Bürokaufmann/frau
Ein Beruf, der als Sprungbrett dienen kann - Bürokaufmann/frau Beruf / Tätigkeit

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Ein Beruf, der als Sprungbrett dienen kann
Bürokaufmann/frau

AnjaSchr%F6der

Name des Mitglieds: AnjaSchröder

Produkt:

Bürokaufmann/frau

Datum: 28.03.02, geändert am 28.03.02 (6195 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: man kann in vielen Branchen arbeiten

Nachteile: keine

Wie ich zu meinem Beruf kam:
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Ich habe vor 16 Jahren meine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht, wollte eigentlich Bankkauffrau werden, doch die Ausbildungsplätze waren leider schon vergeben. Eine Bank hat kurzentschlossen zusätzlich Bürokauffleute ausgebildet, so kam ich zu meinem Beruf.

Die Ausbildung:
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Die Ausbildung umfaßt, je nach Schulabschluß 3 bzw. 2,5 Jahre. Ich hatte die Mittlere Reife uns mußte somit 3 Jahre meine Ausbildung machen.
Die Bank bei der ich gelernt habe, hat sich sehr um die Auszubildenden bemüht, so hatten wir Blockunterricht an einer Wirtschaftsschule. Zwei Mal pro Jahr hatten wir sechs Wochen Schule. Damit wir aus den Themen aber nicht rauskamen, hatten wir dann noch zwei Vormittag die Woche in der Bank Internen Unterricht, der mir persönlich eine Menge gebracht hat. So wurde der Stoff aus der Schule wiederholt und bis zum nächsten Block und vorallem zu den Prüfungen nicht vergessen.
Die übrige Zeit wurden wir in verschiedene Abteilungen eingesetzt, so daß man mehrere Beriche der Bank kennen lernte. Dies beinhaltete die allgemeinen Bankabteilungen, wie z.B. die Kreditabteilung, die Wertpapierabteilung und den Kundendienst, also Schalterarbeiten (abgesehen von der Kasse) ebenso wie allemeine Abteilungen, sprich Personalabteilung, Hausverwaltung, Registratur oder Dokomentationsabteilung.

In der Ausbildung habe ich viel über allgemeine Büroarbeit gelernt, was man in jedem Büro gebrauchen kann. Der Umgang mit dem PC war damals noch nicht so gängig, erst kurz nach meiner Ausbildung wurden Computer mehr und mehr eingeführt. Trotzdem gab es auch in meiner Ausbildung schon so einige Abteilungen, die mit dem Computer arbeiteten, allen voran das Rechencentrum, wo ich einige Wochen verbringen durfte.

Nervig aber wichtig in der Ausbildung war das Berichtsheft, hier mußte man eintragen, und das in Normschrift, was man in der Ausbildung alles gelernt
hatte. In welcher Abteilung man beschäftigt war und welche Aufgagen man zu verrichten hatte.

Dieses Berichtsheft hatte zum einen den Sinn, daß überprüft wurde, ob man auch wirklich in der Ausbildung etwas lernt, denn manche Firmen machen sich Auszubildene als billige Arbeitskräfte zu Nutze.
Aber es war auch eine Vorlage für die mündliche Prüfung, denn in diesem Bericht gibt es keine praktische Prüfung, also wurden in der mündlichen Prüfung Fragen zur Praxis gestellt.

Die Prüfungen:
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Meine Ausbildung ist inzwischen 16 Jahre her, somit kann ich nicht mehr sagen, ob es auch heute noch genau so läuft, wie bei mir damals.

Ich hatte damals nach gut einem Jahr eine Zwischenprüfung, doch auf die ist leider nicht so sehr viel Verlaß, denn hier werden die richtigen Antworten angekreuzt und maschinell ausgewertet. Daß hier eine Änderung stattgefunden hat, das kann ich eigentlich nur hoffen, denn damals in unserer Prfüng haben wir alle schlecht, nur mit 3 abgeschnitten, da einige richtige Antworten als falsch vom Computer ausgewertet wurden. Unsere Firma hat versucht dagegen anzugehen, doch es hat nichts genützt. So wurden unsere Noten intern aufgewertet, doch das hat mir nichts gebracht, denn in meinem Zeugnis stand nur diese 3. Aber nicht nur die schlechte Note hatte mich geärgert, auch daß man lange lernt, und am Ende nicht weiß, was richtig ist. Wer die falschen Antworten, die als richtig galten, angekreuzt hatte, glaubte natürlich das richtige gelernt zu haben, und hat sich so weiterhin falsche gemerkt.

Nach knapp drei Jahren kam dann die Abschlußprüfung. Ich hatte meine Ausbildung im August 1986 begonnen. Die Prüfungen fingen im Mai 1989 an. An zwei Tagen wurden wir in den Hauptfächern: Rechnungswegen, Wirtschaftswesen, Deutsch und Politik geprüft. Als Zusatzfächer gab es Maschinenschreiben und Englisch. Englisch hatten wir leider gar nicht unterrichtet bekommen, so hatten wir im Grunde keine wirkliche Wa
hl.

Auf diese Prüfung wurden wir sehr gut vorbereitet, in der Firma und auch in der Schule haben wir viele alte Prüfungen durcharbeiten können. Zwar waren die Fragen nicht mit denen aus der Prüfung identisch, doch auf diese Weise konnten wir uns an die Fragestellung gewöhnen und herausbekommen, wie die Antworten verfaßt sein sollten.

Zwei Monate später, lange nachdem wir die schriftlichen Ergebnisse schon bekommen hatten, war die mündliche Prüfung, mit dieser war die Ausbildung dann entgültig beendet. Mit drei anderen Mädchen saß ich vor einem Prüfungskomitee und mußte die Fragen der Prüfer beantworten, die aber sehr, sehr freundlich waren.


Welchen Vorteil ich inzwischen darin sehe:
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Nun bin ich froh, denn ich kann mit dieser Ausbildung in jeder Branche arbeiten, übernommen wurden wir Bürokauffleute damals nicht, aber ich bekam schnell wieder Arbeit, bei einem Paketdienst, bei dem ich dann bis zur Geburt meines ersten Kindes blieb. Wenn nun mein letzter Erziehungsurlaub vorbei ist, werde ich sicher auch wieder Arbeit finden, denn der Beruf der Bürokauffrau umfaßt ein breites Feld, sämtliche Branchen werden in der Berufschule durchgenommen, Bank, Industrie und Versicherung, Haupthema eben das Büro, und davon gibt es in jeder Stadt sehr viele. Außerdem kann man diese Ausbildung gut als Grundlage für Weiterbildungen nehmen. Gelernt habe ich damals sehr viel über Buchhaltung und Personalhaltung, dazu kam dann im Rahmen der Ausbildung vieles über das Bankwesen, was mir aber im Leben auch schon oft zu Gute gekommen ist. Sicher, ich werde einiges neues dazu lernen müssen, bin nun schon sieben Jahre aus meinem Beruf raus, aber ich habe das einmal geschafft, dann klappt das auch ein zweites Mal, da bin ich ganz zuversichtlich. Also wenn man nicht weiß, was man lernen möchte, dann kann ich, wenn man im Büro arbeiten mag, diesen Ausbildungsberuf wirklich nur empfehlen, von dort kann man dan
n immer noch weiter machen, z.B. Betriebswirtschaft oder eben speziell in die Branche, in die man möchte, wie eben Bank, Versicherung oder Industrie. Man muß dann eben weitermachen, dann kommt man auch weiter, nur als Bürokauffrau erreicht man eben nicht sehr viel, aber es ist ein sehr gutes Sprungbrett, da man zu Beginn sehr vielfältig ist, sich dann mit den Jahren erst vertieft.

Fazit: