
Neuester Testbericht: ... Sozialkunde, Philosphie und Sport. Im Fach Steuern lernt man alles über die Abgabenordnung (Fristen und Termine), die e... mehr
Steuerfachangestellte - wir werden immer gebraucht
Steuerfachangestellte/r

Name des Mitglieds: moppifloppi
Produkt:
Steuerfachangestellte/r
Datum: 10.02.10, geändert am 10.02.10 (1444 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: immer wieder was neues, wird nicht langweilig
Nachteile: man muß am Ball bleiben
Heute mag ich mal über meinen Beruf berichten.....
Steuerfachangestellte
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früher bekannt auch unter dem Namen: Steuerfachgehilfin
Meine Ausbildung dauerte 3 Jahre. Wer Abitur hat, kann auch auf 2 1/2 Jahre verkürzen.
Wichtig ist, dass man ein gutes Steuerbüro findet, welches einen gut fördert. Dieses Glück hatte ich leider nicht, ich arbeitete hauptsächlich als Hilfe für alle anfallenden lästigen Arbeiten, die keiner machen wollte. Gelernt habe ich dabei leider viel zu wenig.
An zwei Tagen in der Woche gings zur Berufsschule um die Theorie zu lernen. Alle einzelnen Steuerarten kennenlernen, die wichtigsten sind die Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Wobei auf die Körperschaftsteuer in der Berufsschule kaum mehr eingegangen wird.
In der Berufsschule gab es die Fächer Steuerrecht, Rechnungswesen, Allgemeine Wirtschaftslehre. Das sind die wichtigsten Fächer, die man zur Ausbildung braucht und die auch geprüft werden. Weiterhin hatte ich noch Fächer wie Deutsch, Englisch (mit ein wenig Steuerenglisch), Datenverarbeitung, Sozialkunde, Philosphie und Sport.
Im Fach Steuern lernt man alles über die Abgabenordnung (Fristen und Termine), die einzelnen Steuerarten, die Gesetze und wie man Steuererklärungen erstellt, ganz normal auf Papier, ohne PC. Wie eine Bilanz sich zusammensetzt.
Im Fach Rechnungswesen lernt man die Grundlagen der Buchhaltung, was heißt aktiva, was passiva. Wie buche ich richtig. Auch wie eine einfache Lohnabrechung erstellt wird haben wir erfahren.
In der Allgemeinen Wirtschaftslehre ging es um die wirtschaftlichen Dinge, Verträge, was gibt es für Gesellschaftsformen, Kündigungsfristen und vieles mehr. Sicher auch einiges, was heute nicht mehr praktiziert wird.
In der Datenverarbeitung haben wir doch tatsächlich noch gelernt, wie schalte ich den PC an.......das wird wohl heute nicht mehr passieren, aber meine Ausbildung ist nun auch schon 13 Jahre her, obwohl ich damals schon wußte wie das ging.......
Nach anderthalben Jahren fand die Zwischenprüfung im Form von Frage und Antwortspiel statt. Man hatte die Möglichkeit zwischen 3 oder auch manchmal 4 Antworten sich die richtige auszusuchen. Das Ergebnis der Zwischenprüfung hatte nur eine Bedeutung in Form einer Zensur, als hätte man eine normale Arbeit geschrieben, durchfallen konnte man nicht.
Nach 3 Jahren fand dann auch die Abschlussprüfung statt. 3 schriftliche Klausuren, in Steuern, in Rechnungswesen und eine in Allgemeine Wirtschaftslehre/Sozialkunde. Die Fragen waren umfangreich und von vorne herein so ausgelegt, dass sie nicht zu schaffen waren. Hatte man die drei schriftlichen Prüfung bestanden oder zumindest mit einem Notendurchschnitt von 4 durfte man an der abschließenden mündlichen Prüfung teilnehmen. Hier stand ich dann allein vor 3 gescheiten Herrschaften und durfte mir ein Thema aus zwei vorgelegten Themen aussuchen und darüber einen Vortrag halten. Zwischendurch kamen dann noch ein paar Fragen in alle Himmelsrichtungen.
Glücklich war ich am Ende, als es hieß...sie haben bestanden...juchu......und das, obwohl ich in meinem Ausbildungsbüro kaum etwas gelernt hatte.
Und...was mache ich heute...fast 13 Jahre später....?
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Ich bin immer noch im gleichen Beruf, weil es einfach Spaß macht. Man lernt viele unterschiedliche Leute kennen. Aus verschiedenen sozialen Schichten, aus verschiedenen Nationen, Ausgeflippte oder auch die Professionellen....es ist so interessant. Wir betreuen Mandanten aus dem Einzelhandel, aus der Immobilienbranche, aus dem Sport, Architekten, die Gastronomie oder auch viele durchgeknallte Künstler.
Als Steuerfachangestellte erstelle ich die Löhne unserer Mandanten, verarbeite die Buchhaltung, erstelle Steuererklärungen und arbeite dem Chef bei den Jahresabschlüssen zu. Dann gibt es noch den lästigen Schriftverkehr mit den Ämtern, der leider nicht ausbleibt.
Durch die vielen gesetzlichen Änderungen, die jedes Jahr auf uns einprasseln müssen wir immer am Ball bleiben und uns informieren, aber so wird es auch nie langweilig.
Aufstiegsmöglichkeiten mit Weiterbildung zB.:
Steuerfachwirt
Steuerberater
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Ein Beruf mit Zukunft, denn Steuern wird der Staat immer verlangen.
Viel Spaß beim Lesen.
LG; moppifloppi
Fazit: interessanter Beruf
Weitere Testberichte: im Bereich Beruf / Tätigkeit

