
File: JDB 11T5M
Produkt:
Harp Irish Lager
Datum: 07.01.01, geändert am 12.01.01 (148 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Für ein Lager wirklich nett, kaum Negatives zu bemerken
Nachteile: Geruch, sonst nichts
Dundalk, 07.01.2001
Betr.: Observierung eines Zielobjektes
File: JDB 11T5M
Sehr geehrter Mr. Doe,
Ihr Auftrag hat mich erneut in das europäische Ausland verschlagen. Ich befinde mich derzeit in einem kleinen Mittelklasse-Hotel in Dundalk, Irland.
Nicht zuletzt, da es hier keinen billigen Bourbon, sondern lediglich hochklassigen Irish Whisky an der Hotelbar gibt, bitte ich erneut um Zusendung eines Schecks in größerer Höhe zur Spesendeckung!
Doch kommen wir zum Auftrag.
Ich habe vor einigen Tagen ein weiteres Zielobjekt entdeckt. Ob es ein potentieller Kandidat für Ihre Belange ist, bleibt abzuwaten.
Nach längerer Observierung konnte ich ein Exemplar gefangen nehmen, und sende ihnen anbei meine Eindrücke.
Doch beginnen wir mit dem Bericht der Observierung:
*************
Optik
Das Objekt ist klein und unscheinbar braun, von gewöhnlicher Statur.
Am Hals trägt es eine Binde, welche auf schwarzem Grund von einem kleinen, ovalen Logo geziert wird.
(Ein goldener Hintergrund, eine rote Harfe und die Worte Harp Lager)
Auch der Bauch des Objektes ist verziert. Auch hier ist die Grundfarbe von einem angenehmen Schwarz.
Links in der oberen Ecke versucht sich ein kleingedrucktes „Irisches Bier, Alc. 5,0% Vol.“ zu verstecken.
Aha! Alkohol! Kein Wunder, daß der Schlingel sich verstecken will.
In der Mitte der Bauchverzierung trägt das Objekt wiederum das bereits weiter oben identifizierte Logo.
Lediglich die Worte „Irish Lager Beer“ und „Brewed in Ireland“ kommen hinzu.
Soso, das Objekt ist also aus Irland. Somit habe ich bereits nach wenigen Minuten die Herkunft ermitteln können!
Eitel ist das Objekt scheinbar auch, denn im unteren Teil finden sich vier goldene Medaillen. Hmm..und das in dem Alter, denn ein Aufdruck am Zielobjekt zeigt, daß bereits seit 1759 solcherlei Objekte hergestellt werden.
Mr. Doe...
ich weiß, Sie sind bereits jetzt von meiner Arbeit begeistert, aber nachdem ich das Objekt mehrere Tage intensiv observiert habe, konnte ich nach einem ersten Blick auf dessen Rücken weitere Einzelheiten ermitteln.
Harp Lager wird in Irland von Guinness gebraut (DAS, lieber Mr. Doe, sollte eigentlich ein Qualitätsmerkmal sein...!). Dieses hervorragende, dreimal mit der Brüsseler Goldmedaille ausgezeichnete helle Bier wird mit derselben Sorgfalt und inn Erfüllung der hohen Ansprüche gebraut, für die Guinness Stout seit 1759 berühmt ist.
Das Objekt scheint Verbindungen nach Spanien zu haben, denn dieser Aufdruck findet sich an andere Stelle in spanisch wieder...ich werde ein Auge auf das Objekt haben, da ich von einer eventuellen Flucht ausgehen muß!
Ebenfalls interessant wäre es, herauszufinden, welch seltsame Zeichnung einer Person das Objekt mit sich herumträgt.
Ah Nein, ich habe es mir bereits notiert. Bei der Person handelt es sich um Arthur Guinness. Meinen Ermittlungen zufolge, hat diese Person von 1725 bis 1803 gelebt. Somit sollte sie keine Bedrohung mehr für den Auftrag darstellen.
Das Objekt besteht im Übrigen aus Wasser, Gerstenmalz, Mais und Hopfen.
Der Stammwürzegehalt ist mit 11,9° ermittelt worden.
Das Objekt ist unauffällig klein bei einer Größe von etwa 33cl.
Nach intensivsten Bemühungen kann ich Ihnen nun auch die genaue Herkunft des Objektes nennen:
Harp Ireland Ltd.
Carrick Road
Dundalk, Ireland
Hier bin ich nun angekommen, um der Sache genauer auf den Grund zu gehen.
Wenn ich es mir recht überlege, dauert der Postweg zu lange. Ich bitte um zeitnahe telegrafische Überweisung eines nennenswerten Spesenbetrages.
So, Mr. Doe, da es mir, wie eingangs erwähnt, gelungen ist, ein Zielobjekt zu überwältigen, werde ich nun weiter ins Detail gehen.
*******************
Das Öffnen, der Geruch, die Optik, erster Eindruck
Das Objekt gi
bt, während ich es köpfe, seltsame, aber wohlklingende Geräusche von sich.
Es ist definitiv ein Ploppen und Zischen zu vernehmen, welches meine Ohren erfreut.
Der Geruch, der dem Objekt entströmt, läßt darauf schließen, daß es längere Zeit in seinen eigenen Verdauungssäften gelegen haben muß. Es ist bestimmt keine Freude, neben solch einem Objekt zu erwachen.
Aber nicht nur negativ, sondern auch ganz im Allgemeinen, ist der Geruch eher untypisch für ein Objekt der Lager-Gattung.
Beim Umfüllen des Objektes in ein anderes Behältnis, scheint dieses sich ziemlich aufzuregen, denn es schäumt geradezu vor Wut. Allerdings beruhigt sich das Zielobjekt genau so schnell wieder, und von Schaum ist nichts mehr zu sehen.
Ich möchte hier an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich Profi bin, Mr. Doe...und die Entwicklung des Schaumes im Glas abwarte, bevor ich ihn beurteile. Warum?
Nun, ich halte es für meine Pflicht, Sie auch darüber zu unterrichten.
Auch wenn Sie sicher sind, daß Ihre Gläser sauber und ohne Fettspuren unter den Zapfhahn kommen, kann es zu Beschwerden Ihrer Gäste kommen, das Bier sei schal, es hätte keine Schaumkrone!
Bitten Sie in diesem Falle Ihren Gast höflich, sich den Mund abzuwischen. Denn meistens sind fettige Lippen der Hauptgrund für das Zusammenfallen der Krone!
Farblich ist das Objekt lediglich einen Tick dunkler, als die Ihnen bereits bekannte Rasse „Pilsener“.
Mr Doe, ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich in Ihrem Auftrage gezwungen bin, entwürdigende Dinge zu tun. Trotz dem „Duft“, der dem Zielobjekt entweicht, werde ich es nun mit meinem Munde berühren.
Als Entschädigung erwarte ich eine Erhöhung der Spesenpauschale, die bitte bis gestern an mein Hotel überwiesen gewesen sein wird!
Erstaunlicherweise schmeckt das ZO weitaus besser, als es der Geruch erahnen läßt. Hier überwiegt eindeutig der Bestandteil an Hopfen. Ei
n nicht all zu herber, minimal süßlicher Geschmack ist tatsächlich erfreulich für meinen Gaumen. (Natürlich nicht zu vergleichen mit billigem Bourbon...aber trotzdem gut!)
Ich werde jetzt diesen Bericht in Kürze schliessen, sowie ein Fazit ziehen.
Vorher jedoch werde ich das Objekt ein letztes Mal genau in Mundschein nehmen, in der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen, Ihre Musikkenntnisse aufzufrischen, und ein wenig bei einem Kollegen, namens „HaloB“ zu stöbern. Sie werden dort sehr gute Berichte zu lesen bekommen.
OK, Mr. Doe....
Hier mein Schlußbericht zu diesem Zielobjekt.
Das Zielobjekt ist durchaus für den Genuß zwischendurch geeignet, weniger jedoch für den Dauergebrauch.
Für Ihr Problem habe ich somit immer noch nicht das Richtige ausfindig machen können!
Grund: Dieses Objekt hebt sich nur geringfügig aus der Masse ab. Und genau das ist das Problem: Es gibt so viele Zielobjekte, daß man schon etwas Besonderes sein muß, um aufzufallen.
Ebenfalls hatte ich von der Herkunft des Objektes mehr erwartet. Der Name „Guinness“ verpflichtet halt.
Und da auch der mein Name verpflichtet, beende ich hiermit den Bericht, denn ich muß eben Ihre Überweisung in Empfang nehmen, und mich anschließend sofort wieder auf die Suche nach einem neuen Objekt machen.
Bis dahin verbleibe ich,
Hochachtungsvoll
Rick V.
Detektei Marlowe :)
Betr.: Observierung eines Zielobjektes
File: JDB 11T5M
Sehr geehrter Mr. Doe,
Ihr Auftrag hat mich erneut in das europäische Ausland verschlagen. Ich befinde mich derzeit in einem kleinen Mittelklasse-Hotel in Dundalk, Irland.
Nicht zuletzt, da es hier keinen billigen Bourbon, sondern lediglich hochklassigen Irish Whisky an der Hotelbar gibt, bitte ich erneut um Zusendung eines Schecks in größerer Höhe zur Spesendeckung!
Doch kommen wir zum Auftrag.
Ich habe vor einigen Tagen ein weiteres Zielobjekt entdeckt. Ob es ein potentieller Kandidat für Ihre Belange ist, bleibt abzuwaten.
Nach längerer Observierung konnte ich ein Exemplar gefangen nehmen, und sende ihnen anbei meine Eindrücke.
Doch beginnen wir mit dem Bericht der Observierung:
*************
Optik
Das Objekt ist klein und unscheinbar braun, von gewöhnlicher Statur.
Am Hals trägt es eine Binde, welche auf schwarzem Grund von einem kleinen, ovalen Logo geziert wird.
(Ein goldener Hintergrund, eine rote Harfe und die Worte Harp Lager)
Auch der Bauch des Objektes ist verziert. Auch hier ist die Grundfarbe von einem angenehmen Schwarz.
Links in der oberen Ecke versucht sich ein kleingedrucktes „Irisches Bier, Alc. 5,0% Vol.“ zu verstecken.
Aha! Alkohol! Kein Wunder, daß der Schlingel sich verstecken will.
In der Mitte der Bauchverzierung trägt das Objekt wiederum das bereits weiter oben identifizierte Logo.
Lediglich die Worte „Irish Lager Beer“ und „Brewed in Ireland“ kommen hinzu.
Soso, das Objekt ist also aus Irland. Somit habe ich bereits nach wenigen Minuten die Herkunft ermitteln können!
Eitel ist das Objekt scheinbar auch, denn im unteren Teil finden sich vier goldene Medaillen. Hmm..und das in dem Alter, denn ein Aufdruck am Zielobjekt zeigt, daß bereits seit 1759 solcherlei Objekte hergestellt werden.
Mr. Doe...
ich weiß, Sie sind bereits jetzt von meiner Arbeit begeistert, aber nachdem ich das Objekt mehrere Tage intensiv observiert habe, konnte ich nach einem ersten Blick auf dessen Rücken weitere Einzelheiten ermitteln.
Harp Lager wird in Irland von Guinness gebraut (DAS, lieber Mr. Doe, sollte eigentlich ein Qualitätsmerkmal sein...!). Dieses hervorragende, dreimal mit der Brüsseler Goldmedaille ausgezeichnete helle Bier wird mit derselben Sorgfalt und inn Erfüllung der hohen Ansprüche gebraut, für die Guinness Stout seit 1759 berühmt ist.
Das Objekt scheint Verbindungen nach Spanien zu haben, denn dieser Aufdruck findet sich an andere Stelle in spanisch wieder...ich werde ein Auge auf das Objekt haben, da ich von einer eventuellen Flucht ausgehen muß!
Ebenfalls interessant wäre es, herauszufinden, welch seltsame Zeichnung einer Person das Objekt mit sich herumträgt.
Ah Nein, ich habe es mir bereits notiert. Bei der Person handelt es sich um Arthur Guinness. Meinen Ermittlungen zufolge, hat diese Person von 1725 bis 1803 gelebt. Somit sollte sie keine Bedrohung mehr für den Auftrag darstellen.
Das Objekt besteht im Übrigen aus Wasser, Gerstenmalz, Mais und Hopfen.
Der Stammwürzegehalt ist mit 11,9° ermittelt worden.
Das Objekt ist unauffällig klein bei einer Größe von etwa 33cl.
Nach intensivsten Bemühungen kann ich Ihnen nun auch die genaue Herkunft des Objektes nennen:
Harp Ireland Ltd.
Carrick Road
Dundalk, Ireland
Hier bin ich nun angekommen, um der Sache genauer auf den Grund zu gehen.
Wenn ich es mir recht überlege, dauert der Postweg zu lange. Ich bitte um zeitnahe telegrafische Überweisung eines nennenswerten Spesenbetrages.
So, Mr. Doe, da es mir, wie eingangs erwähnt, gelungen ist, ein Zielobjekt zu überwältigen, werde ich nun weiter ins Detail gehen.
*******************
Das Öffnen, der Geruch, die Optik, erster Eindruck
Das Objekt gi
bt, während ich es köpfe, seltsame, aber wohlklingende Geräusche von sich.
Es ist definitiv ein Ploppen und Zischen zu vernehmen, welches meine Ohren erfreut.
Der Geruch, der dem Objekt entströmt, läßt darauf schließen, daß es längere Zeit in seinen eigenen Verdauungssäften gelegen haben muß. Es ist bestimmt keine Freude, neben solch einem Objekt zu erwachen.
Aber nicht nur negativ, sondern auch ganz im Allgemeinen, ist der Geruch eher untypisch für ein Objekt der Lager-Gattung.
Beim Umfüllen des Objektes in ein anderes Behältnis, scheint dieses sich ziemlich aufzuregen, denn es schäumt geradezu vor Wut. Allerdings beruhigt sich das Zielobjekt genau so schnell wieder, und von Schaum ist nichts mehr zu sehen.
Ich möchte hier an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich Profi bin, Mr. Doe...und die Entwicklung des Schaumes im Glas abwarte, bevor ich ihn beurteile. Warum?
Nun, ich halte es für meine Pflicht, Sie auch darüber zu unterrichten.
Auch wenn Sie sicher sind, daß Ihre Gläser sauber und ohne Fettspuren unter den Zapfhahn kommen, kann es zu Beschwerden Ihrer Gäste kommen, das Bier sei schal, es hätte keine Schaumkrone!
Bitten Sie in diesem Falle Ihren Gast höflich, sich den Mund abzuwischen. Denn meistens sind fettige Lippen der Hauptgrund für das Zusammenfallen der Krone!
Farblich ist das Objekt lediglich einen Tick dunkler, als die Ihnen bereits bekannte Rasse „Pilsener“.
Mr Doe, ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich in Ihrem Auftrage gezwungen bin, entwürdigende Dinge zu tun. Trotz dem „Duft“, der dem Zielobjekt entweicht, werde ich es nun mit meinem Munde berühren.
Als Entschädigung erwarte ich eine Erhöhung der Spesenpauschale, die bitte bis gestern an mein Hotel überwiesen gewesen sein wird!
Erstaunlicherweise schmeckt das ZO weitaus besser, als es der Geruch erahnen läßt. Hier überwiegt eindeutig der Bestandteil an Hopfen. Ei
n nicht all zu herber, minimal süßlicher Geschmack ist tatsächlich erfreulich für meinen Gaumen. (Natürlich nicht zu vergleichen mit billigem Bourbon...aber trotzdem gut!)
Ich werde jetzt diesen Bericht in Kürze schliessen, sowie ein Fazit ziehen.
Vorher jedoch werde ich das Objekt ein letztes Mal genau in Mundschein nehmen, in der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen, Ihre Musikkenntnisse aufzufrischen, und ein wenig bei einem Kollegen, namens „HaloB“ zu stöbern. Sie werden dort sehr gute Berichte zu lesen bekommen.
OK, Mr. Doe....
Hier mein Schlußbericht zu diesem Zielobjekt.
Das Zielobjekt ist durchaus für den Genuß zwischendurch geeignet, weniger jedoch für den Dauergebrauch.
Für Ihr Problem habe ich somit immer noch nicht das Richtige ausfindig machen können!
Grund: Dieses Objekt hebt sich nur geringfügig aus der Masse ab. Und genau das ist das Problem: Es gibt so viele Zielobjekte, daß man schon etwas Besonderes sein muß, um aufzufallen.
Ebenfalls hatte ich von der Herkunft des Objektes mehr erwartet. Der Name „Guinness“ verpflichtet halt.
Und da auch der mein Name verpflichtet, beende ich hiermit den Bericht, denn ich muß eben Ihre Überweisung in Empfang nehmen, und mich anschließend sofort wieder auf die Suche nach einem neuen Objekt machen.
Bis dahin verbleibe ich,
Hochachtungsvoll
Rick V.
Detektei Marlowe :)
Fazit:
Name des Mitglieds: cyranorick
Weitere Testberichte: im Bereich Bier


22.02.01
du hast bei deinem langen bericht leider vergessen zu erwähnen das dieses Bier mit künstlichen zusätzen wie Schaumstabilisa toren und ähnlichen hergestellt wird. das trübt dann schon den Genuß dieses an sich gut schmeckenden Bieres.