Hanseatischer Genuss
Produkt:
Astra Rotlicht
Datum: 08.01.11, geändert am 17.02.12 (140 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Würzig und süffig
Nachteile: Schaumkrone bricht schnell zusammen
Als bekennender Fan des FC St. Pauli hatte ich schon vor geraumer Zeit erste Kontakte zur Biermarke Astra - denn die ist am Millerntor Kult. Und irgendwie scheint sich dieses Bier vor allen Dingen bei jungen Menschen immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. Und so erfuhr ich auch vom "Rotlicht", das ich bis dahin selbst noch gar nicht gekostet hatte. Ohnehin ist es schwer, bei uns in Westfalen dieses doch sehr norddeutsche Bier zu ergattern. Aber dieses Mal hat es ja geklappt.
Der Kauf
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Das war eine Überraschung: Im allwöchentlichen Prospekt unseres örtlichen Marktkaufes entdeckte ich ein Angebot für Astra und/oder Astra Rotlicht - obwohl eine entsprechende Frage nach diesem Bier mir kurz zuvor noch negativ beschieden worden war. Da hieß es also zugreifen, zumal 10,99 Euro für die silbergraue Kiste mit 27 Flaschen á 0,33 Liter mir auch nicht zu teuer vorkamen - das entspricht einem Flaschenpreis von etwas mehr als 40 Cent. Dazu kam eine Pfandleistung in Höhe von 3,66 Euro.
Der Hersteller
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Holsten-Brauerei AG, Holstenstraße 224, 22765 Hamburg, Telefon (Verbraucherservicve): 0 18 05/56 05 61 (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz); Internet: www.astra-bier.de. Die Holsten-Brauerei gehört seit einigen Jahren zu Carlsberg A/S, der viertgrößten Brauereigruppe der Welt. Die Carlsberg-Deutschland-Gruppe ist das führende Brauerei-Unternehmen in Nord- und Ostdeutschland.
Das Aussehen
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Das Bier ist in einer bauchigen braunen 0,33-Liter-Glasflasche (gern auch als Maurer-Bombe bezeichnet) zu finden, die einen roten Kapselverschluss und ein ebenfalls rotes Etikett hat (siehe Produktabbildung oben).
Die Zutaten
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Wen wird das jetzt wundern? Dieses Bier besteht aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen und wird damit gemäß den Regelungen des Deutschen Reinheitsgebots gebraut.
Die Werbung
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Das stärkste Astra aller Zeiten! Die Zeiten werden härter, denn jetzt kommt Astra Rotlicht. Schluss mit den halbstarken und goldigen Bieren ohne Geschmack. Astra Rotlicht hat 6,0% Alkohol und mehr Charakter. Es ist kiezig, kantig und immer geradeaus - typisch Astra eben. Was dagegen?
Meine Meinung
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Die Werbung für dieses Bier ist schon eine besondere und lässt immer aufs Neue schmunzeln - da muss eine wirklich pfiffige Agentur im Einsatz sein. In diesem Zusammenhang: Auch ein Besuch auf der Home-Page des Bieres kann viel Spaß bereiten (mehr möchte ich gar nicht verraten - einfach mal hereinschauen). Unterstrichen aber wird dabei immer wieder, dass Astra etwas Bodenständiges hat - schließlich war auch die Bavaria-Brauerei, die dieses Getränk zunächst herstellte, direkt in St. Pauli beheimatet. Und so wird auch klar gemacht, dass dieses Bier nicht in erster Linie für vornehme Feiern gedacht ist, sondern für den einfachen Genuss - am besten direkt aus der Flasche. Inzwischen hat Astra so etwas wie Kult-Status erreicht - vor allen Dingen wohl in der politisch links stehenden jüngeren Trinker-Gemeinschaft.
Kult hin, Kult her: Schmecken muss so ein Bier. Und genau das tut es, wobei schon der hohe Alkohol-Gehalt von 6,0 Prozent klar macht, dass dieses KEIN Pils, wohl aber ein untergäriges Vollbier ist. Die Flüssigkeit selbst sieht dunkelgolden aus und hat eher wenig Kohlensäure. Das Aroma ist würzig und leicht blumig, das Bier wirkt zudem überraschend süffig, wobei sich während des Genusses der Hopfen am Gaumen deutlich bemerkbar macht und auch den entsprechenden Nachgeschmack hinterlässt. In der Summe erinnert das Rotlicht an ein Bockbier, ohne ganz so süß zu schmecken - ein typisches norddeutsches Bier eben, das allerdings dem Vernehmen nach auch im Süden der Republik seine Freunde gefunden hat.
Der hohe Alkoholgehalt dieses Bieres sorgt dafür, dass es gern benutzt wird, um ein gewisses Stadium der Trunkenheit zu erreichen. Ich denke aber, dass das Rotlicht durchaus auch genossen und nicht nur in den Körper hinein geschüttet werden kann.
Fazit: Nicht nur Kult - es schmeckt auch!
Name des Mitglieds: dik1609



08.01.11
...Und sorgt gelegentlich für Kopfschmerzen:- )))