Altenpfleger/in
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Altenpfleger/in

Zatzeck

Name des Mitglieds: Zatzeck

Produkt:

Altenpfleger/in

Datum: 08.11.10, geändert am 13.04.12 (3399 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Sehr wichtiger Beruf, anderen Menschen helfen...

Nachteile: Meine bisherigen Erfahrungen vom 1. Betrieb...

Hallo zusammen!
Vor einigen Monaten habe ich bereits einen Bericht beginnen wollen und wollte diesen bei Gelegenheit in gewissen Abständen auf den neuesten Stand bringen... Es ist mir gelungen diesen zumindest für den Zeitraum von August 2010 bis Ende März 2012 aufzuschreiben und nun endlich einmal zu veröffentlichen ....

Wie dem auch sei:
Ich mache seit Mitte des Jahres 2010 eine Umschulung zum Altenpfleger und die ersten 6 Wochen waren auch sehr erfolgreich, lehrreich und einfach schön...

Dann kam es anders: rein in die Praxis - gleich mehr dazu...
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Wie stellte ich mir das Idealbild dieses Berufes vor?
- Ich wollte etwas Gutes tun: ältere Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, Ob es nun Beratung, die Begleitung und die Pflege alter Menschen ist...
Nach wie vor sehe ich es so, alten Menschen bei der Gestaltung dieser Lebensphase nach bestem Wissen und Gewissen behilflich zu sein, trotz ihrer sozialer, körperlicher und ggf. psychischer Defizite den Alltag zu erleichtern...

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Eigener Antrieb / Einstieg durch ein Praktikum:

Nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann, einigen Erfahrungen in diesem Bereich, längeren Tätigkeiten als E-Mail-Agent, war ich ausgebrannt und stellte mich vor die Frage, was ich verändern kann in meinem Leben.
Beruflich hatte es sich gezeigt, dass ich zwar ganz netten Tätigkeiten nachging, diese mich jedoch nicht erfüllten...
Ein Gespräch mit einem Bekannten, der sich ebenfalls vor einiger Zeit umorientierte (vom kaufm. Bereich hin zur Altenpflege) machte mir ein Praktikum schmackhaft... Da sich dieses aus diversen Gründen nicht in die Tat umsetzen liess, bewarb ich mich auf Praktikumsstellen in diesem Bereich. In dem ambulanten Pflegeservice machte ich bei 2 Institutionen Erfahrungen... Hier bis dahin nur gute...

Ich entschied mich für einen Pflegeservice in der näheren Umgebung -> diese Institution schrieb auch zugleich ein sehr gutes Zeugnis, das der Agentur für Arbeit vorgelegt werden sollte. Im Nachhinein musste ich noch zum Psychologischen Dienst und mehrere Tests (Mathe, Deutsch, Fallbeispiele aus dem Bereich der Altenpflege) bewältigen und erreichte dort eine Bewertung von annähernd 100 %.
Also, die Umschulung war genehmigt und seit gut 20 Monaten befinde ich mich in der Umschulung, die insgesamt 3 Jahre andauert ...

ZIEL: examinierter Altenpfleger zu werden...
Nach der Phase des Blockunterrichts kam ich in die Zeit der Praxis ...

Nach einer guten Anfangsphase dann der Weg zum Albtraum!
Die guten Eindrücke, die durch die Praktika in dem Betrieb im Frühling 2010 entstanden, waren wie weggeblasen...

Hier sollte ich gleich nach der 1. Woche allein arbeiten. Für mich hiess das: sehr viel Eigenverantwortung, ... STOPP! Ich erreichte zugleich einen hohen Stresspegel und war mir nicht sicher, ob das eine gute Ausbildung sei -> also gab es einige Gespräche, die herauskristallisierten, dass ich ja weiterhin annähernd wie eine bereits examinierte Kraft agieren sollte; zudem war die Kommunikation nicht auf der sachlichen Ebene, wie ich mir diese vorstelle und es gab noch weitere strittige Punkte. Diese Zeit der Praxis zeigte mir bereits, wie man sich hier eine AUSBILDUNG vorstelle... Einigen Mitschülern erging es bereits nicht anders...
Mittlerweile ist auch die Azubine, die mit mir begann, in einen anderen Betrieb gewechselt!

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Konsequenzen:
Schnell orientierte ich mich anders und wollte einfach nur weg von dem Betrieb, wo ich mehr als günstige Arbeitskraft angesehen wurde denn als Auszubildender... Ich war zwar irgendwie sehr enttäuscht und am Boden, wollte meine Ausbildung in einem Alten- und Pflegeheim oder eher in der amb. Pflege fortführen.


60 Bewerbungen schrieb ich in wenigen Tagen.
Es gab sehr viel positive Resonanz.
Ich war auch in Verbindung mit einer Institution im kirchlichen Bereich.
Hier teilt man meine (oder eher auch die allgemeine) Philosophie einer Ausbildung in diesem Bereich. Ausserdem versprach ich mir durch den Wechsel in den passendere fundiertere Ausbildung als im ambul. Bereich...

Von Seiten der Arbeitsagentur zeigte man Verständnis und sicherte mir auch Unterstützung zu.
Lediglich die Berufsschule war erst damit nicht einverstanden,
Bilder von Umschulung zum Altenpfleger
Umschulung zum Altenpfleger IMAG0064 - Umschulung zum Altenpfleger
Umschulung zum Altenpfleger
auch wenn ich meine Erfahrungen offenbarte. Aber für mich gab es da KEIN ZURÜCK mehr...

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Zwar war ich zu der Zeit (Oktober bzw. November des Jahres 2010) einerseits schon recht angeschlagen durch meine bisherigen Erfahrungen, sah aber einer besseren Zukunft entgegen, von der ich zugleich berichten mag...

ABER die OKTOBER/NOVEMBER-PHASE war der Horror, weil ich ja einige Tage nicht wusste, wie es nun weiterginge...
Als Resumée stand für mich fest, dass nicht immer der erste Eindruck zählt. Einerseits: denn 2 Praktikumseinsätze bei meiner jetzigen Stammeinrichtung hatte ich ja ebenfalls absolviert und auch dort einen guten Eindruck gewonnen. Ich hatte mich nur deswegen gegen diese Institution entschieden, weil ich in diesem Fall hätte 25 Km pro Fahrt in Kauf nehmen müssen.
Nur allein deswegen habe ich mich für den poteniellen Ausbildungsbetrieb in meinem Ort entschieden...

Mittlerweile gab es nach kleineren Verhandlungen mit dem Ausbildungsbetrieb (z.B. Zusatzentgelt neben der Umschulungsknete...) dann nach gut 2 Wochen grünes Licht und Mitte November 2010 konnte ich dort anfangen und bin auch seitdem dort (sehr glücklich...).
Alles wird gut, zumindest vieeeeeeeel besser!

Grundsätzlich erwartete ich bei diesem Betrieb, dass mein persönliches Idealbild dem Leitbild des Betriebes entspräche.
Erwartet habe ich insbesondere einen sehr gut geführten und organisierten Betrieb, der alten Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensphase nach bestem Wissen und Gewissen behilflich ist und sich Zeit für sie nimmt. Und ich habe diesen Betrieb als sehr menschlich und fürsorglich gegenüber den Mitarbeitern und den Klienten eingeschätzt. Ich war der Hoffnung, dass mein zukünftiger Ausbildungsbetrieb gegenüber seinen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen fair ist und im Team ein herzliches Klima herrschen würde.

Erwarten konnte ich nun eine fundierte Ausbildung unter adäquater Anleitung und eine konsequente Annäherungsweise an die Ausbildungsinhalte. Eine Anleitung, die Stück für Stück in der Materie greift und einen Grundstück für eine gute Ausbildung sowie ein weiteres erfolgreiches Arbeitsleben in dem Bereich der Altenpflege bedeuten kann.
Ebenfalls erwartete ich speziell von meiner Ausbildung, dass ich erkenne, dass ich für diesen Beruf geschaffen, zumindest tauglich sein kann und das ich neben dem angeeignetem Wissen auch Spaß an der Arbeit haben kann.

Ich wollte erkennen, dass ich als Auszubildender immer weiter voran komme und den Menschen, die Hilfe benötigen, Gutes tun kann.
Nährboden dieser Erwartungen waren wie schon erwähnt u.a. 2 Praktikumseinsätze bei dieser Institution im Jahr 2010.

Diese Institution der heutigen Zeit hat eine längere Geschichte aufzuweisen. Der Gedanke der Hilfe und von Fürsorge und Barmherzigkeit liess sich schon früh erkennen.
Heutzutage ist diese Institution ebenfalls ein Ort, in dem Hilfe und Fürsorge für die Menschen der Stadt N. und des weitgehenden Stadtgebietes geplant, organisiert und ausgeführt wird.

Die Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen pflegen die Kranken und unterstützen deren Familien bis zum heutigen Tag. Vor einigen Jahrzehnten begann die Station mit 2 Mitarbeitern, gegenwärtig sind ca. 70 Personen in dieser Institution beschäftigt (Pflegefachkräfte, Bürodienst, Haushaltshilfen, etc).
Noch vor einiger Zeit also gab es nicht die professionelle Pflege im Rahmen eines Unternehmens. Seit ca. 2 - 3 Jahren ist zu erkennen, dass die Zahl der Klienten rapide zunimmt und dementsprechend wurden vermehrt Mitarbeiter/innen eingestellt. MEIN GLÜCK!!!

Viele der Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen sind über ihren Dienst hinaus in ihren Gemeinden und im Hospiz-Dienst involviert, so dass sich die Tradition und der besondere Gedanke der Kirchenzugehörigkeits und des Glaubens in der Gegenwart und der Zukunft fortfahren lässt.
Wieder einmal war ich also in einer kirchlichen Einrichtung gelandet, nachdem ich meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann auch bei einem kirchlichen Versicherer absolvierte:-)!

Die pflegerische Konzeption der Einrichtung
Bei unswird die Pflege als eine moderne Form von einer jahrhundertealten christlichen Bereitschaft für Kranke und Hilfsbedürftige verstanden. Jeder Mensch ist individuell.

Die Würde und Rechte des Patienten jedes Klienten bzw. jeder Klientin werden geachtet und bewahrt. Es wird diesem Personenkreis unabhängig der Kultur, des sozialen Statusses und Werdegangs Wertschätzung entgegen gebracht und selbstverständlich der naturgemäße Respekt.
Man sieht gem. des Pflegemodelles von Krohwinkel den Patienten in seiner Ganzheit von Körper, Geist und Seele.

Unbedingte Aspekte / Ziele sind:
die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Patienten unter Betrachtung der individuellen Ressorcen zu erhalten und zu fördern
den Patienten im Erleben von Krankheit, Verlust von Fähigkeiten, dem Wiedererlangen der Gesundheit sowie die Erfahrungen (z.B. Schmerz, Leid, etc.) zu begleiten immer im Sinne der Klienten bzw. Klientinnen zu handeln

Die Angehörigen und Vertrauten sollten so gut wie möglich mit einbezogen werden.
Durch die Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und anderen Berufsgruppen soll eine umfassende Versorgung erreicht werden. Vor diesem Hintergrund soll im Miteinander zwischen St. Sixti, den zu Pflegenden und deren Angehörigen bzw. Vertrauten und größtmögliche Vertrauensgrundlage hergestellt werden.

Eine Optimierung der Pflegequalität soll durch die Anwendung des Pflegeprozesses (u.a. Ermittlung des Pflegebedarfs, Dokumentation, etc.) erreicht werden, zudem durch die Entwicklung, Umsetzung und Aktualisierung der Pflegestandards. Zudem sind regelmäßige Teambesprechungen und Schulungen inbegriffen, um die Qualität zu bewahren oder zu steigern. Optimiert wird der Pflegeprozess zudem durch den fachgerechten Einsatz von Pflegehilfsmitteln und zu guter Letzt durch die Einhaltung der gesetzlichen Normen und von Richtlinien.
Zum Tätigkeitsbereich gehören Beratung, Grundpflege, Behandlungspflege, Wundversorgung, Krankenhausvermeidungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Pflegeeinsatzberatung, Aufrechterhaltung des sozialen Umfeldes, Palliativpflege, Sterbebegleitung, Menüservice, ODEM (Betreuung nach SGB XI 45 a-c), Schulbegleitung und die Kinderbetreuung (bei der Verhinderung der Aufsichtsperson).

UND GENAU HIER FÜHLE ICH MICH SO WOHL, WEIL DIESE ASPEKTE SO EINGEROFFEN SIND und KEIN TRUG HERRSCHT.
Im Laufe der zurückliegenden Monate der Praxis wurden schon viele Beziehungen zu pflegebedürftigen Menschen aufgebaut. Im ambulanten Pflegedienst der Institution lernte ich bisher eine große Anzahl an Klienten, Klientinnen und deren Familien kennen. Ich kann bisher von durchgehend positiven Erfahrungen berichten. Sehr wohl liegt es an dem exzellenten Ruf dieser Institution, zudem am hoffentlich guten Einleben meinerseits im Rahmen meiner Ausbildung.

Bei der Pflege sollte der Respekt untereinander niemals zu kurz kommen und zudem sollte die Autonomie bei dieser besonderen Beziehung angetrieben werden. Dem pflegebedürftigen Menschen möchte ich ohne Vorurteile begegnen. Genauso wichtig war und ist es mir, den Klienten, den Klientinnen und den Familienangehörigen Halt und Hilfe im Rahmen der professionellen Pflege zu geben. Die Pflegebeziehung unterscheidet sich von der familiären Beziehung ganz klar.
Wichtig ist mir, dass meine Rolle klar definiert ist im Rahmen meines Berufes bzw. meiner Ausbildung.
Eine Distanz ist demnach erwartungsgemäß vorhanden und muss auch gegeben sein.
Nach diesem Leitbild der professionellen Pflege handele ich selbstverständlich und es hilft natürlich, dass ich meinerseits soziale Kompetenzen mitbringen kann. Beispielsweise ist es mir wichtig dass die pflegebedürftige Person mitbestimmen sollte, in Entscheidungsprozesse involviert ist. Die Entscheidungen über die gewohnten, alltäglichen Aktivitäten sind professionell zu unterstützen, grundlegende Informationen (Aktivitäten, Gewohnheiten, Biographie) sind eine Voraussetzung für ein konstruktives Miteinander. Im Rahmen meiner bisherigen Ausbildung kann ich behaupten, dass ich diesen grundlegenden Dingen mit Interesse entgegen getreten bin und so viel wie möglich über diese Personen in Erfahrungen bringen wollte.
Wichtig ist zudem der Respekt vor der Privatsphäre und die Würde des Menschen. Nur so kann Vertrauen in der Pflege, in der Unterstützung, in der Fürsorge aufgebaut werden.
In Relation dieser Aspekte konnte ich in diesen knapp 14 Monaten (3 Monate war ich ja wieder weg in einer anderen Versorgungsform...) grundlegend positive Erfahrungen machen und bin mit den pflegebedürftigen Menschen, deren Persönlichkeit sehr unterschiedlich ist, gut auskommen und ein positives Fazit ziehen.

KOLLEGEN
Ebenso wie bei den positiven Beziehungen zu pflegebedürftigen Personen konnte ich in der bisherigen Ausbildung bzw. Umschulung ausschliesslich positive Erfahrungen bei den Beziehungen zu Kolleginnen bzw. Kollegen machen.

Es verging bisher kein Tag bzw. Einsatz, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, vollkommen intzegriert zu sein und respektlos behandelt zu werden. Im Gegenteil: ich sehe mich als Teil eines gut greifenden, funktionierenden Kollektivs. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich um ein sehr kooperationsorientiertes Unternehmen handelt.
Ich habe in den vergangenen Monaten einen sehr positiven Eindruck von den kollegialen Beziehungen erhalten - sei es bei unterschiedlichen Hierachieposten, Kompetenzebenen usw. Vielfach hatte ich das Gefühl, dass ich bei den Pflegekräften gut aufgehoben gewesen bin, als Mensch durchaus geschätzt und als Auszubildender gesehen werden, den man fundiert und liebevoll den richtigen Weg weist und wobei ich kräftige Unterstützung gefunden habe. Es meines Erachtens ein sehr konstruktives Miteinander und eine gut funktionierende Zusammenarbeit. Sie beschränkt sich nicht nur auf informelle Kontakte, sondern es herrscht zudem eine herzliche und fürsorgliche Atmosphäre.

Bisher beherrschte offene Kommunikation den kollegialen Umgang. Im Rahmen meines Daseins als Auszubildender fühlte ich mich bisher wirklich immer wieder vollkommen integriert. Im Rückblick auf die vergangenen Monate bin ich bei einem Dutzend von Pflegefachkräften im Einsatz gewesen und zu keinem Zeitpunkt, bei keiner Pflegefachkraft hatte ich nur annähernd das Gefühl, falsch am Platz zu sein oder den eigentlichen Pflegeprozess negativ zu beeinflussen.
SO NACH UND NACH WACHSE ICH ANHAND DER BISHERIGEN ERFAHRUNGEN und fahre entweder allein oder mit anderen Kollegen bzw. Kolleginnen mit. Es ist sehr lehrreich und es mach wirklich Spaß.

All das, was schon vor 1 1/2 Jahren verloren gegangen zu sein schien ...
Auch ein 3monatiges Praktikum habe ich schon absolviert: ich entschied mich für ein dreimonatiges Praktikum in einem Mehrgenerationenhaus. Diese Zeit war sehr intensiv. Sie hatte nicht nur positive Seiten zu bieten, sondern auch negative: die ANleitung war sehr mager durch die Pflegefachkräfte. Es ging vermehrt nach dem Motto SATT und SAUBER. An Pflegeplanungen konnte ich nicht wirklich mitwirken. Dafür entschädigte mich ein mehrwöchiger alleiniger Einsatz, bei dem ich für 9 Bewohner tätig war. Das ging alles soweit glatt. Nur in Sachen Beschäftigung war es nicht so ertragreich: ein Beispiel... wenn für Demenzkranke keine beschäftigung, kein intensiver Umgang möglich ist aufgrund von so viel Arbeit...

ABER NUN WILL ICH MAL NICHT MECKERN. Das Praktikum will ich nicht missen.
In 5 Monaten steht wieder ein 3monatiges Praktikum an, wobei ich mich nicht entschieden habe: Krankenhaus, Hospiz, LKH oder Tagespflege. Am liebsten wäre mir aber der Umgang mit Behinderten. Es greift zwar nicht in den Bereich unbedingt der Altenpflege, aber den Vorschlag habe ich der Schule, die darüber entscheidet, schon vorgelegt und man entscheidet sich bald...

Apropos BBS: hier erfolgt ein gesonderter Bericht über diese Erfahrungen...

Im ersten Ausbildungsjahr war die GRUNDPFLEGE beherrschendes Thema, während es im zwoten Jahr medizinisch-pflegerischen Maßnahmen vorrangig sind (inhaltlich zum BEISPIEL:
aus Sicht des pflegebedürftigen älteren Menschen
- Prophylaxen (z.B. Kontrakturen, Prophylaxe von Thrombose oder Prophylaxe Spitzfuß)
- Energiezufuhr durch Sondennahrung
- Medikamentengabe laut Ärztl. VO
- Täglicher Verbandwechsel: so soll die Hygiene, Sauberkeit gewährleistet sein.
- Verbesserter körperlicher, geistiger und seelischer Allgemeinzustand


aus meiner Sicht (also Sicht der Pflegekraft)
- Erfüllung der ärztlichen Anordnungen
- Mitwirken bei der medizinischen Diagnostik und Therapie
- Weiterleitung von Informationen an den zust. Arzt bei Veränderungen, Besonderheiten, etc.
- Erbringung von individuellen behandlungspflegerischen Notwendigkeiten des jeweiligen Bewohners
und im dritten Jahr kommt mehr und mehr das eigene Anleiten zum Tragen...

und ich hoffe, dass alles so wie bisher weiterläuft und ich Mitte 2013 das Examen bestehe...
Hier sind die Erfahrungen in der Praxis geschildert und werden nach und nach ergänzt.

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Ich musste einmal meinen großen Unmut hier einmal äussern und wollte aber auch die schönen Seiten dieses Berufes skizzieren.

Mittlerweile bin ich sehr dankbar, dass es so gelaufen ist... ich habe nun schon die derben Schattenseiten, aber vielmehr die schönen, erfüllten Seiten dieses Berufes erleben dürfen...
Der erste "Ausbildungsbetrieb" war demnach eine KATASTROPHE,
der zwote, derzeitige, ist mein GLÜCKSFALL

und die andere Versorgungsform war insgesamt gesehen eine ordentliche Erfahrung mit Licht und etwas Schatten...
DIE PRODUKTDETAILS SIND WIEDER SEHR INTERESSANT!

Vielen Dank für das Lesen, Kommentieren und / oder das Bewerten von Eurer Seite aus :-)!
Gruss,

®ene´
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Fazit: -> Alles wird gut! <-