Industriekaufmann/ frau
Schöner Schein trübt - Industriekaufmann/ frau Beruf / Tätigkeit

Neuester Testbericht: ... Abteilungen bescheid weiss, dann aber dennoch z. B. im Einkauf fest eingesetzt wird und sich somit auf dieses Tätigkeitsfeld spezialisiert... mehr

Schöner Schein trübt
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Industriekaufmann/ frau

Datum: 02.07.01, geändert am 02.07.01 (1101 Lesungen)

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Vorteile: gutes Fundament für weitere Ausbildung

Nachteile: relativ Überlaufen, schlechte Zukunftsaussichten

Als ausgebildeter Industriekaufmann kann ich mit fug und recht behaupten eine qualitativ gute, tiefgründige kaufmännische Ausbildung genossen zu haben, auf der ich noch einiges aufbauen kann (hoffentlich). Besonders mit allgemeiner und spezieller Betriebswirtschaftslehre hat man schon fast ein halbes BWL-Studium absolviert.
Die Ausbildung beinhaltet im allgemeinen einen Einblick in alle Bereiche eines Unternehmens, also Produktion, Einkauf, Vertrieb, Personalwirtschaft, Buchhaltung, Controlling und einige andere Betriebs- bzw. Branchenabhängige Abteilungen.
Bedauerlich ist jedoch, dass dieser Beruf hoffnungslos überlaufen ist. Im Mai 2001 habe ich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeit recherchiert. Auf 1437 offene Stellen bundesweit kommen fast 20000 arbeitslose, die sich im AIS erfassen ließen. Die Dunkelziffer liegt sicherlich weit höher. Und so lange die Bundesanstalt für Arbeit Betriebe für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen großzügig Subventionen zuzuschieben wird sich an diesem Ungleichgewicht nichts ändern.
Verständlicherweise wollen die Schülerinnen und Schüler später einen lukrativen Ausbildungsplatz ergattern. Sie wollen einen Beruf erlernen, wo man geregelte Arbeitszeiten hat und von Wind & Wetter geschützt ist. Das Problem ist nur, dass nicht jeder einen Bürojob haben kann.
Es gibt sicher viele andere erfüllende Ausbildungsberufe mit ausgezeichneten Zukunftsaussichten, die keine kaufmännischen sind oder im Verwaltungsbereich angesiedelt sind.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, seine Berufswahl nicht nur nach persönlichen Wunschvorstellungen und Neigungen zu treffen, sondern auch die zukünftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit in die Überlegungen einzubeziehen.


Fazit: