Urtypisch Zipfer?
Produkt:
Zipfer Urtyp Medium
Datum: 27.01.01, geändert am 27.01.01 (170 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: alkoholreduziert, guter Geschmack, also für alle, die auf Bier nicht verzichten können (wollen)
Nachteile: enthält immer noch Alkohol
Kleopatra badete nicht nur in Milch, sie wusch auch ihr Haar - mit Bier. Der Schaum des Bieres wird schon seit Jahrtausenden als Mittel für einen schöneren Teint eingesetzt. Im alten Rom hingegen galt es als Medizin, vor allem gegen Würmer und Husten, wozu ihm Kräuter, Salz und Honig zugesetzt wurden. Ein weiteres Hausmittel besagt, daß ein Schluck Bier vor dem Zubettgehen bei Schlaflosigkeit Wunder wirken kann. Laut einigen neueren Studien soll Bier - in mäßigen Mengen genossen - unserer Gesundheit gut tun.
Österreich ist ein klassisches Bierland. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 108 Litern im Jahr international ganz vorne (EU-Durchschnitt 78 Liter) gelegen, nur die Deutschen (127 Liter) und die Tschechen (162 Liter) sind uns diesbezüglich um eine (oder mehrere) Nasenlänge(n) voraus.
Wie wird eigentlich Bier erzeugt?
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Im Sudhaus wird durch das sogenannte "Maischen" Malz und Wasser zusammengemischt, wobei Reinheit und Härtegrade des Wassers maßgeblich die Qualität des Bieres bestimmen, das Malz die Farbe und den Geschmack. Die dadurch entstandene Maische wird gefiltert und anschließend zusammen mit dem Hopfen (der "Seele des Bieres") gekocht. So entsteht die "Würze". In einer Art Whirlpool werden Eiweiß- und andere Feststoffe von der Würze getrennt. Die auf 8 Grad abgekühlte Würze gelangt unter Beigabe von Hefe und Luft in den "Gärtank"und heißt ab nun "Jungbier". In den Gärtanks lagert das Bier ca. 7 Tage lang bei 5 bis 8 Grad Celsius. Die Inhaltsstoffe der Würze werden von der Hefe zu Alkohol und Kohlensäure vergoren. Die Hauptgärung dauert bei untergärigen Bieren ca. acht Tage bei einer Temperatur von 8 bis 12 Grad.
Im Filterraum werden Hefe und Eiweißpartikel aus dem Bier herausgefiltert. Dadurch wird auf natürliche Weise die Haltbarkeit um ein Vielfaches erhöht. Aus dem Drucktankkeller gelangt das nun fertige B
ier zur Flaschen- oder Faßfüllerei.
Was ist Urtyp Medium für ein Bier?
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Zipfer Urtyp Medium ermöglicht ein Bier mit vollem Geschmack bei 9,6° Stammwürze, aber mit nur 3% Alkohol. Das heißt laut einer Studie in Graz (siehe unten), daß man auch nach 3 großen Bier (0,5 Liter) auf nüchternen Magen die 0,5 Promille-Grenze noch nicht erreicht hat. Laut Brauerei Zipfer beurteilten "fast 94 % der Befragten im Zuge eines Geschmackstests Zipfer Urtyp MEDIUM mit sehr gut oder gut." Zum Geschmack kann ich mich nicht äußern, ich bin seit einigen Jahren Antialkoholikerin und trinke daher auch kein Bier (mehr). Aber das normale Zipfer Urtyp Märzen hat einen hervorragenden Geschmack und war meine bevorzugte Biermarke (für die 5 Bier pro Jahr, die ich mir geleistet habe).
Der Test in Graz, durchgefüht von der Grazer Polizei und Wissenschaftern
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Die Testgruppe bestand aus 25 Teilnehmer, die 24 Stunden vor Beginn der Test-Serie keinen Alkohol trinken und sechs Stunden vorher nichts mehr essen durften.
Dann wurden innerhalb von eineinhalb Stunden drei große Märzen-Bier (5,4% Alk) getrunken. Nach jedem Glas führte die Polizei eine Alkomatmessung durch. Im Durchschnitt wurden nach dem ersten Bier 0,27 Promille, nach dem zweiten schon 0,48 Promille gemessen. Damit waren die meisten schon knapp an der Grenze, einige Testpersonen sogar darüber. Die dritte "Halbe" schlug sich gleich mit durchschnittlich 0,68 Promille zu Buche, also ein Fall fürs Taxi.
Vier Wochen später wurde der selbe Test mit ALKOHOLREDUZIERTEM Bier (3% Alk) durchgeführt. Das Ergebnis war erstaunlich: im Durchschnitt 0,09 Promille nach den ersten 0,5 Litern, wobei manche Teilnehmer gar 0,0 Promille auf dem Alkomat hatten. 0,19 Promille nach zwei und 0,28 Promille nach dem dritten Glas lassen noch genug Sp
ielraum für den Fall einer Kontrolle.
In unserem Magen gibt es sogenannte Rezeptoren, die geringere Mengen Alkohol schneller abbauen, daher gelangt auch bei alkoholreduziertem Bier weniger Alkohol in den Blutkreislauf.
Zur (kurzgefaßten) Geschichte der Brauerei Zipf:
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1858 erwarb der Wiener Bankier Franz Schaup die Hoffmannsche Realität mit Torfbadkonzession, Mühle und einem kleinen Brauhaus. Innerhalb von fünf Jahren verzehnfachte sich der Bierausstoß.
Die weitere erfolgreiche Entwicklung wird in den 30er Jahren und durch den 2. Weltkrieg stark beeinträchtigt, der Braubetrieb kam zum Stillstand.
Nach Behebungen der schweren Kriegsschäden bringt konsequente Modernisierung bis heute steilen Aufschwung. Zipfer behauptet sich mit einem Marktanteil von 14,2% (1999) an der Spitze des österreichischen Biermarktes.
Fazit:
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Ich habe aus der Zeit, als ich noch hin und wieder ein Bier trank, Zipfer Urtyp in sehr guter Erinnerung. Es ist ein wirklich hervorragendes Bier, dessen Geschmack sich wohltuend von vielen Getränken abhebt, die sich Bier nennen (dürfen). Der Vorteil von Zipfer Urtyp Medium sind, daß es alkoholreduziert ist und wenn die Aussagen von Testpersonen zum Geschmack stimmen, eine gute Alternative zu alkoholfreiem Bier bietet, das ja für jeden, der einmal ein "richtiges" Bier getrunken hat, nur zum Vergessen ist.
In diesem Sinne laßt es Euch Euer Bier schmecken und "Prosit"!
Ulrike
(c) ud, 27.1.2001
Fazit:
Name des Mitglieds: qualcuno



22.04.02
Aha die Polizei führt auch in der Quelle des Alkohols Kontrollen durch! Ist euch denn nichts heilig? Gruß Ralph