Fremdsprachenkorrespondent/in
Das war meinte zweite Ausbildung - Fremdsprachenkorrespondent/in Beruf / Tätigkeit

Neuester Testbericht: ... Lehrer (Ausnahmen gibt es aber hier auch, glücklicherweise) - wöchentlich wechselnder Stundenplan ( & chaotische "Orga... mehr

Das war meinte zweite Ausbildung
Fremdsprachenkorrespondent/in

que_Linda

Name des Mitglieds: que_Linda

Produkt:

Fremdsprachenkorrespondent/in

Datum: 19.04.08

Bewertung:

Vorteile: Abwechslungsreich, Sprachen sind immer gut

Nachteile: Chancen direkt in diesem Beruf zu landen - relativ gering

Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau wollte ich noch eine zusätliche Ausbildung absolvieren. Ich entschied mich also für eine schulische Ausbildung, welche sich gut mit meiner ersten Ausbildung kombinieren lässt.



*** FREMDSPRACHENKORRESPONDENTIN ***



*** DAS BERUFSBILD ***
Fremdsprachenkorrespondenten sind vielseitig einsetzbar, so werden z. B. Stellen bei den folgenden Unternehmen:
Industrie und Handel
Auswärtiger Dienst
Luftverkehrsgesellschaften
Internationale Speditionen
Internationale Organisationen
Europa-Behörden
Touristik
Hotelfach im In- und Ausland
Patentanwälte
Kulturämter
Messegesellschaften etc.
Fremdsprachenkorrespondenten übersetzen heutzutage nicht mehr nur Briefe und kurze Texte, sie werden in allen möglichen Bereichen eingesetzt. In erster Linie kommt für Fremdsprachenkorrespondenten ein grosses Unternehmen in Frage, welches viel mit Unternehmen oder Dienstleistern aus anderen Ländern zu tun hat.



*** DIE SCHULISCHE AUSBILDUNG ***
Man kann seine Ausbildung zur zwei- oder dreisprachigen Fremdsprachenkorrespondentin absolvieren. Die meisten Schulen bieten Englisch nur als Erstsprache an, bzw. alle anderen Sprachen als Zweitsprache. Bis vor geraumer Zeit bestand das Angebot immer nur aus Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Mittlerweile jedoch können auch Sprachen wie Russisch, Tschechisch und sogar Chinesisch an diversen Schulen gelernt werden.

Die meisten Schulen sind staatlich gefördert, d. h. man hat auch u. a. Anspruch auf BaföG und andere Unterstützungen. Die monatlichen Gebühren variieren hier sehr stark, allerdings sollte man hier auch nicht unbedingt sparen. Das beste ist, 2 - 3 Probetage an der Schule zu machen, damit man feststellen kann, ob es die Richtige Einrichtung für einen ist.

Die Ausbildung bringt verschiedene Fächer mit sich, z. B. Wortschatz, Handelskorrespondenz, Übersetzung in und aus der Fremdsprache, Grammatik, Diktat, Wirtschaft in der Mutter- und Fremdsprache, Fachübersetzung in und aus der Fremdsprache sowie Textverarbeitung, Deutsch und Sozialkunde. Der Unterricht in der Zweitsprache beeinhaltet meistens nur 3 Fächer, allgemeine Sprachgrundlagen, Handelskorrespondenz sowie Übersetzung in und aus der Fremdsprache.

Die Ausbildung zum zweisprachigen Fremdsprachenkorrespondentin dauert i. d. R. 2 Jahre, die Ausbildung zum dreisprachigen Korrespondenten 3 Jahre.



*** DIE ABSCHLUSSPRÜFUNG ***
Die Abschlussprüfung findet nicht wie meistens durch die IHK statt, sondern durch das Kultusministerium. Die Prüfung findet an zwei verschiedenen Tagen statt, einmal wird der schriftliche Teil abgelegt und ca. 4 Wochen später der mündliche.

Geprüft wird in den folgenden Fächern:
Erste Fremdsprache, schriftlicher Teil:
Übersetzen eines Textes allgemeiner Art aus der Fremdsprache
Übersetzen eines Fachgebiet entnommenen Textes aus der Fremdsprache
Übersetzen eines Fachgebiet entnommenen Textes in die Fremdsprache
Übersetzen eines Geschäftsbriefes und Beantwortung des Briefes nach deutschen Stichwörtern

Zweite Fremdsprache, schriftlicher Teil:
Übersetzen eines Textes allgemeiner Art aus der Fremdsprache
Übersetzen eines Geschäftsbriefes und Beantwortung des Briefes nach deutschen Stichwörtern

Erste Fremdsprache, mündlicher Teil:
Landeskundliches Gespräch in der Fremdsprache
Dolmetschen eines Gespräches
Fragen zur Fachkunde und Fachterminologie (zweisprachig)

In der zweiten Fremdsprache wird nur schriftlich geprüft.



*** DER VERDIENST ***
Fremdsprachenkorrespondenten verdienen direkt nach der Ausbildung ca. 1.600,00 - 1.700,00 Euro brutto.



*** WEITERBILDUNGSMÖGLICHKEITEN ***
Hat man seine Ausbildung zum Fremdsprachnkorrespondenten erfolgreich absolviert so kann man sich weiterbilden zum Euro-Fremdsprachenkorrespondenten oder man kann es sogar mit 3 weiteren Jahren Schule und viel lernen zum Dolmetscher bringen und hat somit die Möglichkeit z. B. auch als Lehrer in den erlernten Sprachen eingesetzt zu werden.



*** MEINE MEINUNG ***
Dieser Beruf wird oft missverstanden und viele Schüler denken, dass man mit nur dieser Ausbildung grosse Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Ist aber nicht so. Wer eine Ausbildung in diesem Beruf absolviert hat nur dann Chancen, wenn er entweder davor bereits eine Ausbildung gemacht hat oder danach noch eine zusätzliche Ausbildung absolviert. Da es sich nur um eine schulische Ausbildung handelt, fehlt eben die Erfahrung am Arbeitsplatz und somit kann sich die Suche nach Arbeit sehr schwierig gestalten. Außerdem findet man nur wenige Stellen, bei denen gezielt nach einem Fremdsprachnkorrespondenten gesucht wird.


Ich bereuhe meine Entscheidung nicht, diese zusätzliche Ausbildung gemacht zu haben, da sie mir in Kombination mit meiner Ausbildung sicherlich schon weitergeholfen hat. Werden Englischkenntnisse vom Arbeitgeber verlangt, so kann ich diese Nachweisen und habe so manch anderem Bewerber etwas voraus. Genau aus diesem Grund konnte ich auch meinen jetzigen Arbeitgeber von mir überzeugen.


Die Ausbildung ist nich unbedingt schwer, man muss sich eben etwas dahinterklemmen, wenn man sich nicht so gut in der deutschen Grammatik auskennt, ansonsten allerdings ist alles eine Lern- und Übungssache. Der Wortschatz ist das halbe Leben in diesem Beruf und man lernt nie aus sondern nur dazu. Wer sich weiterbilden möchte, dem kann ich diese Ausbildung ans Herz legen - sofern der bereits erlernte Beruf sich gut damit Kombinieren lässt. Bitte seht eure Chance aber nicht nur in diesem Beruf, denn in Wirklichkeit ist diese Ausbildung nur eine sehr gute Zusatzqualifikation.


Der Beruf erhält von mir 3 Sterne. Ich möchte diesen Beruf jedoch nicht abwerten, sondern ziehe lediglich zwei Sterne dafür ab, dass die Chancen direkt in diesem Beruf zu landen, relativ gering sind und im Grunde eine weitere Ausbildung Voraussetzung ist um in diesem Beruf Erfolg zu haben.

Fazit: Gute Ausbildung!