
Neuester Testbericht: ... hatten meine Kurskollegen und ich (insgesamt 17 Teilnehmer) enorme Schwierigkeiten überhaupt einen Praktikumsplatz zu finden. 6 oder 7 ... mehr
SAP-Partnerakademie / Zertifizierung Finanzen
SAP R/3-Berater Finanzen

Name des Mitglieds: Andycisa
Produkt:
SAP R/3-Berater Finanzen
Datum: 03.09.00, geändert am 03.09.00 (675 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Viel Wissen gut aufgearbeitet
Nachteile: Teuer, nur für Partnerfirmen
Folgend meine Eindrücke bezüglich der SAP-Zertifizierung, Release 4.6B (Modul Finanzwesen) bei der SAP Team Partner Academy vom 03.07.2000 bis 04.08.2000 in Walldorf.
Vorbemerkung:
Bei der von mir besuchten Schulung handelte es sich um einen sogenannten „First Teach“, also dem erstmaligen Abhalten des Kurses. Ich hoffe das viele der von uns vorgeschlagenen Verbesserungen in die nachfolgenden Schulungen übernommen werden.
Zielgruppe:
Die von der SAP ausgerichteten, 5-wöchigen Schulungen richten sich vorwiegend an Mitarbeiter der sogenannten „Partner“, daher Systemhäuser, Beratungsunternehmen und Customer Competence Center großer Kunden. Für einen „reinen Privatmann“ ist die Teilnahme wohl eher schwierig. Es soll auch Förderungsmöglichkeiten durch das Arbeitsamt geben, dazu mehr auf den entsprechenden Seiten der SAP (http://www.sap-ag.de/germany/education/custed/ind ex.htm).
Vorraussetzungen:
Als Voraussetzungen werden genannt:
Fundierte, betriebswirtschaftliche Kenntnisse im jeweiligen Anwendungsbereich und Grundkenntnisse grafischer Benutzeroberflächen..
Aus eigener Erfahrung wird es jedoch für Teilnehmer, welche entweder noch keine Erfahrungen im Rechnungswesen bzw. mit SAP haben sehr schwierig, denn wie folgt sind die Schulungsinhalte eher happig.
Schulungsinhalte:
Innerhalb von 4 Wochen werden die folgenden Themen durchgenommen:
Allgemeine Fragen, Stammdaten, Hauptbuch, Debitoren, Kreditoren, Produktivstart, Cashmanagement, Anlagen, Spezielle Ledger, Kostenstellenrechnung, Innenaufträge, Profit-Center-Rechnung, Integration
Schon auf Grund der Fülle der Themen ist es nur logisch, das die meisten Themen nur kurz gestreift werden können. Zwischen den einzelnen Blöcken gibt es immer wieder Übungen, um das gerade gelernte auch am System anwenden zu können. Nichts desto trotz ist die Schulungszeit viel zu knapp bemessen und es wird vorrausgesetzt, dass
man sich Abends und an den Wochenenden intensiv mit dem Thema beschäftigt. Für die Klärung betriebswirtschaftlicher Fragestellungen (z.B. Ausweis von Anzahlung, EWB, etc.) bleibt keine Zeit.
Aufbau der Schulung
Der Schulungsraum hatte 18 PC´s, welche normalerweise mit 2 Personen pro PC genutzt werden. Da unsere Schulung jedoch nur 18 Teilnehmer hatte, konnte jeder mit seinem „eigenen“ PC arbeiten. Dies ist meines Erachtens auch unbedingt notwendig, denn die Übungen sind nur sinnvoll, wenn sie jeder selber am PC nachvollziehen kann, und die Zeit alle Übungen zweimal zu machen ist auf keinen Fall vorhanden.
Die verschiedenen Themengebiete werden von verschiedenen Dozenten geleitet. Wir hatten in den 5 Wochen 6 verschiedene Dozenten. Da die Stofffülle nicht von einer Person perfekt beherrscht werden kann, ist dieses vorgehen nicht wunderlich, führte jedoch bei uns dazu, das die Dozenten sich untereinander gar nicht kannten und auch gar nicht wussten, welchen Stoff wir schon durchgenommen hatten. So kam es dazu das manche Sachen trotz der knappen Zeit doppelt durchgenommen wurden. Sicherlich nicht zielführend !
Als Schulungsmaterialein stehen einem 5 Ordner mit den vom Dozenten benutzten Folien und natürlich ein Schulungssystem zur Verfügung.
Case-Study:
In der 5. Woche steht neben der Zertifizierung die Case-Study an. Dabei soll das erlernte „Integrativ“ in einer Fallstudie angewendet werden. Leider ist auch dafür die Zeit viel zu kurz, aber für den nach der Schulung folgenden Alltag bringt sie sicherlich mit am meisten. In der Zertifizierung wird jedoch darüber wenig abgefragt, was manche Teilnehmer dazu verleitet hat, lieber für die Zertifizierung zu lernen, als an der Case-Study teilzunehmen.
Zertifizierung:
Als „I-Tüpfelchen“ auf die Schulung kann man am letzten Tag der Schulung an der Zertifizierung zum „zertifizierten mySap.com Berater“ teilnehmen. Dabei müss
en 80 Multiple Choice Fragen innerhalb von 3 Stunden beantwortet werden.
Dabei war ich von der Qualität der Fragen echt enttäuscht, denn Sie hatten wenig mit der vorangegangen Wochen zu tun. Die Fragen waren überwiegend grammatikalisch furchtbar schlecht gestellt und auch die Übersetzung anscheinen aus dem Englischen war z.T. unverständlich bzw. unvollständig. Es wurden Themen abgefragt die vorher nicht behandelt wurden und andere, meines Erachtens essentielle Verständnisfragen, nicht gestellt. Über konkrete Fragen darf ich leider keine Aussage machen...
Obwohl der Test am Rechner stattfindet dauert es laut Aussage SAP ganze 3 Wochen bis man den Bescheid über die Prüfung bekommt. Allerdings hatte ich schon nach einer Woche den (positiven) Bescheid.
Insgesamt eine lohnende Ausbildung für den, dessen Firma es bezahlen kann (immerhin ca. 18000,- DM).
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Beruf / Tätigkeit
- TESTament? Das Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeidienst
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- Kauffrau / Kaufmann im Einzelhandel
- Für alle, die Vielseitigkeit mögen
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- Callcenter Mode, Zeitarbeit
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- Sehr zu empfehlen
- Einmal und nie wieder


