Bölkstoff Pilsener

"Frühstück!"

Produkt:

Bölkstoff Pilsener

Datum: 20.07.10, geändert am 24.01.11 (238 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Tolle Idee, witzige Etiketten-Sprüche, nützlicher Bügelverschluss, die Krone bleibt lange erhalten

Nachteile: Der sehr herbe Geschmack und der bittere "Abgang", die zu helle Farbe

Den diesjährigen Urlaub verbrachten wir im nördlichen Teil unseres Landes. Direkt nach der Anreise begaben wir uns, zum Zwecke der Kühlschrankfüllung, in einen Famila-Markt mit zugehörigem Getränkehandel. Als ich an dessen Kasse stand, fiel mir ein Bier auf, das ich zuvor nie gesehen habe. Auffällig waren der Bügelverschluss und die Fratze vom Werner. Ich nahm mir eine der Flaschen und begann mich zu informieren. Später landete sie im Wagen, wurde bezahlt und später eiskalt getrunken. Und nun möchte ich euch alles Wissenswerte zum


BÖLKSTOFF PILSENER


verraten.


DER HERSTELLER

Dieses Bier wurde nach dem deutschen Reinigungsgebot gebraut und abgefüllt von der...


...Bölkstoff Vertriebs GmbH
Postfach 1554
24905 Flensburg


DER KAUFORT, DIE MENGE UND DER PREIS

Wie bereits erwähnt, habe ich dieses nordische Bier in einem Getränkemarkt der Famila-Kette erworben. Genau 0,89 Euro zahlte ich dort für eine Flasche mit 0,33 Litern Inhalt. Ob das viel ist oder wenig, richtet sich nach dem Geschmack des Bieres. Da mir das Zeug nicht sonderlich gut geschmeckt hat, finde ich dieses Bier zu teuer.


DIE FLASCHE...

...besteht aus grünem Glas. Es ist bekannt, dass das Bier in solchen Flaschen schneller altert als in braunen Flaschen. Aus diesem Grunde tippe ich einfach mal, dass die Verwendung von grünem Glas hier einzig und allein der Wiedererkennung dient. Überhaupt fällt auf, dass nordische Biere häufig grün "verpackt" sind. Die Bezeichnung "Bölkstoff" wurde übrigens auch in die Flasche gebrannt.

Interessant finde ich, dass den Bölkstoff-Flaschen ein Bügelverschluss geschenkt wurde. Diesen kannte ich bisher nur von einer anderen bekannten Brauerei ;-) . Vorteile dieses Verschlusses: die Flasche ist, auch ohne Flaschenöffner, schnell geöffnet und es entsteht kein Müll. Manche mögen es als Nachteil erachten: heimliches Trinken ist kaum möglich, denn der Verschluss knallt regelrecht auf: mit etwas Glück macht es "Fump!" ;-). Der Verschluss sitzt straff, trotzdem kann er mit wenig Kraftaufwand geöffnet werden. Es ist also auch für zarte Damen geeignet. Apropos Damen: wer kein ganzes Bier schafft, der kann die Flasche auch zwischendurch wieder verschließen und später weiter trinken ;-) . Ist die Flasche leer, so sollte man den Bügelverschluss nicht schließen. Der Hersteller hat diesbezüglich folgenden interessanten Satz auf das Etikett gedruckt: "Leere Flaschen offen lassen, sonst Tellerlippe!". Auf dem Verschluss ist übrigens ein rotes "W" auf weißem Grund zu sehen.

Beim Verkauf wird auch bei diesen Flaschen ein Flaschenpfand berechnet, den man sich auf Wunsch zurück holen kann. ;-)


DIE HALTBARKEIT

Bier hält sich ja in der Regel lange. Das ist auch beim Bölkstoff der Fall. Die vor mir stehende Flasche trägt als Mindest-Haltbarkeitsdatum den "10.04.11". Ab dem Kaufdatum gerechnet ist das alkoholische Getränk also etwa 9 Monate haltbar, was ich als ausreichend erachte.


DIE ZUTATEN

Was drin steckt? Nichts anderes als in vielen anderen Bieren: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt.
Allerdings kommt es ja auf die Mischung der Zutaten an und auf den Prozess des Brauens. Ob das geklappt hat, erfahrt ihr nun...


EIGENE ERFAHRUNGEN UND DER "GENUSS"

Auf dem Etikett fand ich alle nötigen Informationen in einer gut lesbaren Schriftgröße. Besonders gut gefällt mir die Idee, "Bölkstoff" zu verkaufen. Nachdem Werner vor einigen Jahres ein glatter Erfolg war, war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kommt, das Zeug zu vermarkten ;-) . Wie lange es dieses Getränk schon gibt, weiß ich nicht. Ich kannte es zuvor nicht. Möglicherweise wird es auch vorzugsweise im Norden und somit nicht in meiner Nähe verkauft. Witzig finde ich die gelungenen Sprüche auf den Etiketten. Neben dem von mir gekauften Sorte ("Weiss Bescheid?"), gab es noch "Hau wech","Das Kesselt!" "Ahmbrot!" und "Frühstück!". Möglicherweise sind auch andere Sprüche im "Umlauf". Was steht noch auf dem Etikett? Dass diese Flüssigkeit 4,8 "Umdrehungen" aufweist. Somit ist der Alkoholgehalt für ein deutsches Pilsener etwa durchschnittlich.

Nachdem ich die gekühlte Flasche geöffnet hatte, was ich durch einfaches Drücken des Bügels erreichte, hallte ein kurzes Knallen durch den Raum, Werner würde es als "Fump!" bezeichnen. Danach konnte der Prozess der Flüssigkeitszufuhr beginnen. Zu diesem Zwecke habe ich mir das Zeug schließlich angeschafft.

Zuerst fiel mir der würzig-herbe Geruch auf, der eine geringe süßliche Note aufwies. Das Bier riecht angenehm, keine Frage.

Nachdem ich es ins Glas gegossen hatte, bemerkte ich die recht helle Farbe. Die beim Eingießen entstandene, leider etwas grobporige, Krone hielt sich sehr lange, was ich gut finde. Ich weiß, dass man den Bölkstoff nicht aus dem Glas trinkt, doch musste ich ihn zur Feststellung der Farbe ja umfüllen. ;-)

Das würzig-herbe, leicht getreidig schmeckende Bier hinterlässt am Ende einen sehr herb-bitteren Nachgeschmack, der sich zudem viel zu lange hält. Obendrein finde ich es zu säuerlich. Geschmacklich überzeugte mich der Bölkstoff absolut nicht. Dieses Bier ist völlig unsüffig und als Durstlöscher kaum zu gebrauchen. Glücklicherweise waren die 0,33 l schnell leer. Das einzig Gute an diesem Bier ist die Idee, den Bölkstoff zu vermarkten. Getrunken wird es somit nicht wieder! Als Geschenk ist es aber durchaus geeignet: sowohl an Werner-Fans als auch an Menschen, die man nicht mag.

Wer sehr herbe Biere mag, könnte am Bölkstoff Geschmack finden. Ich mag Biere aus dem Norden, aber das hier geht gar nicht. Von mir bekommt dieses "Gesöff" lediglich 2 Sterne.

Der Bericht erscheint auch auf einer anderen Plattform.

Fazit: Ach nöööiiiii...

Name des Mitglieds: Eckido66