Projektmanager IHK
Warum "Projektmanager (IHK)"? - Ein weiterer Lehrgangsbericht - Projektmanager IHK Beruf / Tätigkeit

Neuester Testbericht: ... sechs bzw. sieben Präsenztermine vor Ort mit Dozentenunterstützung und Übungen in Teams mit anderen Teilnehmern, und darüber hinaus Vertief... mehr

Warum "Projektmanager (IHK)"? - Ein weiterer Lehrgangsbericht
Projektmanager IHK

annalena-maria

Name des Mitglieds: annalena-maria

Produkt:

Projektmanager IHK

Datum: 10.07.10

Bewertung:

Vorteile: aktuelles Thema / Gelerntes bleibt hängen / gutes Preis-Leistungs-Verhältni s / kompetenter Dozent

Nachteile: nicht immer einfach, Job, Familie und Kinder während der Lehrgangsdauer unter einen Hut zu bringen

Lange habe ich überlegt, ob dem Bericht meiner Vorrednerin über den Blended-Learning-Lehrgang "Projektmanager (IHK)" überhaupt noch etwas hinzuzufügen ist. Eigentlich ist alles perfekt beschrieben, und ich gelange zu den gleichen Einschätzungen wie sie. Eigentlich wäre also ein weiterer Teilnehmerbericht über diesen kompakten Zertifikatskurs überflüssig. Und doch, selbst aus der gleichen "Innenperspektive", hat jeder wieder seine je eigenen Blickwinkel, erlebt denselben Lehrgang doch wieder etwas anders.

Die leidvolle Suche im Netz nach einem geeigneten Anbieter kann ich nur bestätigen: Klar, natürlich könnte man für einen fünfstelligen Euro-Betrag einen Diplom-Projektmanager an einer Hochschule machen. Wenn man die Zeit und das Geld dafür hat. Natürlich könnte man eine mehrstufige Zertifizierung im Projektmanagement machen, die man aber dann, das ist der Nachteil, immer wieder für zusätzliches Geld "auffrischen" muss, damit man seine erworbene Zertifizierung überhaupt behält. Wenn man die Zeit und das Geld dafür hat. Natürlich könnte man eine spezielle Ausbildung im IT-Projektmanagement oder für Bauprojekte machen, usw. usw.

Letztlich war mir aber wichtig, dass ich für einen überschaubaren Betrag (unter 1.000 Euro) in einem überschaubaren Zeitrahmen (maximal 3 Monate) ein Zertifikat erwerbe, das ich nicht jährlich erneuern muss, dass ich einen Bildungsscheck NRW einreichen kann, und dass ich zu Präsenzterminen nicht ständig quer durch Deutschland fahren muss. Und dass ich in meinem Zertifikat nicht nur die Anwesenheit bescheinigt bekomme, sondern Personalverantwortlichen meine tatsächliche Leistungseinstufung nachweisen kann. Nach diesem gedanklichen "Sieb" blieb für mich nur der "Projektmanager (IHK)" hängen, den man als Blended-Learning-Lehrgang wahlweise bei der IHK Köln, bei der SIHK Hagen, bei der IHK Rhein-Neckar und bei der IHK Gera machen kann. Ach ja, "Blended Learning" heißt: Lernen "online" plus Lernen bei Präsenzterminen vor Ort mit Dozent. Der Projektmanager IHK beinhaltet sechs bzw. sieben Präsenztermine vor Ort mit Dozentenunterstützung und Übungen in Teams mit anderen Teilnehmern, und darüber hinaus Vertiefung des Lernstoffs zu Hause mit großem Lehrgangsordner und vielen vielen zusätzlichen Informationen in einem speziellen Internet-Teilnehmerforum. Das Internetforum bleibt auch noch Monate nach dem Kurs geöffnet, und man kann die ganzen Zusatzinformationen noch nachlesen und "verdauen".

Auch mich könnte man nach diesem Lehrgang nachts um vier Uhr wecken, und ich wüsste noch die Definition eines Projekts nach der DIN 69901-5:2009: "Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist." Insbesondere ist es gekennzeichnet durch (1) eine genaue Zielvorgabe (Produkt oder Leistung als Projektergebnis), durch (2) Begrenzungen (zeitlich, finanziell, personell) und durch (3) eine projektspezifische Organisation. Unser sympathischer Dozent Robert Freund (hier findet man ihn: http://www.robertfreund.de) hat diese grundlegende Definition so oft gesagt und abgefragt, dass ich mich nun sofort frage: Ist dieses berufliche Vorhaben überhaupt ein Projekt, und erfordert mein Vorhaben überhaupt ein projekthaftes Vorgehen - oder ist es reines Routinemanagement, sozusagen ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)?

Zu oft habe ich in der Vergangenheit den Fehler gemacht, dass ich definitive Projekte mit Standardlösungen, Routinemanagement und althergebrachten Rezepten "gemanagt" habe. Und dass ich andererseits für Routineaufgaben oft genug "das Rad neu erfunden habe", also selbst in Standardsituationen fast projekthaft vorgegangen bin. Dieser Lehrgang hat (endlich) meinen Blick geschärft für den "Unterschied, der den Unterschied macht", und wie wichtig es ist, immer den Kontext des Unternehmens zu sehen. Aber warum ist das - zumindest mir - beruflich wichtig?

Weil das Thema "Projektmanagement" hochaktuell ist und immer aktueller wird: Überall verändert sich das Umfeld des Unternehmens, in jeder Branche. Die Rahmenbedingungen des Unternehmens ändern sich ständig, und Projekte sind dabei die "Träger dieses dynamischen Wandels", z.B. als Innovations- oder Organisationsprojekte. Kennzeichen dieses dynamischen Wandels findet man überall, nämlich z.B. immer kürzere Lebenszyklen für Produkte, die fortschreitende Globalisierung oder die immer stärkere Orientierung an einzelnen Kundenwünschen.

Und, ihr ahnt es bereits: Viele Unternehmen und Mitarbeiter sind auf diesen neuen dynamischen Wandel noch zu wenig vorbereitet, und so entstehen zahlreiche "Machen-Sie-doch-mal-eben-Projekte", und schnell ist man "Projektmanager" oder "Projektmanagerin", ohne tatsächlich methodisch projekthaft vorgehen zu können. Vielleicht kennt ihr das. Oder man verliert sich selbst bei den alleralltäglichsten Routineaufgaben in "Projektitis"; dann ist plötzlich alles ein super wichtiges "Projekt". Oder man managt definitive Projekte weiterhin amateurhaft mit der althergebrachten Routine, "so haben wir das schon immer bei uns gemacht" usw. - Mir hat dieser Lehrgang geholfen, in diesem turbulenten Umfeld durch gewachsene Kompetenzen "kühlen Kopf zu bewahren", und meinem Arbeitgeber (und auch mir) tausende Euro Kosten zu sparen.

Der Inhalt des Lehrgangs orientiert sich an den aktuellen Anforderungen und Herausforderungen im Projektmanagement. Kein Bereich wird ausgelassen; insofern eignet sich dieser Lehrgang meiner Meinung nach sehr gut auch für den ersten Einstieg ins Projektmanagement. Meine Vorrednerin hat ja sämtliche Kapitelüberschriften im 150-seitigen DIN A4-Lehrgangsordner wiedergegeben (unten bei "schmusenase" nachlesen). Wer dann nach erfolgreich bestandenem Lehrgang noch immer nicht "genug" hat, weiß zumindest nach diesem Lehrgang wesentlich genauer als vorher, ob er noch Spezialkenntnisse im Controlling, in der Kosten- und Leistungsrechnung oder in der Teamführung erwerben möchte. Also einerseits auch ein guter "Überblickskurs", aber auch "alte Hasen" im Projektmanagement bekommen immer wieder vom Dozenten "Informationen für Fortgeschrittene".

Auf jeden Präsenztag folgen "Einsendeaufgaben", die man zu Hause bearbeitet und auf der Kursplattform einstellt oder dem Dozenten per E-Mail zuschickt. Feedback kommt prompt. Diese Einsendeaufgaben sind die Voraussetzung dafür, dass man am letzten Präsenztag, auch "abschließender Workshop" genannt, am schriftlichen Wissenstest teilnehmen kann und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern seiner Projektgruppe seinen Teil vor der Gruppe präsentieren kann. Die Abschlussnote setzt sich dann aus drei Teilen zusammen: dem eigenen Ergebnis aus diesem 90-minütigen Wissenstest, dem eigenen Ergebnis einer 15-minütigen Präsentation vor der Gruppe, und einem Gruppenergebnis aus der gemeinsamen Anfertigung der Dokumentation eines Projekts, dessen Thema aus einer Lehrgangs-Fallstudie herrührt.

Das simuliert reale Projektbedingungen, reale Anforderungen an heutige Projektmanager - und, ja, auch den realen Druck, in verteilter Teamarbeit ein einziges, gemeinsames Projektergebnis zu erreichen. Diesen Druck, innerhalb von sechs oder sieben Wochen eine gemeinsame Power-Point-Präsentation und Word-/PDF-Dokumentation abgeben zu müssen, darf man echt nicht unterschätzen !! Das geht nicht mal eben so "im Vorbeigehen", man muss sich schon echt bemühen, alle normalen Anforderungen von Job, Familie, Kindern etc. "unter einen Hut zu bringen". Dafür ist der Kurs mit einer Laufzeit von 6 bzw. 7 Wochen sehr straff an den Bedürfnissen Berufstätiger ausgerichtet. Natürlich half uns Herr Freund jederzeit bei Fragen, auch am Telefon bei Rückfragen, aber zusätzlich zu den Präsenzterminen muss man schon ca. 10 Stunden pro Woche einkalkulieren, um optimal von diesem Angebot zu profitieren - und am besten schon von Beginn an immer und immer wieder ein bisschen vorausschauend für den Wissenstest lernen, das ist mein Tipp und mein Fazit !!!

Empfehlenswert nicht nur für Projektmanager/innen und Mitglieder in Projektteams, sondern auch für Geschäftsführer/innen, Manager/innen - und alle, die wissen wollen, wie sich jetzt und in der nächsten Zukunft die gesamte Arbeitswelt durch einen langfristigen Trend hin zum Projektmanagement verändern wird. Würde ich wieder mitmachen !!!

Fazit: Im Bereich Projektmanagement wohl eines der Angebote mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ...

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