Medisense Soft Sense
Ziemlich großes Gerät - Medisense Soft Sense Blutzuckermessgerät

Produkttyp: Medisense Blutzuckermessgeräte

Neuester Testbericht: ... Meßstreifen zu tropfen. Dieser Meßstreifen steckt in einem Meßgerät. Nach einige Zeit wird dann der Wert angezeigt. Dieses Gerät arbe... mehr

Ziemlich großes Gerät
Medisense Soft Sense

Ich1

Name des Mitglieds: Ich1

Produkt:

Medisense Soft Sense

Datum: 15.11.05

Bewertung:

Vorteile: gut für ältere und sehbehinderte Diabetiker

Nachteile: teure Teststreifen

Voraberklärung:
Ich selber habe keinen Diabetes - aber ich durfte dieses Gerät ein halbes Jahr testen. Da der Diabetiker, der eigentlich dieses Gerät testen wollte zweimal kurz hintereinander eine heftige Handverletzung - natürlich an der rechten Hand hatte, mußte ich das Testen übernehmen.
Daher also mein Bericht über dieses Gerät.

Da Blutzuckermessungen für Insulinpflichtige Diabetiker sehr wichtig sind, kommt es sehr auf das "Handwerkszeug" sprich Blutzucker Meßgerät an.

Zur Erklärung für "Nichtbetroffene":
Ein Diabetiker muß den Blutzucker über den Tag verteilt mehrmals messen, um eventuell einen höheren Blutzucker durch Insulin auszugleichen. Das zur Info ganz grob. Alles genau zu erklären, ginge zu weit.
Zum Blutzucker messen benutzt er dabei eine "Stechhilfe" (je nach Hersteller verschiedene: aber grob beschrieben sehen die meisten Stechhilfen ähnlich aus wie ein etwas vergrößerter Stift. Im inneren vorne steckt eine Nadel. Durch Drehen der Spitze mit der Nadel wird eine Feder gespannt. Wenn man nun den Stift auf eine Fingerkuppe setzt und den Auslöseknopf drückt, schnellt die Nadel vor und in den Finger) um einen Blutstropfen auf einen Meßstreifen zu tropfen. Dieser Meßstreifen steckt in einem Meßgerät. Nach einige Zeit wird dann der Wert angezeigt.

Dieses Gerät arbeitet etwas anders:
Das MediSense (Hersteller Softsense) Gerät ist ca. 300 g schwer und recht groß im Vergleich zu anderen Geräten.
Allerdings hat dieses System dafür ein Lanzettensystem und ein Vakauumsystem zum Blutentnehmen gleich eingebaut. Man hat alles griffbereit in einem Gerät.

Zur Handhabung:
Im unteren Teil ist das Lanzettensystem eingebaut - dort wird auch der Teststreifen eingelegt.
Wenn eine Lanzette eingelegt ist, schaltet sich das Gerät an. Nun schließt man die Klappe und setzt das Gerät auf die Entnahmestelle (Unterarm oder Handballen). Nicht anpressen, sondern nur leicht aufsetzen. Durch Druck auf einen Knopf setzt sich die Vakuumpumpe in Gang und das Gerät zieht eine Hautfalte in die Stechmulde an der Unterseite des Gerätes. In diese Hautfalte sticht nun die Lanzette. Das elektronisch gesteuerte Vakuum saugt nun ca. 2 ml Blut aus der Einstichstelle in den Teststreifen. Ein Piepton signalisiert nun die eigentliche Blutzuckermessung. Das Gerät kann nun von der Haut genommen werden und nach ca 20 sec wird der Wert auf dem Display angezeigt.
Wenn zuwenig Blut auf dem Teststreifen war, piepst es drei mal und die ganze Messung muß wiederholt werden.

Man kann das Gerät auch „Vorladen“ - die Messung muß dann innerhalb der nächsten 8 Stunden durchgeführt werden.

Meßmethode kapillares Vollblut
Menge 2 ml
Meßbereich 30-450 mg/dll
Meßzeit 20 sec
Temperatur 18-30° C
Meßstellen Oberseite Unterarm, Außenseite Oberarm Daumenballen, Fingerbeere

Preis lag bei ca. 299,00 Euro als das Gerät neu auf den Markt kam. Das ist im Gegensatz zu anderen Geräten recht teuer.

Noch eine Erklärung zum Gerät:
Das Blutzucker Meßgerät benötigt eine 9 V Blockbatterie - bekanntlich nicht gerade billig.

Erfahrung:
Der Test war sehr zufriedenstellend von den Messungen her - im Vergleich mit einem anderen Gerät waren die Messungen fast gleich. Auch die Bedienung und Handhabung war wirklich einfach und schnell zu erlernen. Allerdings störte die Größe - da gibt es andere, kleinere Geräte.
Und wen es nicht stört mit einer Stechhilfe und einem kleineren Meßgerät zu hantieren ist damit besser bedient - zumal auch noch günstiger im Preis.
Auch bei anderen Geräten kann man mittlerweile Blut aus anderen Entnahmestellen nehmen - nicht immer nur die Fingerbeere.

Der wirkliche Vorteil des Gerätes ist wohl die Handhabung für ältere oder sehbehinderte Menschen - das entnehmen des Blutes usw. geschieht automatisch. Und wenn ein Gerät voreingestellt wird, kann man innerhalb von 8 Stunden jederzeit eine Messung durchführen ohne irgend etwas einstellen zu müssen.

Nachteile gibt es aber noch:
Allerdings sind auch die Teststreifen teurer als die für gängige Geräte, sodaß einige Ärzte nicht gerne sehen, wenn man das Gerät benutzt. Das ist zumindestens meine Erfahrung, da der Arzt zu einem anderen Gerät riet, da er die Streifen nicht aufschreiben würde. Sie wären zu teuer.
Auch der Betrieb mit der Batterie finde ich eher als Nachteil, da diese Batterien - je nach Hersteller - recht teuer sind.
Auch der Preis ist recht hoch, da kleinere Geräte ca. 50,00 Euro kosten und somit wesentlich günstiger sind.

Ich vergebe wegen der unpraktischen Größe und der Batterie aber nur die Gesamtbewertung vier Sterne und kann es uneingeschränkt für Ältere oder sehbehinderte empfehlen die damit wohl besser klarkommen als mit kleineren Geräten. Wer sein Blutzucker Meßgerät jeden Tag mitnehmen muß, ist mit einem kleineren Gerät besser bedient.


*2005*

Fazit: gutes Gerät, leider etwas groß

Weitere Angebote

http://www.feelgood-people.comBei feelgood-people.com finden Sie Diätprodukte (Fatburner, Fatblocker, uvm.), Vitamine (Multivitamine, Einzelvitamine), Sportnahrung (für Sport & Fitness) sowie Anti-Aging Produkte.Testberichtehttp://www.feelgood-people.com