
?Operation 9/11 ? Angriff auf den Globus? ? Da fehlen nur noch die Illuminati
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z. Zt. nicht aufgeführte Fachbücher
Datum: 21.09.03, geändert am 21.09.03 (117 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Auf den ersten Blick durchaus "nachvollziehzbar&qu ot;
Nachteile: Bei näherem Betrachten ohne jeglichen Beweis
Vor einigen Tagen jährten sich zum 2. Mal die schrecklichen Ereignisse vom 11. September 2003. Kaum jemand wird wohl die Bilder von den Passagierflugzeugen, die ins World Trade Center in New York hineinflogen, jemals vergessen können. Aber ebensowenig werden wir die Auswirkungen, die die Anschläge von New York und Washington auf die Weltpolitik hatten, jemals vergessen können, denn ich wage zu behaupten, daß ohne den 11. September 2003 weder das Eingreifen der USA und ihrer Verbündeten auf Afghanistan noch der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA, Großbritanniens, etc. gegen den Irak stattgefunden hätten.
Als ich vor ein paar Wochen mit der Bahn auf Dienstreise gehen wollte, stellte ich fest, daß ich vergessen hatte, mir Lektüre für die lange Bahnfahrt einzupacken. Also eilte ich schnell in die Bahnhofsbuchhandlung und fand dort ein Buch, welches durchaus interessant wirkte: ?Operation 9/11 ? Angriff auf den Globus?. Es stammt vom Schriftsteller und Dokumentarfilmer Gerhard Wisnewski, geb. 1959. Bekannt wurde er lt. Kurzbiographie im Buch als Co-Autor des Bestsellers ?Das RAF-Phantom? (den Titel habe ich schon mal irgendwo gehört, allerdings kann ich zu dem Buch nichts näheres sagen, da ich es nie gelesen habe).
Über meine Erfahrungen mit ?Operation 9/11 ? Angriff auf den Globus? möchte ich heute berichten. Ehe ich hiermit beginne, möchte ich jedoch zwei Punkte vorneweg erwähnen:
1)
Ich bin nach wie vor der Meinung, daß zu den Anschlägen vom 11. September 2003 das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Tatsächliche, unwiderlegbare Beweise dafür, daß tatsächlich Osama bin Ladens Terrornetzwerk Al Quaida dahinter steckte, wurden seitens der USA bisher noch nicht gebracht.
2)
Gleichzeitig halte ich jedoch die häufig zu lesenden Verschwörungstheorien, daß die USA selbst hinter den Anschlägen steckten, um so eine Rechtfertigung für die Angriffe auf Afghanistan, den Irak und auf wen auch immer rechtfertigen zu können, also
ihre ?New world order? durchdrücken zu können, für Schwachsinn. Auch wenn ich George W. Bush viel schlechtes zutraue, denke ich nicht, daß er so blöd sein könnte, so zu handeln, denn solch eine Aktion könnte man auf Dauer nicht geheimhalten.
Soweit die Vorrede. Wäre ich am Flughafen nicht so in Eile gewesen, hätte ich mir sicher noch schnell die Rückseite des Buches von Gerhard Wisnewski durchgelesen ? und hätte das Buch dann vermutlich schnell wieder zur Seite gelegt. Ich zitiere:
?Schritt für Schritt entlarvt Gerhard Wisnewski die Lügen und Fälschungen von Medien und Geheimdiensten über die Attentate vom 11. September 2001. Wo andere bisher nur Zweifel geweckt und Fragen gestellt haben, entwickelt er erstmals eine ganz andere Version des 11. September ? ein Szenario, das noch wesentlich unheimlicher ist als die offizielle Geschichtsschreibung.?
Im Wesentlichen kann man Wisnewskis Theorien wie folgt zusammenfassen:
1)
Die Anschläge von New York können nur von professionell ausgebildeten Piloten, die auch unter größtem Druck noch handlungsfähig bleiben, ausgeübt worden sein; nach seinem Dafürhalten kämen dafür noch hochprofessionelle Militärpiloten in Frage.
2)
Das Pentagon wurde gar nicht von einem Passagierflugzeug getroffen; vielmehr wurden Raketen darauf abgefeuert.
3)
Das 4. Flugzeug, welches nach dem Eingreifen der Passagiere bei Shanksville abstürzte, existierte gar nicht ; vielmehr wurde der Einschlagskrater durch ein Bombardement eines Erdkampfflugzeugs vom Typ A10 ?Warzenschwein? verursacht.
Aus diesen Theorien leitet Wisnewski ein in seinen Augen logisches Ergebnis ab: die Anschläge wurden durch US-Militärs verübt; somit steht außer Frage, daß die US-Regierung selbst hinter den Ereignissen vom 11. September 2003 steckt.
Liest man Wisnewskis Buch, ohne sich ein wenig über die Hintergründe dazu zu informieren, so erscheint seine Argumentationskette durchaus nachvollziehbar
und logisch; diese Sichtweise ändert sich jedoch schnell, wenn man nähere Informationen über seinen teilweise recht fragwürdigen Recherche- und Zitierstil anstellt.
Ein Beispiel gefällig?
Im Zusammenhang mit dem Absturz von United Airlines 93 bei Shanksville (Zur Erinnerung: dies ist jene Maschine, in der die Passagiere gegen die Entführer vorgingen, die Maschine zum Absturz brachten und so verhinderten, daß das Flugzeug ebenfalls zur Waffe wurde) zitiert Wisnewskis einen Bürger aus Shanksville, den 78jährigen Ernie Stull. Dieser soll im Zusammenhang mit dem Krater an der Absturzstelle folgendes gesagt haben: ?There was no plane!?. Da war also, so macht es uns Wisnewski weis, gar kein Flugzeug, also gab es logischerweise auch keinen Absturz, also ist die ganze Geschichte nur eine Lüge.
Vor einigen Wochen erschien jedoch im ?Spiegel? ein mehrseitiger, sehr interessanter Artikel, der sich nicht nur mit Wisnewskis Buch, sondern auch mit anderen, ähnlich gelagerten Werken auseinandersetze. Und dort war u.a. auch ein Statement von eben jenem Ernie Stull aus Shanksville zu lesen, welches eindeutig klar machte, daß Wisnewski Stulls Zitat schlichtweg aus dem Zusammenhang gerissen hatte. Stull sagte nämlich bezüglich des Kraters an der Absturzstelle sinngemäß folgendes: ?Da war kein Flugzeug! Nur viele Trümmer!?. Ich denke, daß seine Aussage hier auf einmal eine ganz andere Bedeutung erfährt, denn daß nach einem Absturz kein komplettes Flugzeug, sondern eben viele Trümmer vorzufinden ist, erscheint absolut nachvollziehbar. Leider habe ich den betreffenden ?Spiegel?-Artikel nicht mehr zur Hand, jedoch wurden dort noch weitere Behauptungen Wisnewskis relativiert.
In meinen Augen ist ?Operation 9/11 ? Angriff auf den Globus? nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Wisnewski schafft es, eine vermeintlich logische Beweiskette, die seine Thesen untermauert, ohne einen einzigen echten Beweis für seine Argumentation aufzubauen. Mit seriös
er Recherche hat dies meines Erachtens eher weniger zu tun. Eigentlich wartete ich gegen Ende meiner Lektüre des Buchs nur noch darauf, daß irgendwann die Behauptung aufkommt, eine ?globale Weltverschwörung? vom Stile der Illuminati würden hinter den Ereignissen vom 11. September 2003 stecken.
Erschienen ist das Buch bei Knaur, ISBN 3-426-77671-5; der Preis liegt bei 12,90 Euro.
Fazit:
Name des Mitglieds: squarerigger
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


03.10.03
Der Inhalt des Buches scheint recht "brisant&q uot;, nun der 11.09.. wird wohl immer ein Symbol für Unmengen an Leid sein, ganz gleich, wer sie da verursacht hat. Es gibt viele kritische Stimmen in Bezug auf die Ursache. Ein mehr als wichtiger Schritt der "Aufklärun g" wäre es... die sogenannten Drahtzieher würden definitiv gefunden, um den vielen Betroffenen und ihren Familien Gewissheit zu verschaffen...