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Der Weg zur Eignungsfeststellung - Zeitsoldat / Bundeswehr Beruf / Tätigkeit

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Der Weg zur Eignungsfeststellung
Zeitsoldat / Bundeswehr

Kuffelente

Name des Mitglieds: Kuffelente

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Zeitsoldat / Bundeswehr

Datum: 21.09.02, geändert am 23.09.02 (9832 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: spannender Weg

Nachteile: diese Ungeduld immer, wann endlich die Einladung kommt ;)

Da ich öfter im Internet viele Fragen höre, wie man denn nun zur Bundeswehr kommt, schreibe ich das einfach mal hier auf. für jeden, den dass interessiert.

Also, du hast folgende Möglichkeiten:

Erstens kannst du natürlich sofort zu "deinem" Wehrdienstberater in der Nähe gehen und dich beraten lassen, was es denn so alles für Möglichkeiten für dich gibt.
Die Adresse und Telefonummer findet man im Internet auf bundeswehr-karriere.de, wenn man dort seine Postleitzahl eingibt.

Ich halte diese erste Möglichkeit allerdings nicht für die beste, da Wehrdienstberater von Natur aus darauf programmiert sind dir nur die schönen Dinge beim Bund zu erzählen und dir eigentlich fast nur Versprechungen machen.

Meiner Meinung nach sollte man erstmal ins Internet schauen, ob irgendwo in der Nähe öffentliche Veranstaltungen der Bundswehr sind, Tag der offenen Tür in Stützpunkt usw.
Auch die Ausstellungen "Unser Heer", "Unsere Marine" und "Unsere Luftwaffe" sind immer mal wieder unterwegs.

Wenn man dann vielleicht Veranstaltungen gefunden hat, sollte man sich jede Teilstreitkraft mal angucken, um heraus zu finde, welche einem am besten gefällt.
Wenn es in der Zeit keine Veranstaltungen gibt, dann könnt ihr euch auch über das Internet über Karrieremöglichkeiten und Verwendungsreihen informieren.
Was ich auch für eine gute Sache halte, ist die Suche im Internet nach aktiven Soldaten, die können einem oft mehr erzählen, als irgendein Text auf einer Bundeswehrseite.
Müßt einfach nur mal in einem Chat rufen, ob einer da ist, der beim Bund ist.
Nach meiner Erfahrung findet sich immer einer und die meisten sind auch sehr hilfsbereit und beantworten die meisten Fragen.
Im Bezug auf Laufbahnen solltet ihr aber lieber den offizielen Seiten der Bundeswehr glauben, da da ständig etwas geändert wird und viele aktive Soldaten da nicht so wirklich den Durchblick haben was gerade aktuell ist
, da sie sich nicht damit beschäftigen.

Nachdem man sich so ein bißchen damit beschäftigt hat und vielleicht schon weiß welche Teilstreikraft man möchte und vielleicht auch welche Verwendungsreihe, ist der Gang zum Wehrdienstberater umumgänglich.

Man sollte sich auf keinen Fall ohne einen vorherigen Besuch beim Wehrdienstberater alleine bewerben, da man dann viel zu schlecht informiert und vorbereitet ist!

Man macht dann einen Termin mit dem Wehrdienstberater aus und geht das erste Mal hin. Die meisten gehen mit nem Elternteil, so wie ich das da gesehen habe.
Der Wehrdienstberater wird dich zuerst fragen welche Vorstellungen du denn schon hast. Hast du noch gar keine Ahnung, dann informiert er dich ein bißchen und gibt dir eine Menge Infomaterial mit.
Du hast dann viel Zeit, dir den Kram anzugucken und nach ca. 4 Wochen triffst du dich wieder mit ihm.
Er fragt dich was du denn nun für Vorstellungen hättest und informiert dich dann nochmal gezielter über deine Ausgewählten Sachen.
Dann bekommst du einen Bewerbungsbogen und einen Zettel auf dem steht, welche Bewerbungsunterlagen noch benötigt werden.
Ihr macht einen weiteren Termin aus, bis zu welchem man alle Unterlagen beisammen haben sollte.

Folgende Unterlagen sind nötig:

- ausgefüllte Bewerbungsbogen
- eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde
- eine beglaubige Kopie des letzten Zeugnis
- eine beglaubigte Kopie einer Schülerbescheinigung
- ein handgeschriebener ausführliche Lebenslauf
- ein schickes neues Passfoto

das trifft jetzt zu, wenn man noch zur Schule geht. Wenn man schon arbeitet und ne eigene Wohnung hat, oder so, der braucht noch einige Unterlagen mehr.

Wenn man dann diese Unterlagen zusammen hat, geht man wieder zu seinem Wehrdienstberater und der beglaubigt einem auch alle Kopien, wenn man das Original mitbringt.
Der Wehrdienstberater prüft dann ob alles da ist und schickt dass alles zur jew
eilen Prüfzentrale.
In meinem Fall das Zentrum für Nachwuchsgewinnung der Marine.

(Übrigens, wenn man sich vorher schon sehr gut informiert hat, dann kann man auch ein Gespräch weniger haben, sowas es jedenfalls bei mir, dass ist nur der Standartablauf, den ich hier geschrieben habe)

Nach ca. 2 Wochen kommt dann ein Brief, dass deine Bewerbung bearbeitet wird.
Und wieder 2 Wochen später kam dann die Einladung zum Eignungstest, der meistens dann 1-2 Monate später stattfindet.

Anbei liegt dann noch ein Zettel welche Unterlagen noch fehlen. Bei mir waren das 2 Passfotos, weil wenn man eine Verwendung machen möchte, in der man mit vertraulichen Inhalten zu tun hat, muß eine Sicherheitsüberprüfung gemacht werden, da werden die 2 Bilder gebraucht.
Mit der Einladung bekommt man dann noch einen Bahngutschein, mit dem man umsonst zum Test fahren darf und eine Informationsbroschüre, über den Ablauf des Tests.

Ab da sollte man sich dann vielleicht ein bißchen auf den Sporttest vorbereiten, die Übungen wenigstens einmal machen, mehr ist aber eigentlich nicht nötig.

Achja, nach dem Test sollte man vielleicht nochmal bei seinem Wehrdientberater anrufen und erzählen, was aus einem geworden ist, die freuen sich immer darüber ;-)

Schlußwort:
Vorheriges informieren ist auf jeden Fall nötig, beim Eignungstest waren viele, die nur wegen der zivilen Ausbildung zum Bund wollten und die sich dann irgendeine militärsche Verwendung aufquatschen lassen haben, in der eben gerade Bedarf war.
Da hat der Einplaner einfach ein bißchen geschleimt, dass man ja da oder ja Talent hätte, bei mir war es dass funken und das man das machen sollte. Da nicht drauf eingehen und vorher wissen was man will!!


Achja, kann sein, dass manche Leute sich denken, wieso schreibt sie denn diese Meinung, ist doch alles selbstverständlich was da drin steht, aber dass ist es eben nicht.
Mußte manche Leute erstmal darauf hinweisen,
dass man sich im Internet informieren kann, oder dass es sowas wie einen Wehrdienstberater gibt.

Fazit: