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Kurzbeschreibung: Taschenbuch: 811 Seiten / Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt / Sprache: Deutsch / Erscheinungsdatum: 1992 / 1848 trifft die 22jährige Amerikanerin Olivia auf Einladung ihrer Tante in Indien ein. Lady Bridget sucht für ihre Nichte einen Ehemann, doch Olivia ... mehr
Spannend von Seite 1 - 811
Produkt:
Wer Liebe verspricht - Rebecca Ryman
Datum: 30.04.01, geändert am 30.04.01 (130 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: spannend bis zur letzten Seite
Nachteile: 2. Teil nicht empfehlenswert
"Wer Liebe verspricht" wurde mir von einer Freundin empfohlen. Zuerst war ich von ihrem Angebot nicht wirklich überzeugt, da ich weder ein Liebhaber herzzereissender Liebesgeschichten bin, noch gerne Romane aus anno 1800 lese. Letzendlich mußte ich mich eines besseren Belehren lassen. Es ist das schönste, spannendste und bewegendste Buch, was ich seit langem gelesen habe. Ja, ich frage mich, ob dieses Buch nicht eine ernsthafte Konkurrenz dem gegenüber allem ist,was ich bisher gelesen habe.
Zum Inhalt:
Die junge Amerikanerin Olivia verbringt ein Jahr bei ihrer Tante, in sogenannter guter Gesellschaft, in Indien. Dort begegnet sie dem attraktiven Jai Raventhorne, dessen Vergangenheit für Olivia unerreichbar erscheint. Obwohl ein Fremder und Verstoßener der Gesellschaft, verliebt sich Olivia in diesen Mann, der seine mysteriöse Vergangenheit hütet wie seinen Augapfel. Olivias Liebe zu Jay bringt sie fast um den Verstand und auch jai scheint der Liebe verfallen. Doch eines Tages verläßt Jai Olivia aus ihr unerklärlichen Gründen und aus ihrer hingebungsvollen Liebe wird unerbittlicher Hass. Ihr Wunsch nach Rache ist von derselben Intensität wie einst ihre Liebe für Jai...
"Wer Liebe verspricht" beschreibt nicht nur eine einzigartige Liebesgeschichte voll Dramatik und Verbotenem in einer Zeit strenger gesellschaftlicher Konventionen, sondern erzählt auch von einer Zeit Indiens, in der wohlsituierte englische Kolonialherren dort Gang und Gebe waren.
Die Liebesgeschichte steht nicht im Hintergrund, aber auch nicht mehr und weniger im Vordergrund, wie all die anderen Geschehnisse dieses Buches. Ein Buch, das von seinem Leser verlangt, es nicht eher wieder aus der Hand zu legen, ehe es ausgelesen ist. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Immer wenn man meint, jetzt könne eigentlich nichts noch dicker kommen, passieren neue Dinge, die den Leser tief in seinem Inneren berühren. Er liebt, leidet und haßt in voller Intens
ität mit den Hauptpersonen dieses Wälzers. Man fühlt sich beim Lesen in die Zeit der Geschichte versetzt und lernt dabei auch die exotische Schönheit und den farbenprächtigen Hintergrund Indiens aus einer ganz anderen Sicht kennen.
Der Fortsetzungsroman "Wer Dornen säht" ist meines Erachtens nicht empfehlenswert. Er erscheint hinsichtlich des ersten Teils ziemlich billig und senkt die Eindrücke, die man bis dahin aus dieser Geschichte mitgenommen hat.
Fazit:
Name des Mitglieds: Emma5975
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


07.05.01
Hi Ciao-JamJam, danke für das Kompliment. Ich finde, dass deine Meinungen wirklich klasse sind und viel interessanter zu lesen sind, als die üblichen staubtrockenen Analysen, die man hier manchmal so geboten bekommt. Habe gerade per e-mail bescheid bekommen, dass du neue Meinung hast und werde mich gleich mal dranmachen. Was es wohl diesmal sein wird? Liebe Grüße Emma