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Produkttyp: Canon Blitzgeräte
Neuester Testbericht: ... Mit dieser Kombination lassen sich hervorragend Portraits gestalten, da beide Blitze in ihrem Lichtverhältnis eingestellt werden können, ... mehr
Licht im dunkeln
Canon Speedlite 550EX

Name des Mitglieds: boranat
Produkt:
Canon Speedlite 550EX
Datum: 01.04.01, geändert am 17.06.04 (3906 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Leitzahl, Ausstattung
Nachteile: Preis
Irgendwann kommt wohl für einen begeisterten Hobby-Fotografen einmal die Zeit, die Fotoausrüstung mit einem guten Blitzgerät zu erweitern. Nach nun mehr als eineinhalb Jahren der aktiven fotografischen Tätigkeit kommt auch mir mal dieser Gedanke, ich gebe zu, vielleicht etwas spät, aber besser spät als nie.
Mein bisheriges Blitzgerät, ein Soligor 30DA, also mittlerweile wohl ein altes Schätzchen, soll als bald als Hauptbeleuchtungsakteur ausgedient haben und dann als Zweitblitz einem Reservistendasein frönen.
Heutzutage muß man sich beim Kauf eines Blitzgerätes vorab einige Fragen, die ich später noch erwähne, stellen und sich dann gründlich über die in Frage kommenden Angebote informieren. Denn es ist nicht nur eine Frage des Blitzes, sondern auch eine Frage der Kamera, auf die das Gerät aufgesteckt wird.
Früher waren alle Kameras mit einem Standardblitzschuh ausgestattet und konnten mit Blitzgeräten beliebiger Hersteller ausgerüstet werden. Die Steuerung der Belichtung war alleine dem Blitzgerät selbst über einen eingebauten Fotosensor überlassen. Diese Basisfunktion funktionierte dabei so, daß das vom Objekt reflektierte Licht vom Fotosensor erfasst wurde und die nötige Blitzdosis für eine bestimmte Arbeitsblende errechnet wurde. Die Verschlußzeit der Kamera und die Blitzzeit (üblicherweise damals 1/60 s) waren über die eingestellte sogenannte Synchronisationszeit abgestimmt und fertig war das belichtete Foto.
Im Laufe der Jahre jedoch kamen immer mehr Kamera abhängige Komfortmerkmale wie etwa automatisches Einstellen der Synchronzeit, Anzeige der Blitzbereitschaft im Sucher, TTL-Belichtungsmessung etc. hinzu.
Nun hat man dann erst einmal bei der Vielfalt an Angeboten die Qual der Wahl.
Diese läßt sich bei mir als Besitzerin zweier Canon-Kameras (EOS 50E und EOS IX7) dann doch relativ gut eingrenzen, da für mich nur Blitzgeräte in Frage kommen, die die E-TTL-Belichtungsmessung der beiden Kameras auch unterstützen.
r>Dafür kommen natürlich die hauseigenen Produkte der EX-Reihe sowie einige wenige von Fremdfirmen in Frage. Als Fremdhersteller sind dabei die Firma Metz mit der MZ 40 oder MZ 50 Serie sowie die Firma Sigma mit dem EF 430 Super erwähnenswert.
Man sollte sich natürlich die Frage gestellt haben, was man von dem Blitz seiner Wahl erwartet. Es ist wohl müßig, zu erwähnen, daß ich mir ein Optimum an Kommunikation und Datentransfer mit der Kamera wünsche und nicht nur eine Kombination, wo allenfalls die Blitzauslösung über den standardisierten Mittenkontakt funktioniert. Weiterhin erwarte ich natürlich von einem externen Blitzgerät, daß es neben einer guten bis sehr guten Lichtstärke mindestens die Features unterstützt, die meine Kameras zu leisten in der Lage sind, wenn nicht sogar eher mehr. Denn eins ist gewiß, als engagierter Amateurfotograf denkt man eher aufwärtskompatibel als abwärtskompatibel, d.h. selbst bei dem enormen Leistungsumfang der EOS 50E wird man vielleicht mal irgendwann an ihre Grenzen stoßen und sich ein Gehäuse der nächst höheren Klasse zulegen wollen. Mit diesem sollte dann der Blitz auch harmonieren. Bei Canon wäre das dann die Klasse der EOS 5 bzw. EOS 3, wobei ich letztere aus technischen Gründen eher präferieren würde. Also was liegt näher, als das Blitzgerät einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, als das speziell auf die EOS 3 entwickelte, den Canon Speedlite 550 EX.
Mit diesen Gedanken habe ich mich gestern in meinen Standard-Fotoladen begeben, bei dem ich mir von der Qualität der Beratung und der Kompetenz der Mitarbeiter absolut sicher bin, und mir dieses Produkt aus dem Hause Canon genau angeschaut. Da ich ja wie gesagt eine EOS 50E und eine IX7 besitze und ich natürlich versichert sein möchte, daß das Gerät auch mit diesen Kameras harmoniert, habe ich sie auch gleich mitgenommen, um den 550 EX auszuprobieren. Die belichtungstechnischen Ergebnisse werde ich selbstverständlich noch anfügen, wenn die Fotosentwickel
t sind. Zunächst möchte ich auf den Blitz selbst und seine Leistung eingehen.
Der Canon 550 EX stellt sich als ein hervorragend ausgestattetes Elektronenblitzgerät der Topklasse dar. Er besitzt alle notwendigen Korrekturmöglichkeiten zur Belichtungskorrektur, den zum Standard gehörenden Zoomreflektor, der die Lichtstreuung in Abhängigkeit von der Objektivbrennweite einstellt, sowie eine sehr hohe Leitzahl – 55 bei 105 mm Brennweite.
Angesichts der kameraseitigen Belichtungskorrektur scheint es eher überflüssig, noch Wert auf eine manuelle Korrekturmöglichkeit am Blitz zu achten. Aber meiner Meinung nach ist gerade dieses Feature von besonderer Bedeutung. Ich kann ganz gezielt meine Aufnahme belichten und habe zudem den Vorteil der wesentlich schnelleren Einstellung.
Die TTL-/ E-TTL-Blitzsteuerung ist kein Problem ebenso wie die Möglichkeit der drahtlosen Steuerung mehrerer Geräte mit E-TTL-Blitzautomatik und Steuerung weiterer 550 EX Speedlites als Slave. Die E-TTL-Steuerung – Evaluative TTL – kann man mit gewichteter Innenmessung übersetzen. Dies bedeutet, daß neben dem Dauerlicht auch ein Meßblitz, den das menschliche Auge nicht erkennen kann, zur absolut exakten Bemessung der Lichtmenge herangezogen wird und die Kamera dadurch eine ausgewogenere – eben gewichtete – Belichtung ermittelt. Nachezu ALLE Aufnahmen werden automatisch richtig belichtet.
Der 550 EX hat eine automatische Leuchtwinkelanpassung auf 24 mm, 28 mm, 35 mm,
50 mm, 70 mm, 80 mm und 105 mm. Ein nicht zu unterschätzendes Feature, da heute fast alle SLR-Kameras mit Standard-Zoomobjektiven ausgestattet sind – meist mit einem Brennweitenbereich von ca. 28 – 80 mm. Es ist schon eine große Erleichterung, wenn man die Anpassung des Leuchtwinkels dem Motor im Blitzkopf überlassen kann. Mittels vorgesetzter, eingebauter Streuscheibe wird sogar der Leuchtwinkel eines mittleren Weitwinkels erreicht – max. 17 mm! Alle Au
tomatikfunktionen können am Blitz auch mittels Tasten manuell eingestellt werden – genau richtig für eine gewollte Manipulation einer Aufnahme.
Der 550 EX hat eine max. Leitzahl (LZ) von 55, wobei diese Aussage an Bedeutung gewinnt, wenn man weiß, daß die LZ die Leistung des Blitzes in Zahlen faßt. Mit dem Wissen um die LZ und der verwendeten Blende kann die max. Ausleuchtung in Meter errechnet werden. Als Beispiel: 55 (LZ) dividiert durch 2,8 (Blende) gleich 19,64 m, das gleiche mit Blende 4,0 ergibt dann eine max. Entfernung von 13,75 m.
An dem 550 EX gibt es eine Verstellmöglichkeit, für die keine Automatik oder ein Motor zur Verfügung steht: die Änderung der Reflektorstellung/Blitzkopf. Da muß man wirklich Hand anlegen und hat dabei die Wahl zwischen Verstellungen nach oben um 90 Grad – gerastert bei 60 – 75 – 90 Grad – nach unten (!) um 7 Grad, nach links um 180 Grad und nach recht um 90 Grad. Dem indirekten Blitzen stehen also ungemein viele Varianten offen.
Ein großes, beleuchtetes Display auf der Rückseite informiert über alle vorgenommene oder automatische Einstellungen bis hin zu einem Piktogramm, das die Reflektorstellung anzeigt. Nach meinem Dafürhalten ist dies überflüssig, denn kaum 5 cm über der Anzeige ist ja der Reflektor, den man recht dominant im Blickfeld hat. Neben dem Display zeigen noch Lampen an, ob eine Blitzbelichtung stimmt, ob die Batterien noch genug Leistung haben und ob das Gerät eingeschaltet ist.
Den 550 EX in allen Details zu erklären würde hier den Rahmen sprengen, ja die Leserschaft vielleicht sogar langweilen. Die Bedienungsanleitung hat eher die Stärke eines Buches und informiert so umfangreich, daß man zum einen ein gutes Maß an Interesse mitbringen muß und zum anderen über viel Lese- und Aufnahmevermögen verfügen sollte.
Einige, meiner Meinung nach, wichtige technische Daten (lt. Handbuch, für 50E/IX7)
kürzeste Synchronzeit: 1/125
3
-Zonen Blitzmessung
Blitzautomatik: E-TTL, TTL
drahtlose Blitzzündung: in den Programmen E-TTL, manuell, Strobo
Blitzbelichtungskorrektur mit Kamera, manuell
Blitzsynchronisation auf den 2. Vorhang
Kamerafunktion für Blitzvollautomatik: Vollautomatik, Programmautomatik/-en
B-Einstellung
Batterien: 4 Mignonzellen
Abmessung (BxHxT): 80 x 138 x 112 mm
Gewicht: 405 g
Preis: 799,- DM
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Blitz
- Super Blitz für Jedermann
- Das Gerät für den anspruchsvollen Amateur
- Für Nikon Kameras ein Muß
- Leistung und Ausstattung satt !!
- Der hat richtig Kraft!
- Ein Blitz für alle Lebenslagen
- Pixmania hat mich zu 100% überzeugt
- Vollkommen ausreichend! Am Preis SPAREN und nicht an QUALITÄT!
- Canon Speedlite EX 430 II
- Aufgepasst bei Innenaufnahmen


12.03.04
Hat mir in der Entscheidung sehr geholfen! Weiter so!