Bier mit Kühlschrank
Produkt:
Tucher CoolKeg
Datum: 19.06.03, geändert am 19.06.03 (4310 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Schnell, Kühl, Praktisch
Nachteile: Unhandlich
Pfingsten - Zelten - Bier! Das war bei uns schon immer so. Da man im Wald keinen Bierkühler betreiben kann, war die Temperatur des Gerstensaftes immer zu hoch. Nach einem gescheiten Insidertip haben wir uns in diesem Jahr für Tucher CoolKeg Fässer entschieden. FAZIT vorweg: Diese Erfindung ist die beste seit Erfindung des Rades ;-).
Doch nun im Einzelnen... Ein CoolKeg Faß sieht aus wie ein normales 50 Liter Faß. Leider sind nur etwas mehr als 20 Liter drin. Der Rest vom Fass geht für das Kühlsystem drauf. Weiterhin gibt es zum Faß gleich einen Zapfhahn, so dass dem Biervergnügen nichts im Wege steht. Das Ganze kostet zwischen 35,- und 40,- Euro. Ein verhältnismäßiger Preis, wenn man bedenkt, dass man keinerlei andere Aperaturen wie Bierkühler, Zapfanlage und CO2 Flaschen mieten muss. Leider sind pro Faß 50,- Euro Pfand fällig. Das ist zwar mehr als das Bier selbst kostet aber es ist jeden Cent wert.
30-40 Minuten vor dem Biergenuß legt man an der Oberseite des Fasses einen Hebel rum. Nun beginnt der (als garantiert biologisch) beschriebene Kühlprozess. Das macht sich nach einigen Minuten durch eine deutliche Erwärmung der Aussenseite des Fassen bemerkbar. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es im Faß kalt wird. Nach 30 Minuten sticht man den mitgelieferten Plastik-Zapfhahn in eine Öffnung an der unteren Seite des CoolKeg. Hahn aufdrehen - rauslassen - Bier mit 7-9 Grad genießen. Wie gesagt 20,6 Liter Inhalt entsprechen etwa 2 Kästen Bier.
Tucher... Geschmackssache! Sicherlich nicht für jedermann. Mir hat es sehr gut geschmeckt und ein kaltes Tucher ist nahezu jedem warmen Bier vorzuziehen. Übrigens gibt es die Fässer nicht nur mit Pils sondern auch mit Weizen. Weizen schmeckt mir aber generell nicht aber Weizentrinker fanden den Geschmack toll.
Das Kühlsystem beruht laut Herstellerangabe auf dem Prinzip der Verdunstungskälte. (Vermutlich so eine Art Deo Spray Effekt). Durch das Auslösen des Ventils verdunstet Wasser in ein mit Zeolit (Mineral) gefüllt
es Vakuum. Dabei entzieht das verdunstende Wasser dem ganzen System Wärme und kühlt das Fass auf diese Weise innen ab. Gelangt der Wasserdampf in das Zeolit wird er dort gebunden. Hier findet wahrscheinlich der umgekehrte Prozess statt und das Zeolit erwärmt die Aussenseite des Fasses. (So hab ich mir das zusammengereimt - und ich kann nur hoffen, dass es auch so ist).
Alles in allem hat uns Tucher CoolKeg ein tolles Pfingstfest beschert und es wird wohl auf keiner Gartenparty mehr anderes Bier getrunken werden.
Der einzige mir bekannte Nachteil ist, dass das Faß nicht über Tragegriffe verfügt. Man muss sich ganz schön anstrengen, wenn man es alleine tragen will (Bruttogewicht ca. 45kg). Und wenn man 15 dieser Fässer auf den Zeltplatz wuchten muss braucht man danach wirklich ein kühles Bier. Dieser Fakt hält mich jedoch nicht davon ab, hier die volle Punktzahl zu vergeben.
Fazit:
Name des Mitglieds: fux75
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