blutzuckermessgerät aus dem Hause Ypsomed oder doch Imcarmed - aber dazu später mehr - trägt einen Produktnamen, der eher an einen Projekttitel erinnert als an ein zu verkaufendes Produkt: GM300. Im Folgenden Bericht soll nun geschaut werden, ob dieses Messgerät eine Daseinsberechtigung im eng umkämpften Markt der Blutzuckermessgeräte hat und wie gut es sich dort behaupten kann. Zudem sei noch erwähnt, dass das Gerät im April 2007! von der Stiftung Warentest die Note 2,0 erhielt.

Daten
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Firma : Ypsomed
Gerätename : GM300
Blutprobenmenge : 1,4 µl
Messzeit : 8 Sekunden
Speicher : 300 Werte mit Datum und Uhrzeit
Messbereich : 10 bis 600 mg/dL (0,6 - 33,3 mmol/L)
Temperaturbereich : 10 bis 40 °C
Messverfahren: Elektrochemischer Sensor mit Oxydase
Spannungsquelle: 2 x 1,5 V (AAA) Battrien
Gewicht : 85g mit Batterien

Diese Daten wurden aus dem Handbuch des Gerätes übernommen. Was mich dort aber wirklich umgehauen hat, war der Eintrag auf S.61, dass die Übertragung der Messwerte über die Software Diabass 4.0 erfolgen kann. Seit wann haben einzelne Softwarehersteller einen Exklusivrecht bei der Einbindung einzelner Geräte in die jeweilige Anwendung, zudem die Software SiDiary die gleiche Funktion hat ( http://www.sidiary.de/Bionime-Rightest-GM300-914.a sp )

Lieferumfang
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Im Lieferumfang von Ypsomed ist ein Benutzerhandbuch und eine etwas größere Messgerättasche mit den Lanzetten, der Stechhilfe, den Kontrollmessstreifen und dem Messgerät enthalten. An dieser Stelle ist es somit ratsam ein paar Wörter zu dem Benutzerhandbuch zu schreiben. Das Heftchen ist recht schlicht aufgebaut. Die Zeichnungen sind leicht verständlich und meist intuitiv zu verstehen. Alleinig die inneren Verweise können noch ein wenig ausgebaut werden. So beschreibt der Autor bspw. den Messvorgang des Gerätes, ohne auf das Kapitel Fehlermeldung zu verweisen. Auch die Handlungsvorschläge, was man als Diabetiker zu tun habe, falls ein Wert außergewöhnlich "hoch" oder "tief" sei, sind recht "amüsant" zu lesen. Insgesamt erfüllt das Handbuch aber alle Funktionen eines solchen Heftes und bekommt somit stabile vier Sterne.
Da die Tasche alles andere als handlich ist und die Ausstattung nur dem Minimallieferumfang entspricht, kann es in diesem Bereich nur knapp vier Sterne geben.

Optik und Verarbeitung
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Das Gerät ist recht groß, in einem weißen Plastikgehäuse eingelassen und mit dunkelblauen Streifen links und rechts versehen. Auf der Rückseite befindet sich das Batteriefach, welches sich recht einfach öffnen lässt. Bis auf die runde, farblich abgehobene Taste auf der Front findet man lediglich auf der linken Seite zwei Bedienelemente, um die Datensätze und Auswahlmöglichkeiten vor- und zurückzuspringen. Insgesamt wirkt die Optik und Verarbeitung nicht gerade zeitgemäß, denn lediglich das recht große Display entspricht den heutigen Standards. So verwundert es auch nicht, wenn ich dem Gerät in dieser Kategorie nur drei bis vier Sterne geben kann.

Stechhilfe
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Die Stechhilfe ist in Punkto Verarbeitung und Schmerzfreiheit recht gut. Statt der üblichen Abstufung in Form von arabischen Zahlen, kann man die Einstellung der Stechtiefe anhand der roten Striche am Kopf der Stechhilfe sehen. Bei den bisherigen Tests blieb die Kappe fest auf der Stechhilfe sitzen, so dass das Gerät auch lose in der Hosentasche etc. getragen werden kann. Lediglich die Größe der Stechhilfe spricht gegen die Höchstnote.

Messen
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Das Gerät muss noch codiert werden. In jeder Teststreifendose ist ein entsprechender "Code"-Chip vorhanden. Nachdem dies einmal je Messstreifenpackung getan wurde, beginnt die schon eigentümliche Messung. Der Streifen, etwas stabiler und besser zu greifen als beispielsweise die filigranen Streifen aus dem Hause Bayer Ascensia, müssen waagerecht mit dem Testfeld nach links in den dafür vorgesehenen Schlitz an der Kante oben rechts. Nun gibt das Gerät ein Ton von sich, nennt die Kodierungsnummer und wartet auf das Blut. Ein Vorteil ist, dass das Gerät wirklich lange auf das Blut wartet, wenn man mit der Stechhilfe nicht ganz hinterher kommt. Genauso lange kann man das Ergebnis notieren und ggf. in sein eigenes Blutzuckertagebuch übertragen. Danach zieht man den Teststreifen nur noch nach schräg oben ab. Insgesamt ist der Messvorgang recht einfach. Trotzdem werde ich diesen Bereich je nach Zielgruppe des Gerätes bewerten. Für junge Diabetiker ist das Gerät wenig geeignet und bekommt für den Messvorgang zwischen drei und vier Sterne. Der Messvorgang ist recht lange. Hinzu kommen die schon angesprochenen Parameter des Gerätes. Für Typ-2-Diabetiker, die meist (nicht immer) älteren Semesters sind, ist das Gerät recht gut geeignet. Es verliert nicht wie einige Roche Geräte die Geduld, falls die Stechhilfe nicht schnell genug aufgezogen ist oder man nicht fix den Wert notiert hat. Hinzu kommt der schnelle Bluteinzug, der ein Quetschen bei einer ordentlichen Handhabung der Stechhilfe unnötig werden lässt. Für diese Zielgruppe ist diese Kategorie ein voller Erfolg und auch so entsprechend zu werten.

Preis
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Der Preis ist laut Aussage von Ypsomed der große Pluspunkt des Gerätes. Das Set kostet im Internet je nach Verkäufer zwischen 21 und 24 Euro, womit das GM300 nicht gerade zu den günstigsten Blutzuckermessgeräten gehört. Die Preise für die Messtreifen sind deutlich günstiger als bei den handelsüblichen Testgeräten. 75 Stück kosten bei http://www.arzneiversand-warendorf.de/ 25,71 Euro. Dieser Vorteil genügt schon für die Bestnote in dieser Kategorie.

Meinung, Kritik & Fazit
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Die eingangs angesprochene Frage des Herstellers zeigt ein Problem des medizinischen Hilfsmittelbereich so deutlich wie selten möglich auf: Das GM300 kommt eigentlich von Bionime. Diese US-amerikanische Firma hat ihren Europasitz in der Schweiz (http://www.bionime.ch/). Das bekannte "Pura" von Ypsomed entspringt ebenfalls der Firma Biomine. Es ist zu vermuten, dass sie in Deutschland kein Direktvertrieb unterhält, gleichwohl Diabetes-News das Gerät unter dem Namen GM300 von Bionime gelistet hat, und so auf Firmen wie Ypsomed zurückgreifen muss. Seltsam ist nur, dass sie parallel dazu eine zweite Firma beauftragten, das Gerät an dem Mann/Frau zu bringen. Nach einigen Recherchen fanden wir jedoch heraus, dass Imcarmed direkt zu Biomine gehört. Trotzdem ist dieser Umstand ggf. verwirrend, soll aber desweiteren nicht in die Bewertung des Produktes einfließen.
Zusammenfassen kann man sagen, dass das Gerät nicht auf dem neussten Stand der Technik ist und somit keine fünf Sterne Gesamtwertung verdient. Wem jedoch der Preis am wichtigsten ist, dem sei es durchaus zu empfehlen. Insgesamt erhält es jedoch nur vier von fünf Sternen.

© Matze081 (ciao.de dooyoo.de yopi.de)

PS: Dieser Bericht wurde auch auf Diabetes-Index.de veröffentlicht.

Fazit: ;)

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