Flensburger Weizen

"Man kauft kein Schwein beim Bäcker!" Opa hatte Recht!!!

Produkt:

Flensburger Weizen

Datum: 11.03.11, geändert am 11.03.11 (145 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Hat man nur, wenn man es nicht trinkt.

Nachteile: Kein Weizen, wie man es kennt und mag. Säuerlich im Abgang!

= = = = = = Flensburger Weizenbier : = = = = = =

Ich muss ja gestehen, dass mich schon immer die Werbung dieser Marke aus dem hohen Norden begeistert hat. Egal ob Radio oder im TV hatten die immer sehr markige Sprüche, welche sehr einprägsam waren und einen zum Lachen gebracht haben.

Neben dem Pilsener, von dem ich gern immer einen Kasten für gute Freunde (und ich bin mein bester Freund) zu Hause habe, wollte ich im Sommer auch mal drei Weizen Handgranaten dieses Hersteller erproben, denn im Sommer ein kühles Weizen ohne Zitrone, darauf bestehe ich, denn das lässt nur den leckeren Schaum verschwinden, ist schon in der Regel eine feine Sache.

Klar denke man dabei ganz gern an Oktoberfeste und München, aber weil Flens aus dem kühlen Norden eigentlich zu meiner Lieblingsmarke avanciert ist, wollte ich mal die Probe aufs Exempel machen und mich selbst überzeugen, ob dieser Norden / Süden Konntest zwangsläufig zu Gunsten des Südens und der langjährigen Vorerfahrung ausgehen würde.

Um es kurz zu sagen: Ja, der Süden gewinnt ganz klar. Rein optisch steht das Bier aus Flensburg der Sorte Weizen seinen Brüdern aus dem Süden in keiner Weise nach, aber was den Geschmack angeht, geht der Sieg ganz eindeutig an die Bayern. So viel zum Motto meines verstorbenen Opas: "Man kauft kein Schwein beim Bäcker!" Der gute Mann wusste, es immer so schön auf den Punkt zu bringen, was die Logik einem Vernunftwesen eigentlich gebieten sollte.

Auf den ersten Schluck darf man bei einer solchen Verkostung natürlich in der Regel schon mal keinerlei Voting abgeben, denn der erste Schluck geht immer zu Lasten des Durstes, ohne den man der Flasche keinerlei Beachtung geschenkt hätte. Außerdem ist das Setting und hier besonders das Klima zu nennen, von entscheidender Bedeutung für den Test. Ein Glas Weizen trinkt man nur beim warmen Wetter und das im Garten am Besten zu Grillsaison. Auf keinen Fall auf einer Party, wo es nur um die Wirkung und nicht den Genuss geht.

Trotz der optimalen Bedingungen und dem richtigen Setting in der letzten Grillzeit erinnert mich dieses Weizen beim zweiten Schluck zuerst an die Pils Version, denn es perlt ähnlich herb über die Zunge. Aber im Abgang kommt eine säuerliche Note hinzu, als ob man doch eine Zitrone in der Flasche versteckt hätte. Das gibt Abzug in der B-Note, denn man merkt deutlich dieses künstliche Aroma, welches mit keiner Silbe aus einer der Inhaltstoffe hervorgeht, man es aber von so Instant Zitronen in Plastikbehältnissen kennt, wie sie in Küchen manchmal benutzt werden, um Fischgerichte diesen säuerlichen Schuss zu verpassen.

Für den Optikcheck habe ich aber gegen meine Gewohnheit, direkt aus diesen süßen 0,33 Litter Handgranaten Bottles mit Bügelverschluss und kleinem Einmachgummiring zu trinken nach dem Plopp, verstoßen und die Flüssigkeit in ein Weizenglas eines anderen Herstellers geschüttet. Okay, das wurde zwar nicht ganz voll, aber es sah vom der Schaumkrone schon so seimig aus, wie man es bei Weizen gewohnt war. Da ich das nun wusste, versuchte ich die zweite Flasche auf alt bewehrte Weise zu vertilgen und wurde dafür mit einem noch intensiveren Nachgeschmack "beglückt". Bäääääääääääääääääh! Flasche drei steht immer noch bei mir rum und wartet auf den Feind, der sich bei mir zum Stell DICH EIN einfinden möchte. Aber selbst dem würde ich die Flasche wahrscheinlich nicht andrehen. Aber man weiß ja nie, was das Leben einem noch so bringt. ;) Ansonsten werde ich wahrscheinlich nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums die Flasche entleeren im Ausguss und einfach den Pfand abkassieren. Armes Abflussrohr!

Natürlich wird Flensburger aus Tradition seit 1888 nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut und deshalb befinden sich auch nur die typischen Inhaltstoffe in diesem Gerstensaft der besonderen Art: Zutaten: Wasser-Weizenmalz-Gerstenmalz-Hefe-Hopfenextrakt. Der Kenner kommt jetzt ins Wanken, denn das gute alte Reinheitsgebot von vor knapp 500 Jahren hat meines Wissenstandes nach einen anderen Wortlaut, aber da wollen wir es mal nicht übertrieben eng nehmen und drücken dafür mal beide Augen gelinde gesagt, mit Nachdruck zu. Denn ich muss ja so oder so von dem Verkosten abraten, wenn nicht sogar warnen. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag ich da nur. Und Weizen in Bayern, Flens in Hamburg, aber nur das Pils und dann liefert es jeweils in meine Getränkehandel um die Ecke.

5,1 Umdrehungen sind damit zu erreichen und schränken damit die Fahrtüchtigkeit ein. Also Autofahrer und Kinder: Finger weg und don´t drink and drive und in dem Fall besser don´t drink it at all!!!

Die leeren Pullen soll man nach Verwendung bzw. Entleerung geöffnet lassen, dann ist wohl die Reinigung etwas leichter fällt bzw. es sich nichts festsetzt, was man beim Recycling nicht mehr rausbekommt.


= = = = = = Mein Fazit : = = = = = =

Weizen dieser Sorte kann man meiner Meinung nach nicht weiterempfehlen, sondern sollte dabei lieber der bayrischen Konkurrenz den Vortritt lassen, die verstehen ihr Geschäft auf dem Gebiet deutlich besser. Aber trotzdem bleibe ich Flens im Alltag treu, nur bei deren Pils und eben nicht den Fläschken, die mit dem Weizen Sticker an der Banderole etikettiert sind!

Ich freue mich auf Eure Kommentare und über Eure Bewertungen, denn ein Bericht, der es Wert ist gelesen zu werden, der ist es auch Wert bewertet zu werden! In diesem Sinne!

Diesen Bericht werde ich auch auf anderen Portalen einstellen.

Viele liebe Grüße, Kai = echo-delta © 2011

Fazit: Klein, hell und bääääääääh!

Name des Mitglieds: echo-delta