
Produkttyp: Novell Betriebssysteme
Neuester Testbericht: ... Oberfläche. Die Installation des Standardsystems mit Office Paket erforderte nur sehr wenige Eingaben und lief größtenteils au... mehr
Der Pinguin ist erwachsen geworden, Stabilität ist gut, wird hier falsch angezeigt !
Suse Linux Professional Edition 9.2

Name des Mitglieds: chvoss
Produkt:
Suse Linux Professional Edition 9.2
Datum: 08.07.05, geändert am 08.07.05 (774 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gewaltiger Softwareumpfang, gutes Office Paket, mittlerweile sehr gute Konfigurationstools
Nachteile: nicht alles auf cd, Einiges an spezieller Software nur auf der DVD
Vorab:
Ich arbeite schon seit 1996 auf Linux Basis im Serverbereich
und habe nun die 9.2er für einen Kleinbetrieb als
"eierlegende Wollmilchsau" = Alleskönner aufgesetzt.
Die Installation umfasste einen Server mit
2 Netzwerkkarten und einer AVM B1 PCI ISDN Karte.
Softwareseitig läuft:
- SAMBA als Fileserver,
der den Netzwerknutzern ein Netzlaufwerk,
sowie ihr home Directory ( privaten Ordner ) zur
Verfügung stellt.
- Squid als Proxyserver für den Internetzugang
- Apache mit PHP u. MYSQL Unterstützung als Plattform für die Homepage und das Forum
- MySQL als Datenbankplattform
- Hylafax als Faxserver
- SuSEfirewall2
- Postfix in Kombination mit Fetchmail,AMAVIS u. Spamassasin für die Mailverteilung, Virenscan und Versand
- Die DSL Verbindung mit Firewall war testhalber konfiguriert, läuft nun aber natürlich über eine separate Firewall
- Nagios als Netzwerkmonitor und "Alarmzentrale"
Das hört sich erst Mal gewaltig an und soll auch nur darstellen was man alles aus dem Karton zaubern kann, da alle Pakete enthalten sind.
Einige davon sind allerdings nur auf der DVD zu finden, wie z.B. der Hylafax Faxserver.
Nun zur Installation:
Erst Mal habe ich natürlich einen Testrechner aufgesetzt.
Nach dem Booten der DVD startete die Installationsroutine ( Yast )
und begrüßte den "Installateur" mit einer klar strukturierten
grafischen Oberfläche.
Die Installation des Standardsystems mit Office Paket erforderte nur sehr wenige Eingaben und lief größtenteils automatisch durch.
Eine sinnvolle Partitionierung wurde automatisch vorgeschlagen
und konnte ggf. verändert werden.
Es gab keinerlei Probleme mit der installierten Hardware,
einer Nvidia Grafikkarte, den zwei Realtek Netzwerkkarten, sowie der aktiven AVM B1 ISDN Karte.
Die optische Logitech Wheelmouse wurde ebenfalls richtig erkannt.
Nach dem abschliessenden Neustart startete das System problemlos und forderte auf der grafischen Oberfläche zum Einloggen auf.
Die KDE Oberfläche ist gut gelungen.
Der Neuling findet unten Links den "start" ;-)
Die Yast Tools sind mittlerweile so gut, daß der Neuling mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem vollständig lauffähigen System gelangt.
Der endlose Editieraufwand von Konfigurationsdateien ist hier nicht mehr notwendig.
Alle Konfig Module führten sofort zum Erfolg.
- Der Drucker, ein HP Deskjet 5652 via USB lief auf Anhieb
- Das ISDN Modul erkannte mühelos die B1
- Das Modul für die Netzwerkkarten erkannte beide Realtek´s
- Das DSL Modul funktionierte klaglos und lies mich die T-DSL Verbindung problemlos über eine der Netzwerkkarten & einem Telekom DSL Modem einrichten.
- Selbst der Onboard Soundchip des Asrock war da.
- Die SuSEfirewall2 schweigt sich darüber aus, dass man sinnvollerweise für den externen Netzwerkadapter per default "DSL0" angibt wenn man via Netzwerkkarte durch das Modem nach draussen will anstatt der eigentlichen nach extern zeigenden Netzwerkkarte.
Dem Heimanwender wird dieses Problem aber auch nur zum Fallstrick wenn er einen DSL Router für mehrere darunter liegende Windows PCs baut.
Anschliessend ging es in den deutlich verbesserten Yast,
um die Onlineupdates einzuspielen.
Auch das war kein Problem.
Nach dem anschliesseden Reboot ( da Kernelupdate )
hatte ich "bereits" oder besser gesagt "immer noch" ein vollständig laufendes System zur Verfügung.
Die Unterstützung der Nvidia Karten ist gut, ein hardwarebeschleunigter Treiber verfügbar.
Aus Lizenztechnischen Gründen wurde der im Update dazugeladen,
weil SuSE vorab nur einen nicht beschleunigten Dummytreiber installiert.
Aber auch das führte zu keinem Problem.
SuSE stellt direkt einen AVM ISDN Binarytreiber zur Verfügung,
der auch problemlos schnurrt.
Wer nun das Open Office testet wird bei der Tabellenkalkulation und der Textverarbeitung starke Anlehnung an "den großen Bruder" feststellen und sich gleich recht gut zurechtfinden.
Wer sich dann in die Wildnis wagt, kann nun an das Experimentieren gehen.
Experiment Server...
Die o.A. nachfolgend installierten Serverpakete waren nach sinnvoller Konfig sofort zum Laufen zu bewegen.
Der AVM Hylafax CAPI Treiber ist ebenfalls schon mit auf DVD,
sodass ein ISDN FAXServer in kurzer Zeit installiert war.
SuSE sollte aber auf jeden Fall die Paketbhängigkeiten anpassen, damit die sharutils, tiff etc. bei Auswahl des Hylafax vorgeschlagen werden.
Wer den Hylafax dazu bewegen möchte eingehende Faxe über den Postfix als Mail mit pdf Anhang zuzustellen steht erst mal im Regen wenn er diese Pakete nicht installiert hat, ohne einen direkten Hinweis darauf erhalten zu haben.
Dann ist da noch die Sache mit der B1:
Yast stellt keine Möglichkeit zur Verfügung den P2P Modus der B1 PCI ( Anlagenanschluss mit Nachwahlziffern ) auszuwählen.
Man muss zu Fuß in die /etc/capi.conf und unter options "P2P" eintippseln.
Später neigt Yast dazu diese Option überzubügeln, das ist m.E. eine große Schwäche, aber nur für Hylafax im P2P Betrieb mit Mailzustellung auf Basis von Nachwahlziffern interessant.
So hat die B1 dann z.B. eine Basisrufnr wie 4711
Alles nach der 4711 kann der Hylafax dann anhand der Nachwahl passend verteilen, wenn man diese Nachwahl in der "users" Datei des Hylafax Verzeichnisses einer Emailadresse gegenüberstellt.
Fazit: Sehr gut gelungenes System, das einen gewaltige Softwareumfang für jedes Anwendungsgebiet bietet
| Funktionsvielfalt: | ||
| Stabilität: | ||
| Benutzerfreundlichk.: | ||
| Installation: | ||
| Updatemöglichk.: |
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