Der alte Goethe..
Produkt:
Köstritzer Schwarzbier
Datum: 20.12.00, geändert am 20.12.00 (153 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Geschmack
Nachteile: Verbreitung in westd. Kneipen
.. soll schon gewusst haben, was gut ist. So auch Koestritzer Schwarzbier. Laut Etikett. Aber was wird eigentlich nicht auf den Frankfurter/Weimarer zurueckgefuehrt ?
Etwas was vor mehr als 10 Jahren allgemein mit Unglaeubigkeit quittiert wurde :
Im Osten Deutschlands ist die Vielfalt. Aufs Brauwesen bezogen.
Verzog man frueher bei Besuchen in "Ossiland" das Gesicht beim Genuss von
Rex-Pils ( den Geruechten zufolge mit Galle statt Hopfen gebittert ) und Club-Cola ( Ja, ich
war damals sehr jung. ;-), so stellte ich bei regelmaessigen
Touren nach Thueringen ab 1994 fest, das man durchaus weiss, was sich gehoert : Mehr Sorten als
man traeumen mag, viele kleine Brauereien, auch noch einiges an Eigenstaendigkeit. Letzteres hat
sich gegeben, aber die Sortenvielfalt blieb (Schwarzbiere, Rauchbiere, In Buchenholz gelagerte...).
Die Koestritzer Brauerei gehoert inzwischen zu Bitburger, was wohl als Gluecksfall zu bezeichnen ist.
Hohe Qualitaet bei grosser Verbreitung in GANZ Deutschland sind wohl nur in Verbund mit einem
finanzstarken Eigner zu schaffen gewesen, zumal die meisten Biertrinker im Westen
der Republik bis 1997 nicht den Hauch einer Ahnung hatten, was Schwarzbier ist. Ich
erinnere mich da an die Silberhochzeit meiner Eltern in 04/97, ich hatte auf ein Fass Koestritzer
bestanden, das Zeug wurde weitestgehend fuer Dunkelbier gehalten und fuer juengeren Gaeste verlangt -
bis ich dann erklaerend einschritt. Die 30l wurden dann beim Aufraeumen am naechsten Tag verdrueckt.
Heute findest du den schwarzen Stoff an jeder Tanke, wohl auch dank der Eifler Vertriebstalente.
Wohlschmeckend, mild und wirklich was besonderes ist das Koestritzer auch heute. Die meisten
Schwarzbiere ( z.B. Maerkischer Landsmann ) sind eher malzig suess, zu Kater und Ueberdruss fuehrend,
Koestritzer hat seinen eigenen Geschmack, herber, vielfaeltig, manchmal in Lakritz abgehend. Aber immer
erfrischend, am besten aus den inzwischen fuer Schwarzbiere typischen Rastal-Stielglas. Das Glas macht
wirklich viel zu diesem Bier aus ( Wenn die Dinger auch sehr bruchempfindlich sind )
, als ALternative kann ich mir noch die britischen Pint-Glaeser vorstellen.
Aus normalen Pils, Alt, Willi-Bechern schmeckt es nicht so edel. Aber trotzdem lecker. Und vom Fass am Besten.
Toll, diese Vielfalt in den Thueringer Kneipen und Brauereien.
Etwas was vor mehr als 10 Jahren allgemein mit Unglaeubigkeit quittiert wurde :
Im Osten Deutschlands ist die Vielfalt. Aufs Brauwesen bezogen.
Verzog man frueher bei Besuchen in "Ossiland" das Gesicht beim Genuss von
Rex-Pils ( den Geruechten zufolge mit Galle statt Hopfen gebittert ) und Club-Cola ( Ja, ich
war damals sehr jung. ;-), so stellte ich bei regelmaessigen
Touren nach Thueringen ab 1994 fest, das man durchaus weiss, was sich gehoert : Mehr Sorten als
man traeumen mag, viele kleine Brauereien, auch noch einiges an Eigenstaendigkeit. Letzteres hat
sich gegeben, aber die Sortenvielfalt blieb (Schwarzbiere, Rauchbiere, In Buchenholz gelagerte...).
Die Koestritzer Brauerei gehoert inzwischen zu Bitburger, was wohl als Gluecksfall zu bezeichnen ist.
Hohe Qualitaet bei grosser Verbreitung in GANZ Deutschland sind wohl nur in Verbund mit einem
finanzstarken Eigner zu schaffen gewesen, zumal die meisten Biertrinker im Westen
der Republik bis 1997 nicht den Hauch einer Ahnung hatten, was Schwarzbier ist. Ich
erinnere mich da an die Silberhochzeit meiner Eltern in 04/97, ich hatte auf ein Fass Koestritzer
bestanden, das Zeug wurde weitestgehend fuer Dunkelbier gehalten und fuer juengeren Gaeste verlangt -
bis ich dann erklaerend einschritt. Die 30l wurden dann beim Aufraeumen am naechsten Tag verdrueckt.
Heute findest du den schwarzen Stoff an jeder Tanke, wohl auch dank der Eifler Vertriebstalente.
Wohlschmeckend, mild und wirklich was besonderes ist das Koestritzer auch heute. Die meisten
Schwarzbiere ( z.B. Maerkischer Landsmann ) sind eher malzig suess, zu Kater und Ueberdruss fuehrend,
Koestritzer hat seinen eigenen Geschmack, herber, vielfaeltig, manchmal in Lakritz abgehend. Aber immer
erfrischend, am besten aus den inzwischen fuer Schwarzbiere typischen Rastal-Stielglas. Das Glas macht
wirklich viel zu diesem Bier aus ( Wenn die Dinger auch sehr bruchempfindlich sind )
, als ALternative kann ich mir noch die britischen Pint-Glaeser vorstellen.
Aus normalen Pils, Alt, Willi-Bechern schmeckt es nicht so edel. Aber trotzdem lecker. Und vom Fass am Besten.
Toll, diese Vielfalt in den Thueringer Kneipen und Brauereien.
Fazit:
Name des Mitglieds: roman
Weitere Testberichte: im Bereich Bier



20.12.00
Danke für die Erklärung. Ich trinke seit einiger Zeit Köstritzer. Bis jetzt wußte ich gar nicht, daß dies Bier ein "Ossi-Bier " ist und deshalb früher gar nicht verkauft wurde. Hatte mich nur gewundert, daß mir das Bier nicht schon aufgefallen ist, wo ich doch ganz gerne mal einen Kasten "Unbekannt es" kaufe.