Zeitsoldat / Bundeswehr
Die Deutsche Militärpolizei ! - Zeitsoldat / Bundeswehr Beruf / Tätigkeit

Neuester Testbericht: ... angesetzte Sporttest doch alles andere als schwierig. Mich überkam das Gefühl, dass nicht besonders viel Wert auf eine Auswahl gelegt wu... mehr

Die Deutsche Militärpolizei !
Zeitsoldat / Bundeswehr

OpelSpeedster

Name des Mitglieds: OpelSpeedster

Produkt:

Zeitsoldat / Bundeswehr

Datum: 02.07.01, geändert am 03.08.04 (5862 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schweißt zusammen, interessante Aufgaben, gute Ausbildung

Nachteile: Trennungszeit

*Vorwort*

Die Feldjäger sind eine Truppe beim Heer.
Die Feldjägereinheit ist die Deutsche Militärpolizei und die Truppe die im Inland und Ausland für Ordnung unter den Soldaten sorgen muß. Ich habe selbst einige Zeit als Feldjäger gedient und es war eine anstrengende und erlebnisreiche Zeit. Der Zusammenhalt und das Teamorientierte Arbeiten auf dem Feldjägerdienstkommando ist einfach super gut und geordnet. Man erlebt immer wieder neue Sachen bei den Einsätzen. Vom Personenschutz bis zum Gefahrentransport ist alles dabei. Am besten haben mir die Nachforschungen der Fahnenflüchtigen gefallen. Fahnenflüchtige sind Soldaten die ihren Wehrdienst nicht antreten oder frühzeitig unerlaubt verlassen, aber dazu im weiteren Text dann mehr. Die Feldjägereinheiten sind in der ganzen Republik in allen Regionen vertreten. Sie arbeiten sehr eng mit der Polizei zusammen. Der Personenschutz von Generälen oder Politikern ist auch sehr interessant gestaltet und man trägt eine riesen Verantwortung. Natürlich gibt es sehr viele Gegner der Bundeswehr, das ist teils berechtigt. Ich finde die Bundeswehr sehr gut und es muß sie einfach geben. Der Umgang mit der Waffe wird oft falsch aufgefasst, ich wurde schon oft genug als Mörder beschimpft. Die Deutsche Bundeswehr ist zur Zeit in vielen Krisengebieten vertreten (z.b. Kosovo). Dort ist sie für die einheimischen da, sie versorgt Familien und schützt sie vor Angriffen. Die Feldjäger sind dort Hauptsächlich, damit sie die einheimische Polizei vertreten. Sie führen Personen-Kontrollen durch, geleiten Konvois für die Versorgung, KFZ-Kontrollen usw. Ich war nie im Ausland, deshalb kann ich davon nichts genaues berichten.

*Die Ausbildung*

Am ersten Tag wird man eingewiesen und man bekommt gleich die Regeln erklärt. Man geht dann in einer Gruppe (alles neue Rekruten) zur Wäschekammer, da empfängt man dann als erstes die Bettwäsche und die Kampfanzüge. Nachdem man die Sachen geordnet empfangen hat, bekommt man dann di
e Stuben zugewiesen. Es ist schon ein komisches Gefühl am ersten Tag, wenn man dort ankommt. Ich habe meine Grundausbildung in Schwalmstadt absolviert. Die Grundausbildung dauerte 2 Monate. Als erstes nach dem Stuben betreten werden die Betten gemacht, es dürfen keine Falten auf dem Bett sein. Wenn das einem nicht gelingt, muß er es wieder machen (das kann lange dauern).
Anschließend empfängt man die restliche Ausrüstung die man benötigt. Dazu gehört z.B. ein Klappspaten, mehrere Tragetaschen, ein Schlafsack, ein Stahlhelm und vieles mehr. Die Sachen werden dann in den Spint geräumt, aber natürlich sehr genau. Jedes Teil hat seinen Platz, damit man es im dunklen gleich findet. Danach hatten wir noch lange Einweisungen von dem Gelände und den Richtlinien der Bundeswehr. In den folgenden Tagen wurden wir Regelmäßig um 5:00 UHR geweckt. Der Morgen begann gleich mit der Ausbildung in Theorie und Kampfverhalten. Die Ausbilder waren sehr gut und diszipliniert. In der Theorie werden einem die Dienstgrade beigebracht und die Aufgaben der Feldjäger eingestampft. Was man aber dort immer hört ist der Zusammenhalt der Soldaten. Wenn viele Menschen sich so verhalten würden, hätten wir alle weniger Probleme. Jeder ist für jeden da, ob weiße Haut oder gelbe oder schwarzhäutig. Natürlich hat man auch schon anderes gehört, aber bei mir war das so. Die Erste Hilfe ist bei der Ausbildung auch ein wichtiger Aspekt. Man muß sofort bei Verletzungen reagieren können.
Nach den ersten Tagen kam dann die Waffenausbildung. Als erstes bekamen wir das G-3 beigebracht. Das ist das Gewehr der deutschen Bundeswehr. Später hatten wir dann das G-36 (neue Modell). Man lernt Respekt vor der Waffe zu bekommen und man passt genau auf sie auf. Wie bei jeder Grundausbildung gab es auch ein Biwak. Biwak ist das übernachten im freien Gelände bei Wind und Wetter. Dort werden dann Kampfeinsätze simuliert und trainiert. Man lernt sich zu tarnen und bekommt beigebracht wie man sich im Krieg verhält. Zwi
schendurch werden dann noch Märsche absolviert, von 10 Kilometer bis 40 Kilometer, das ganze natürlich mit der kompletten Ausrüstung (Zelt, Gewehr und Gepäck).
Die Ausbildung kann viele Menschen von der Einstellung her beinflussen, den einen positiv und den anderen negativ. Vorallem lernt man durchzuhalten und man baut Selbstbewußtsein auf. Nach der Ausbildungszeit kommt man dann in seine Stammeinheit, dort wird man dann richtig auf sein Gebiet angelernt. Man macht die Ausbildung an der P1 und P8 (Pistolen), diese Waffen trägt man dann täglich bei den Einsätzen.

*Feldjägereinsätze*

Die Hauptaufgaben der Feldjäger:

- Militärischer Ordnungsdienst
- Fahnenflüchtige aufsuchen und in gewarsam nehmen, anschließend an die Einheit überliefern
- Sicherung von Militärischen Veranstaltung
- KFZ Kontrollen von Militär-Fahrzeugen
- Auffällige Soldaten zur Ordnung bringen und Hinweise erteilen.
- Personenschutz für Staatsleute
- Eskorten Fahrten per Motorrad und KFZ
- Übungen absichern

Technische Daten der Einsatzwaffe P7 PSP:
Hersteller : Heckler & Koch
Kaliber : 9 mm x 19
Funktionsprinzip : Gasdrucklader
Magazinkapazität : 8 Patronen
Anfangsgeschwindigkeit V0 : ca. 351 m/s
Feuerart : Einzelfeuer
Maße:
Länge : 171 mm
Höhe : 128 mm
Breite : 29 mm
Gewichte:
Gewicht (ohne Magazin) : ca. 780 g
Gewicht (mit gef. Magazin) : ca. 950 g

Nachforschungen werden sehr intensiv betrieben. Sobald sich ein Soldat nicht rechtzeitig sich bei seiner Einheit meldet wird er aufgesucht. Es wird Nachts und Tagsüber gefahndet. Man fragt bei Verwandten und Freunden von dem Soldaten nach. Man führt Hausdurchsuchungen durch und meist mit erfolg. Wenn der Soldat erfasst ist, wird er auf das Dienstkommando gebracht und seine Einheit wird informiert. Entweder wird er gleich abgeholt oder er verbringt seine Zeit in einer Zelle.

Bei Gelö
bnissen und ähnlichen Veranstaltungen riegln die Feldjäger das Gebiet ab. Das kann ein Marktplatz oder sogar ein Stadtviertel. Es werden Gitter errichtet und man Patrouliert an den Grenzen des Militärbereiches. Es darf kein Zivilist das Gebiet betreten. In diesem Gebit haben dann die Feldjäger das Sagen. Die Polizei sichert ausserhalb dann ab.

Bei KFZ Kontrollen werden die Militär-Fahrzeuge auf Sicherheit und Geschwindigkeitsübertretungen kontrolliert.

Wenn Soldaten unangenehm in der öffentlicjkeit auffallen oder Straftaten vollbringen, werden sie von der Polizei den Feldjägern übergeben. Dort wird dann weiter entschieden was mit dem Soldaten geschieht.

Personenschutz ist einfach und simple ausgedrückt, eine Bodyguard Funktion für Militärleute und eventuell Staatsmännern.

Mir hat die Zeit bei der Bundeswehr sehr gut gefallen, natürlich ist es nicht jedermanns Sache. Schaden kann es aber glaube ich keinem. Die Zivildienstleistenden muß es auch geben. Sie machen sehr nützliche und wichtige Aufgaben. Die Bundeswehr bringt auch viele Arbeitsplätze und sichert ein geregeltes Einkommen. Natürlich ist es für Menschen mit Familien ein sehr schwerer weg. Oft zerbrechen Beziehungen und Familien wegen der langen Trennung bei Auslandseinsätzen. Die Soldaten sind dann ein halbes Jahr im Ausland und ständig der Gefahr ausgeliefert. Wie es bei den Feldjägern so schön im Abzeichen steht: Suium Cuique (das heißt: jedem das seine). Wie findet ihr die Bundeswehr: nützlich oder eher unnützlich?

Wie in allen anderen Truppen kann man sich bei der Bundeswehr natürlich auch weiterbilden. Es werden unzählige Möglichkeiten geboten und es werden einem keine Steine in den Weg gelegt.

Überlegt es euch aber genau, ob ihr euch verpflichtet. Macht erst Zeitsoldat wenn ihr eure Erfahrungen gesammelt habt. Tetet normal euren Wehrdienst an und entscheidet euch dann zu dem Schritt wenn es euch zusagt. Viele verpflichten sich und wissen garnicht w
as sie erwartet. Also informieren ist sehr wichtig, dazu gibt es ja auch die Wehrdienstberater bei jedem Kreiswehrersatzamt.
Um Unteroffizier zu werden muß man zur Ausbildung nach Sonthofen, das liegt unten in Bayern und sie ist die südlichste Stadt von Deutschland!

Ich hoffe dieser Bericht ist dooyoo würdig und er reicht hoffentlich als Einstand.

euer Opel Speedster !!

Fazit: