Beurer GL 44
Das kleine Ei von beurer - Beurer GL 44 Blutzuckermessgerät

Erhältlich in: 4 Shops

Produkttyp: Beurer Blutzuckermessgeräte

Neuester Testbericht: ... und 7,6/8,2 mmol/l (GL44) eine durchschnittliche Abweichung von knapp über einem mmol/l (18 mg/dl), was weniger erfreulich war. Ob diese Ab... mehr

Das kleine Ei von beurer
Beurer GL 44

Matze081

Name des Mitglieds: Matze081

Produkt:

Beurer GL 44

Datum: 12.11.11

Bewertung:

Vorteile: - - - siehe Text - - - -

Nachteile: - - - siehe Text - - - -

Einleitung
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Das GL44 der Firma beurer ist ein Blutzuckermessgerät für sowohl jüngere als auch ältere Diabetiker/innen. So verspricht es zumindest die Werbung! Allein schon das recht große Display verspricht auf den ersten Blick eine gute Lesbarkeit der gemessenen Werte. Ob das Gerät auch andere Vorteile hat oder ob sich bei dem Anwendertest gravierende Nachteile ergaben, soll in dem folgenden Bericht versucht werden zu erläutern. beurer medical war mir bis dato als Hersteller von Blutzuckermessgeräte weniger bekannt, obwohl es längst keine kleine Firma mehr ist. Gelingt ihnen nun auch in diesem Markt der große Sprung nach vorne?

Daten
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Hersteller / Firma: beurer
Gerätename: GL44
Messdauer: ca. 5 Sekunden
Blutprobenmenge : 0,6 µl
Speicher: 480 Werte mit Datum und Uhrzeit
Kalibrierung : Automatisch
Messbereich: 1.1-35 (mmol/L) oder 20-630 (mg/dl)
Energieversorgung: 2 x Lithiumbatterien CR2032
Größe: 52 x 95 x 16 mm
Temperaturbereich: k.A.
Besonderes: kodierfrei, beleuchteter Einfuhrschacht, großes beleuchtetes Display
Schnittstelle: PC Kit mit Kabel separat erhältlich (Preis ca. 20 Euro)
Internetspräsentation: unter http://www.beurer.com
PZN: 7586 902

Lieferumfang und Dokumentation
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Das Gerät wird in einer weißen Box geliefert, die neben der Messgerätetasche mit der Stechhilfe, den Lanzetten, dem Gerät und 10 Teststreifen noch eine Servicekarte, der Gebrauchsanleitung, einer Kurzanleitung auch ein Diabetikertagebuch umfasst. Ein Blick in das Letztgenannte verrät jedoch schnell, dass hier an Typ-2-Diabetiker gedacht wurde. Kein Diabetestagebuch für Typ-1-Diabetiker hat die Spalten: Medikation und Blutdruck.

Die Gebrauchsanleitung, alias das Nutzerhandbuch, umfasst 38 Seiten und verweist auf alle Bereiche der Blutzuckermessung. Die Vorgehensweise und die Problemlösung bei der Blutzuckermessung wird äußerst verständlich erklärt.
Auf Seite 34 hat mich jedoch die letzte Zeile des Bereiches "Meldungen auf dem Display zu Batterie und Blutzucker-Messungen" verwirrt. Neben der "Ursache" "Unbekannte Fehlermeldungen" verweist das Buch darauf, die Batterien zu entfernen und neu einzulegen. Wenn dies nicht hilft, soll der Benutzer den Kundenservice anrufen.
Welche unbekannten Fehlermeldungen können auf einem Display dargestellt werden, welches man selber hergestellt hat? Positiv, d.h. nicht sehr häufig in Benutzerhandbüchern vertreten, fiel mir die Tabelle der "Maximalkonzentrationen bestimmter Substanzen", die die Messwerte verändern können (S.37).

Insgesamt verdient der Bereich des Lieferumfangs und der Dokumentation fünf Sterne, wenngleich es einige minimale Abzüge hinsichtlich der Dokumentation gibt.

Optik
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Das flache und relativ ovale Gerät erinnert auf dem ersten Blick an ein plattgedrücktes Ei. Unter dem Display, welches wirklich recht groß ist, findet man zwei Bedienelemente. Jenes mit einem Powerzeichen nutzt man, um das Gerät ein und auszuschalten. Der zweite Knopf mit dem Apfel zeigt die Möglichkeit an, einzelne Werte einem Ereignis, wie zum Beispiel prä- und postprandial (d.h. vor und nach dem Essen), zuzuordnen. An der linken Kante findet man eine Scrollleiste, die einzeln entweder den gesamten Speicher aufruft oder den 7-, 14-, 30-, 90-Tagesdurchschnitt entsprechend der eben genannten Markierungen darstellt.
Insgesamt ist die Optik des Gerätes und seiner Bestandteile schon fast ein wenig stilvoll, wenn nicht die äußerst klobige Stechhilfe wäre. Vor allem im Dunkeln ist der blau leuchtende Schacht und das Licht es Displays optisch gut gelungen und gleichzeitig sinnvoll. Die Knöpfe sind intuitiv auf den Gerät untergebracht, so dass man zumindest rechtshändig das Gerät ohne Probleme im Gehen bedienen kann (siehe linksseitig angebrachte +/- Tasten). Insgesamt verdient es somit vier von fünf Sterne.

Verarbeitung & Handling
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Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick recht gut. Weder an der Stechhilfe, den Lanzetten - ein häufiger Schwachpunkt der Geräteverarbeitung -, noch am Gerät habe ich ernste Schwachpunkte entdeckt. Lediglich die linksseitige Scroll-Leiste (+/- Tasten) wirken etwas billig und nutzten im Test recht schnell ab. Daher verdient die Verarbeitung vier und fünf Sterne.
Bezüglich des Handlings offenbarte der Test jedoch eine Schwachstelle des Gerätes. Meist ist es intuitiv in wenigen Minuten in das Setup des Gerätes zu kommen. Egal welche Tastenkombination ich jedoch drückte, es blieb dabei: Ich fand nicht ohne das Handbuch heraus, wie man das Piepen ausschalten kann. Mit diesem fand ich jedoch sehr schnell raus, dass die + Taste gemeinsam mit der An-/Aus-Taste mindestens 5 Sekunden gedrückt werden muss.

Stechhilfe
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Die Stechhilfe wirkt sehr klobig und sehr groß. Dieser Eindruck entsteht vor allem durch die Stärke des Stiftes, ähnlich eines Stiftes für Whiteboards. An dem einen Ende findet man die Möglichkeit, die Feder aufzuziehen. Auf der anderen Seite ist der Auslöseknopf - ebenfalls in grau gehalten - und die Verstellkappe angebracht. Zum Auslöseknopf sei noch erwähnt, dass dieser für die alltägliche Anwendung durchaus breiter sein könnte. Patienten mit weniger filigranen Fingern haben vielleicht Probleme, diesen intuitiv zu nutzen. Die Stichtiefe lässt sich nach bekannten Kriterien einstellen. Wenngleich eine nummerische Kennzeichnung der Stichtiefe fehlt, erschließt sich dem User ohne Probleme die Bedeutung der sechs weißen Striche im Sichtfenster am Kopf des Stiftes.
Die negativen Punkte der Stechhilfe wiegen zusammengefasst nicht so stark, dass man dem Hilfsmittel die vier Sterne verweigern kann.

Messen
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Bei meiner ersten Messung war die Tüte mit dem Lanzetten noch verschlossen. Auch wenn sie als wieder verschließbare Tüte gedacht ist - was durchaus intelligent zu sein scheint - ich habe sie nicht aufbekommen und musste sie aufreißen. Wie schon die Stechhilfe wirken auch die Teststreifen und ihr Aufbewahrungsort, die Dose, sehr breit, bzw. groß. Das Feld zum Blutauftragen ist vergleichbar mit anderen Systemen. Der Bluteinzug hat in der gesamten Testphase sehr schnell und ohne Probleme funktioniert. Nach fünf Sekunden zeigt das Gerät das Ergebnis an. An dieser Stelle kann man den Wert optional mit einem Ereignis verknüpfen. Wenn der Teststreifen entfernt wird, schaltet sich das Gerät wieder ab. Falls man die Beleuchtung nutzen will, muss man lediglich vor dem Einschub des Teststreifens auf den Hauptknopf drücken und der Schacht wie auch das Display erstrahlt in einem angenehmen Blauton, der mich persönlich an den Welt-Diabetes-Tag erinnert hat. Bei zwei Vergleichsmessungen mit dem Bayer Contour ergab sich mit dem gleichen Blutstropfen bei einem Wert von 6,7/6,6 mmol/l (Contour) und 7,6/8,2 mmol/l (GL44) eine durchschnittliche Abweichung von knapp über einem mmol/l (18 mg/dl), was weniger erfreulich war. Ob diese Abweichung auf einen Fehlerquotienten in einem der beiden Geräte hindeutet, wage ich jedoch nicht zu beurteilen.

Preis
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Der preislich wichtigste Posten bei einem Blutzuckermessgerät ist meistens nicht das Gerät an sich, sondern das Verbrauchsmaterial, sprich die Teststreifen. Vor allem für selbstzahlende Typ-2-Diabetiker hat dieser Preis eine nachvollziehbare Bedeutung. Laut Internetrecherchen kosten 50 Teststreifen zwischen 20 und 27 Euro, womit beurer erkennbar unter den handelsüblichen Preisen der großen Hersteller bleibt. Vereinzelnd bekommt man das Starterset ebenfalls für zwanzig Euro, was nun aber wiederum dem Standard entspricht. Zusammengefasst verdient das Gerät in der Preiskategorie sehr gute vier von fünf Sterne.

Meinung, Kritik und Fazit
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Zusammengefasst ist das GL44 eigentlich ein ganz normales Messgerät. Sowohl die Wertemarkierung als auch die Hintergrundbeleuchtung gehört bei dem überwiegenden Teil der Konkurrenzprodukte zur Standardausstattung. Alleinig der beleuchtete Einzugsschacht, der sehr schnelle und gut funktionierende Bluteinzug und das verhältnismäßig große Display sind ein paar Ausnahme, die es positiv hervorzuheben gilt. Die Bedienung ist durchgehend intuitiv, das Gerät liegt gut in der Hand. Trotzdem verdient das Gerät keine fünf Sterne, da es in jeder Kategorie nicht zu den Ausnahmengeräten zählte.

Obwohl es somit ein "gut" verdient, soll man bekanntlich immer mit einer positiven Seite enden: Beide Geräte, das GL44 und GL50, nutzen die gleichen Teststreifen.

(c) Matze081 (ciao.de yopi.de dooyoo.de diabetes-index.de)

Fazit: ;))

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