Zepter und Hammer - Karl May
Aufstieg und Fall - Zepter und Hammer - Karl May Belletristik
Aufstieg und Fall - Zepter und Hammer - Karl May Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Belletristik / Erscheinungsjahr: 1953 / Der Roman beginnt in den Wäldern des Nordens und führt zu den sonnendurchglühten Ufern des Nils. Die märchenhaft-geheimnisvolle Handlung erzählt von Abenteuern in der Wüste und im Mittelmeer und vom Aufstieg ... mehr

Zepter und Hammer - Karl May ... eines Nilbarkenführers zum Kapudan-Pascha, zum Großadmiral des Sultans.

 
 

Aufstieg und Fall

Produkt:

Zepter und Hammer - Karl May

Datum: 21.04.07

Bewertung:

Vorteile: meist spannende Geschichte

Nachteile: wenige kleine Längen

„Zepter und Hammer“ ist ein Roman von Karl May. Es ist Band 45 seiner „Gesammelten Werke“.

Inhalt
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Im Herrschaftsgebiet des Grafen von Hohenegg hat sich – zumindest vorübergehend – eine Gruppe Zigeuner niedergelassen. Doch der Graf hat nicht ohne Hintergedanken seine Erlaubnis hierzu gegeben. Er hat es auf die hübsche Lilga abgesehen, die Tochter der Vajdzina, der Anführerin der Gruppe. Auch Lilga ist dem schmucken Grafen nicht gänzlich abgeneigt, ist aber bereits einem jungen Mann namens Katombo versprochen, der schon in seiner Kindheit zu den Zigeunern gekommen ist, die ihn bei sich aufgenommen haben. Katombo beschließt, sich an dem Grafen zu rächen, rechnet jedoch nicht damit, dass auch dieser beschlossen hat, seinen Nebenbuhler beiseite zu schaffen. So landet Katombo im gräflichen Kerker und nur mit Mühe gelingt ihm die Flucht.
Er flieht nach Ägypten, tritt in die Dienste des berühmten Kapitäns Said Abdallah und wird schließlich selbst zu einem fähigen Kapitän. Ihm gelingt es, die Gunst und die Hand der hübschen Ayescha zu gewinnen und bringt es schließlich sogar zum Großadmiral des Padischahs. Doch auch hier trifft er auf viele Neider und so fällt Katombo, der sich inzwischen Nurwan Pascha nennt, in Ungnade.
Doch er gibt nicht auf und sinnt auf Rache gegen seine Feinde. So macht er fortan als Pirat Jagd auf die Schiffe des Grafen von Hohenegg, der inzwischen zu einem reichen Mann geworden ist…

Viele Jahre sind seit Katombos Zeit als Pirat verstrichen, da tut sich einiges in seiner früheren Heimat Norland. Graf von Hohenegg sinnt für seinen inzwischen erwachsenen Sohn nach höheren Würden. Er will eine Revolution in Gang setzen und den regierenden Herzog stürzen, um anschließend selbst Herzog zu werden.
Doch es gelingt ihm nicht, seinen Plan gänzlich geheim zu halten. Lilga, seine längst verstoßene, alte Liebe, ist über all seine Umtriebe bestens informiert. Und auch der Sohn des örtlichen Schmieds, den ein Geheimnis aus der Vergangenheit umgibt und der das Patenkind des Herzogs ist, kommt dem Grafen auf die Schliche.
Schließlich gelingt es dem Grafen von Hohenegg sogar, das verfeindete Nachbarland Süderland in den Konflikt mit hineinzuziehen. Alles sieht nach einem Krieg zwischen den beiden Ländern aus. Das Süderland hat einen erfahrenen Mann als Oberbefehlshaber für seine Flotte gewinnen können, nämlich keinen anderen als Nurwan Pascha, den in Gnade wieder eingesetzten Großadmiral des Padischahs. Doch inzwischen ziehen längst andere Mächte als der Graf von Hohenegg die Fäden in diesem Intrigenspiel.

Meine Meinung
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Mit „Zepter und Hammer“ ist Karl May wieder einmal ein guter Roman gelungen, der sich durchaus zu lesen lohnt. Insbesondere der erste Teil des Romans hat mir gut gefallen. Er erzählt quasi die Lebensgeschichte des von Zigeunern aufgenommenen, jungen Katombo, der es durch Fleiß, Können und ein wenig Glück bis zum Großadmiral des Padischahs geschafft hat. Die Geschichte ist spannend vom Beginn bis zum Ende. Immer wieder muss Katombo mit großen Rückschlägen fertig werden, doch es gelingt ihm stets, wieder auf die Beine zu kommen. In seinem tiefsten Innern ist und bleibt er jedoch immer ein ehrenhafter Mensch, auch wenn er sich gegenüber seinen (persönlichen) Feinden als absolut erbarmungslos erweist. Niemand, der ihm oder seiner Familie etwas angetan hat, kommt ohne eine fürchterliche Strafe davon.
Die Geschichte ist eine schöne Mischung aus Intrigen, arabischem Abenteuer und Piratengeschichte und bleibt auf diese Weise stets abwechslungsreich und interessant.

Der zweite Teil dieses Bandes, nämlich der, der dem Buch seinen eigentlichen Namen gegeben hat, ist im Gegensatz zum ersten Teil nicht so sehr auf eine einzelne Person zugeschnitten, wie dies anfangs mit der Figur des Katombo der Fall war. Schnell erfährt man, dass der junge Doktor der Rechtswissenschaften, der Schmiedesohn Max Brandauer, eine zentrale Rolle in der Geschichte einnimmt.
Aber auch sein Freund, der Baronssohn Artur von Falkenau, die Zigeunerin Liga und Nurwan Pascha alias Katombo spielen entscheidende Rollen in der Geschichte. Darüber hinaus werden viele interessante und oft auch unterhaltsam dargestellte Nebenpersonen in die Geschichte eingeführt, die das Ganze ein wenig auflockern und die recht geschickt miteinander oder auch gegeneinander in Stellung gebracht werden.
Dies kann jedoch nicht gänzlich darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte hier auch gewisse Längen aufweist. So fragt man sich doch an einigen Stellen, wann es denn endlich richtig losgeht. Allerdings währen diese Längen nie sonderlich lange, so dass man sich darauf verlassen kann, dass die Erzählung bald wieder spannend weitergeht.

Berücksichtigt man die kleinen Kritikpunkte bezüglich des zweiten Teils dieses Buches, bleiben als Bewertung noch gute vier Sterne. Auch eine Empfehlung kann ich – insbesondere natürlich für Karl-May-Freunde – guten Gewissens abgeben.

Autor
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Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Ernstthal in Sachsen geboren. Er war das fünfte von insgesamt 14 Kindern aus einer armen Weberfamilie. Kurz nach seiner Geburt erblindete er, doch im Alter von vier Jahren konnte seine Sehfähigkeit wiederhergestellt werden.
Für kurze Zeit arbeitete er als Volksschullehrer, verlor aber schon bald seine Stellung und geriet auf die schiefe Bahn. Er betätigte sich fortan insbesondere auch als Hochstapler und Dieb. Nach Verbüßung mehrerer teils langjähriger Haftstrafen widmete sich Karl May schließlich der Schriftstellerei. 1880 heiratete er seine erste Frau Emma Pollmers.
Erfolg hatte er insbesondere mit seinen „Reiseerzählungen“, deren erster Band „Durch die Wüste“ 1892 als Buchausgabe erschien. Durch die folgenden Veröffentlichungen, die meist im Orient oder in Nordamerika spielten, gelangte Karl May zu Wohlstand. Die Erlebnisse seiner Romanhelden Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi gab der Autor stets als seine eigenen aus. Erste Reisen in den Orient und nach Nordamerika unternahm Karl May allerdings erst Jahre nach dem Erscheinen seiner Erzählungen.
1903 wurde die Ehe mit Emma Pollmers wieder geschieden und Karl May heiratete nur wenige Wochen später Klara Plöhn.
Am 30. März 1912 starb Karl May in Radebeul bei Dresden.

(Die Informationen zu der obigen kurzen Biographie stammen von der Internetseite der Karl-May-Gesellschaft e.V., die man unter http://karlmay.leo.org finden kann.)

Daten der aktuell erhältlichen Ausgabe
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Zepter und Hammer / May, Karl
Karl-May-Verlag, 578 Seiten
ISBN: 3-7802-0045-7
Preis: 15,90 Euro

Fazit: Lesenswerte Abenteuergeschichte

Name des Mitglieds: orlan