Herforder Felsenkeller

Ein Bier mit Stein im Brett

Produkt:

Herforder Felsenkeller

Datum: 13.09.02, geändert am 13.09.02 (205 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Lecker, süffig, "vollmalzig"

Nachteile: teures Vergnügen, bescheidene Website

Was macht man am Wochenende fern der Heimat? Richtig: Freund einladen, SCHÖN einen grillen, quatschen, Musike zu hören und natürlich auch etwas Alkoholica wegzunuckeln. Neben dem Nahkampftest mit Federweißer (Mein Eindruck: Klebt extrem!!!) und Lambrusco (besagter Freund hatte einen Italienurlaub hinter sich und war von daher auf den geschmack gekommen...) war es ein wohlfeiler Umstand, dass ein Getränkemarkt mein Nachbar ist. Ja, da trinkt man doch gerne mal beim Nachbarn ;-)

Dort gibt es einiges an Spezialitäten, angefangen vom Pornobier (... – ohne Worte) über diese neumodischen Biermixgetränke (mein Gott, sind die Leute zu dämlich Cola und Bier selbst zusammenzuschütten, vermutlich bringt es niemand über´s Herz, das gute Pilz derartig zu verschwenden) bis hin zu allerley ernsthaftere vertreter der Brauereien.

So nahm man, neben der Plastik-Liter-Flasche Tucher Pils (Hat auch excellent geschmeckt und ist achtzehnmal umweltfreundlicher als Dosen, zudem der Liter ein Euro) und nem Maisels-Sixpack mit Glas auch einen Sechserträger Herforder Felsenkeller.


Aussehen
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Die Pappe ist durchaus ähnlich atmosphärisch gestaltet wie der Name anmuten läßt. Felsenkeller, das klingt dunkel und gehaltvoll, und als Rollenspieler muss man hier zugreifen. Das Bier kommt in schwarz etikettierter Longneck, hust, Langhalsflasche daher und die Goldschrift, geprägt auf dunklem Braun,
verspricht edles Ambiente.


Geschmack
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Wie der Name andeutet, handelt es sich um ein dunkles Lager, jedoch kein Schwarzbier. So schmeckt es auch malziger, auch pilziger als typische Schwarzbiervertreter wie Köstritzer oder Schwarzer Steiger, ist aber am ehesten mit diesen Sorten zu vergleichen, da es auch diesen typischen vollen Schwarzbierabgang (der Benutzer bleibt kriechend auf dem Boden zurück, natürlich das Nacharoma im Hals) hat. Der Vergleich zu einem dunklen Bock, wie dem Einbecker, würde hingegen in di
e Hose gehen, ein ganz anderer Charakter. Auf der Webpage findet sich der passende Ausdruck „vollmalzig“, den ich mich nach Hören kopfnickend anschloß. Dort fand sich dann auch noch einzig die Info, dass der Alkoholgehalt bei 4,9% und die Stammwürze bei 12,2% liegt.


Geschichte
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Das Bier gibt es erst seit Anfang diesen Jahres wieder in der Flasche, vorher nur als lecka Fassbier erhältlich. Die Brauerei will damit dem gewachsenen bedarf nach Bierspezialitäten Rechnung tragen, was zumindest bei diesem Produkt gelungen ist. Bei anderen, wie Herforder 50/50 Zitrone (übrigens mit kalorienreduzierter, ungezuckerter Limonade), Apfel und Cola, vermag ich das nicht zu beurteilen. Den Umsatz macht die Brauerei übrigens zu 95% mit dem Herforder Pils, die restlichen 5% teilen sich dieses Gebräu, Alkoholfrei, die erwähnten Fiftyfity und zuguterletzt noch der Winterpils sowie die Bockbiere.

Der Name „Felsenkeller“ ist übrigens nicht aus der Luft gegriffen, sondern beruft sich auf die Tradition dieser Brauerei, die seit 1895 im felsenkeller braut – und schon damals gehörte dieses dunkle Lager zum Sortiment ;-)


www.herforder-felsenkeller.de
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Die Webside ist kein Hammer, enthält nur wenige Produktaufmachung und ist grafisch eine Mischung aus dem Design der Flasche und dem der Hauptseite (www.herforder.de). Außerdem ein Quiz, bei der man einen Besichtigungstermin in der Brauerei gewinnen kann. Ich bin mir allerdings sicher, dass man auch so eine kostenlos machen kann, ich spreche da aus Erfahrung, habe bei den Pfadfindern immerhin drei besucht (Maisels in Bayreuth, Holsten in Kiel [mittlerweile gibt es diese Niederlassung nicht mehr] und eine Klosterbrauerei in Bayern – man, wie lecker war da eigentlich ein Radler nach anstrengender wanderung, hmm). Die Gratis-SMS-Action ist mir hingegen ein Rätsel geblieben, scheint an die Geinner eines vorherigen Qui
zes gerichtet zu sein oder???


Preis
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Nun, bei ALDI bekommt man mit Sicherheit günstigeres Bier. ABER es ist ja schließlich eine Spezialität, die 24er-Kiste schlägt sich mit knapp 13 Euro zu Buche, der Sechserträger überrascht mit 4,99 Euro (mich jedenfalls an der Kasse...). (0,33er-Flaschen)


Fazit
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Lecker Pils, halt Lager. Sollten Bierliebhaber unbedingt antesten, darüber hinaus wird es wohl allein schon aufgrund des Preises kein Dauervergnügen werden. Die Website hingegen wird dem Bier nicht ganz Würdig, aber wird hier natürlich nicht weiter bewertet ;-)

Also, hoch die Tassen!

Fazit:

Name des Mitglieds: Greifenklaue