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Sehr empfehlenswerte Grundschule
Königin-Luise-Stiftung, Berlin-Dahlem

Autor-Name: KLS-Vater
Produkt:
Königin-Luise-Stiftung, Berlin-Dahlem
Datum: 11.11.11
Bewertung:
Vorteile: Moderner Grundschulneubau, kleine Klassen, großzügige Außenanlage, guter Hort
Nachteile: Schulgeld, Klassenzusammensetzung aus mehreren Bezirken, sehr frühzeitige Anmeldung erforderlich
Schon bei den wenigen, hier abgegebenen Bewertungen wird zumindest deutlich, dass es kaum möglich ist, die KLS als Ganzes einheitlich zu bewerten. Bei der KLS handelt es sich eigentlich um vier Einrichtungen, die Grundschule, die Sekundarschule, das Gymnasium und das Internat; selbst innerhalb der Grundschule könnte man noch zwischen dem altershomogenen, einzügigen Zweig und den beiden jahrgangsübergreifenden Montessori-Klassen differenzieren.
Unsere Kinder besuchen den "normalen" Zweig der Grundschule in verschiedenen Klassen; wir sind - zusammenfassend - sehr zufrieden mit der Schule und unsere Kinder gehen dort sehr gerne hin.
Die KLS scheint uns bisweilen - insbesondere was die weiterführenden Schulen betrifft - unter einem bestimmten Image v.a. der 1970er und 1980er Jahre zu leiden, in denen der Schule offenbar nachgesagt wurde, Schülern aus "materiell bessergestellten Familien" einen erleichterten Zugang zum Schulabschluß zu verschaffen. Mangels eigener Erfahrung können wir bislang nicht viel zur Qualität der Oberschule sagen und ich will mich von daher an dieser Stelle auf eine Einschätzung der Grundschule beschränken. Erlaubt sei jedoch der Hinweis, dass zumindest aus dem Gymnasium keine anders gelagerten oder größeren Probleme zur Elternschaft der Grundschule durchdringen, als dies bei den anderen Gymnasien im Südwesten der Stadt auch der Fall ist. Insgesamt hat sich die KLS nach unserer Wahrnehmung in den letzten Jahrzehnten deutlich über das vorgeschilderte Bild hinaus weiterentwickelt.
Die Lerneffizienz in den Grundschulklassen ist durch die geringe Zahl von nur 20 Schülern je Klasse hoch. Die Klassenlehrer werden zusätzlich in Einzelbereichen von den Horterziehern unterstützt, was die Möglichkeiten noch erhöht, individuell auf einzelne Schüler einzugehen. Der erst vor drei Jahren neu errichtete Grundschulbau auf dem parkähnlichen Gelände der KLS ist geräumig, hell, freundlich und unterscheidet sich schon von daher erfreulich von der Mehrzahl der staatlichen Grundschulen. Der Hort der Grundschule ist ein echtes Highlight, was die Räumlichkeiten, die Außenanlagen und die Betreuung betrifft; hier besteht das vierköpfige Erzieherteam zur Zeit zur Hälfte aus männlichen Pädagogen, was gerade für die Jungen unter den Schülern eine erfreuliche Abwechslung zu dem (wie auf den meisten anderen Schulen auch an der KLS) vorwiegend weiblichen Lehrpersonal darstellt.
Trotz des Status als Privatschule erleben wir an der KLS eine akzeptable "soziale Durchmischung", was sicherlich nicht zuletzt mit dem im Vergleich mit anderen Privatschulen moderaten Schulgeld zusammenhängt. Etwas schade ist die offenbar von der Schulleitung sogar bewußt angestrebte Mischung der Zusammensetzung der Schülerschaft aus nahezu ganz Berlin, was dazu führt, dass häufig nur wenige Freunde und Klassenkameraden der Kinder in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen. Etwa die Hälfte bis 2/3 der Schüler kommen nach unserer Einschätzung gleichwohl aus dem Südwesten der Stadt.
Wir haben das Gefühl - und dies entspricht Rückmeldungen von ehemaligen Grundschülern, die anschließend auf andere weiterführende Schulen gewechselt sind - dass die Kinder gut auf die Anforderungen nach der Grundschulzeit vorbereitet werden.
Fazit: Die Grundschule der KLS können wir guten Gewissens weiterempfehlen.


