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Kurzbeschreibung: Ullstein Taschenbuch Verlag / Die ganze Wahrheit über Männer und Frauen Allan und Barbara Pease werfen einen amüsanten Blick auf die kleinen, aber bedeutsamen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Intelligent, geistreich und kontrovers verbinden sie neueste ... mehr
Monogamie eine exotische Holzart???
Produkt:
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken - Allan und Barbara Pease
Datum: 12.03.03, geändert am 12.03.03 (239 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Endlich Aufklärung...
Nachteile: Männer schneiden hier (genetisch bedingt) schlecht ab...
... die Überschrift wurde von mir aus dem Buch zitiert und ich fand dies direkt einen guten Einstieg fürmeinen Buchbericht ;-)
Meine Erwartungen bevor ich zu lesen anfing
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Der Buchtitel ist ja zugegebenermaßen bereits ein echter "eyecatcher", die Autoren haben diesen mit Sicherheit aus Marketinggründen gewählt (wie ich zugegebenermaßen auch meine Überschrift)! Als erstes hörte ich von einer Arbeitskollegin über dieses Buch, nämlich als wir uns im Büro gerade wieder über eine "Männermarotte" ihres Ehemannes totgelacht hatten.
Als ich dann eine längere Zugfahrt vor mir hatte, stierte mich dieses Buch im Bahnhofsladen direkt an und ich konnte nicht anders, als es zu kaufen.
Erwartet hatte ich eine Art "Witzbuch", wo sich eine "Überemanze" wieder einmal über die zahllosen Fehlerchen unserer Männer ausläßt, wurde jedoch anderweitig positiv überrascht!
Das Buch ist eine wissenschaftlich unterlegte "Dokumentation" der verschiedenartigen Gene, die sich seit Urzeiten so - oder eben anders entwickelt haben, die mit ein paar "lustigen Kurzgeschichten" außenrum untermalt wurde.
Der Aufbau
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Einführung
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Warum es so schwierig war dieses Buch zu schreiben:
"Nur wenige wollten sich offen zu diesem Thema äußern, da sie befürchteten als sexistisch oder frauenfeindlich verunglimpft zu werden." (Zitat Ende)
Gewidmet ist dieses Buch all denen, die schon mal mitten in der Nacht sich haareraufend neben ihrem Partner gesessen sin
d und sagten: "Warum kannst Du mich einfach nicht verstehen?"
1. Gleiche Spezies, andere Welten
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Hier wird zunächst beschrieben, was offensichtlich Unterschiedlich ist. Unter anderem wird da gesprochen von: Frauen könne keine Stadtpläne lesen, Männer fin
den dagegen nie etwas wieder. Männer wundern sich darüber, daß Frauen direkt nach Betreten eines Raumes eine Einschätzung der sich dort befindlichen Personen abgeben können oder eine dreckige Socke in der Zimmerecke entdecken, während sie das rot blinkende Lämpchen am Armaturenbrett stets übersehen.
Die Erklärung ist, daß Mann und Frau sich anders entwickelt haben: Männer gingen auf die Jagd, die Frauen sammelten. Über die Jahrmillionen hat sich die Gehirnstruktur der beiden anders entwickelt...
Es wird unter anderem angemerkt, daß die Gleichheit von Männern und Frauen eine ethische, bzw. politische Angelegenheit sei, der Unterschied aber eine wissenschaftliche.
2. Vollkommen logisch
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Frauen - die wandelnden Radarstationen. Als Nesthüterin war es notwendig, daß sie sofort kleine Stimmungsschwankungen in der Gruppe der "zu Hause gebliebenen" Frauen ausmachte. Diese Eigenschaft treibt Männer in den Wahnsinn, da diese nie verstanden haben, daß untreue Ehemänner sofort durch diese Eigenschaft ertappt werden.
Ein witziges Zitat hierzu: "Meine Frau kann aus fünfzig Metern Entfernung ein blondes Haar auf meinem Mantel ausfindig machen. Doch jedesmal, wenn sie das Auto in die Garage fahren will, stößt sie gegen die Garagentür."
Hier wird auch erklärt, daß die Augen, bzw. das Blickfeld von Mann und Frau sich verschieden entwickelt hat. Eine Frau hat einen Blickwinkel von bis zu 180°, Männer hingegen habe sich durch die jahrtausendelange Jagd
so etwas wie "Scheuklappen" zugelegt, d.h. sie haben einen tunnelartigen Blick genau auf die Beute ausgerichtet.
Und genau hier haben wir die Erklärung dafür, daß Frauen ihren Männern immer vorwerfen, sie schauen anderen Frauen hinterher. Denn der Mann muß seinen Kopf zur Seite drehen, um etwas zu sehen. Wir Frauen schauen bestimmt nicht weniger, aber wir müssen den Kopf nicht drehen, da wir ein weiteres Blickfeld haben und so
nie "erwischt" werden beim "hinterherschauen"... ;-)
Es werden nicht nur die Augen erklärt, auch die Ohren oder die weibliche Intuition haben sich verschieden entwickelt und werde in diesem Kapitel schlüssig, anhand von wissenschaftlichen Belegen erklärt, aber ich muß ja nicht das ganze Buch wiedergeben, sonst liest es ja niemand mehr...
3. Alles passiert im Kopf
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Hier wird im allgemeinen erklärt, daß das Gehirn der beiden Geschlechter unterschiedlich aufgebaut ist. Kurz erklärt geht es darum, daß Frauen mehrere Dinge auf einmal tun können, bedingt durch eine vernetztere Gehirnstruktur als beim Mann. Dieser wiederrum hat "kleine Schubladen und Fächer", die ihn hochspezialisierte Angelegenheiten verrichten lassen können, sich jedoch voll und ganz auf die Sache konzentrieren müssen.
In diesem Kapitel gibt es auch einen Test, der herausfinden soll, wie das Hirn programmiert ist.
Anhand von geschlecherspezifischen Fragen wird hier herausgefunden, ob man "hirnmäßig" mehr nach weiblich oder männlich orintiert ist.
4. Reden und zuhören
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Kurz erklärt, bei Männern liegt die Sprachfunktion in der linken Hirnhälfte, bei Frauen gibt es
diese in beiden Teilen des Hirns. Dies erklärt nun nicht nur, warum Frauen so gerne reden, bzw. sogar gleichzeitig reden und zuhören können, sondern auch, daß Frauen sprachbegabter sind als Männer. Dies wird bewiesen anhand einer Lehrer-Statistik, wo eindeutig mehr Frauen Sprachen unterrichten als Männer.
Außerdem gibt es hier auch ein paar Tipps, wie man die Sache angehen soll, wenn man mit seinem Mann ein Gespräch führen und nicht mißverstanden werden möchte.
5. Räumliches Vorstellungsvermögen, Ziele und das Einparken
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Jetzt kommts zu einem leidigen Punkt in einer Ehe. Das Kartenlesen im Auto, währen
d der Mann fährt! Ebenfalls an der jahrtausendelangen Entwicklung liegt es, daß die Hirnstrukturen sich unterschiedlich entwickelt haben in Bezug auf räumliches Sehvermögen. Logisch, Männer mußten beim Jagen immer ungefähr Richtung, Entfernung, Wind oder Geschwindigkeit des Beutetieres mit einbeziehen. Durch diese erlernten Fähigkeiten können Männer heute auch besser die Stadtpläne lesen als die Frauen.
Nicht nur beim Karten lesen macht sich dies bemerkbar, auch das mathematische Verständnis läßt sich hiervon ableiten, was wiederrum anhand einer Lehrerstatistik belegt ist, daß es eben mehr männliche Mathe- und Physiklehrer gibt als weibliche.
Hier auch wieder ein klassisches Zitat aus dem Buch: "Barbara hat keinen Orientierungssinn, dafür kann Allan seine Socken in der Schublade nicht finden".
6. Gedanken, Verhaltensweisen, Gefühle und andere Katastrophengebiete
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Natürlich sind die Gefühlsregionen im Gehirn ebenfalls anders angelegt. Beim Mann 2 Punkte in der rechten Hälfte, während es sich bei Frauen delokalisiert über das ganze Gehirn erstreckt. Dies macht sich folgendermaßen bemerkbar: Ein Mann sieht die Dinge und ihre Beziehungen zueinander durch die räumliche Brille, Frauen nehmen ein größeres, weiter gestrecktes Bild in sich auf, in dem sie auch winzige Details wahrnehmen können. Studien an Babies haben ergeben, daß Mädchen auf Menschen und Gesichter reagieren, Jungs hingegen auf Gegenstände und deren Formen.
Aus diesem Unterschied lassen sich vielerlei Dinge des täglichen Zusammenlebens erklären, wie z.B. worüber wir reden, die Dinge auf die wir Wert legen, warum Männer ihre Gefühle verbergen oder keine guten Ratschläge vertragen. Aber lest doch selbst, spätestens hier kommt der "Aha-Effekt".
7. Unser chemischer Cocktail
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Wir haben es schon immer gewußt: Die Hormone sind schuld!
In vielen verschiedene
n Studien wurde nachgewiesen, daß Testosteron, das männliche Hormon, als "Angriffshormon" gilt. Es trieb Männer dazu, ihre Beute zu töten. Als lustiger Satz zwischendurch wird hier bemerkt: "Frauen sollten sich vor linkshändigen, glatzköpfigen, bärtigen Buchhaltern mit Baritonstimme in acht nehmen, die gleichzeitig Straßenkarten lesen." Diese Eigenschaften werden alle dem Testosteron zugerechnet, während man Östrogen (das weibliche Hormon) in der Medizin sogar als Beruhigungsmittel für permanent aggressive Menschen einsetzt.
Auch mit dem Tierreich werden wir verglichen, denn dort herrschen die Lebewesen mit dem höchsten Testosteronspiegel z.B. als Rudelführer.
8. Jungs sind und bleiben Jungs - oder doch nicht?
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In diesem Kapitel wird - grob gesagt - auf Homosexualität eingegangen: Biologische Veranlagung oder persönliche Entscheidung? Es gibt nach wie vor keinen Beweis dafür, daß Erziehung einen Einfluß auf die spätere Homosexualität eines Menschen hat, nein, im Embryo wird diese Ausrichtung bereits festgelegt...
9. Männer, Frauen und Sex
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(Aus diesem Kapitel habe ich auch meine Überschrift gewählt) Natürlich gibt es in diesem Kapitel viele Beschreibungen über die man lachen muss.
Grundsatz hier ist aber (wie den meisten wohl bereits bekannt): Der Geschlechtstrieb der Männer dient einer klaren Aufgabe: Sicherstellung, daß die Spezies Mensch nicht ausstirbt! Er muß seinen Samen so weit und so oft wie möglich streuen, um dieser Eigenschaft gerecht zu werden.
Außerdem wird hier zu folgenden Fragen eine Antwort gegeben: Wie oft haben wir Sex? Warum Sex gut für die Gesundheit ist? Warum bestimmt die Hodengröße den Treue- bzw. Monogamiegrad des Männchens?
Warum Männer nur das eine wollen? Was Männer und Frauen vom Sex erwarten? Und warum Männer bei all dem so schlecht wegkommen...
Wußtet ihr übrigens, daß ein Bulle jeg
liches Interesse an ein und derselben Kuh verliert, wenn er 7x mit ihr kopuliert hat? Doch sobald man ihm eine neue Kuh vorstellt, bietet er auch nach der 10. eine eindrucksvolle Vorstellung. Bei den Schafen besteigt ein Bock ein Mutterschaf nicht öfter als 5x, er läßt sich auch durch einen über den Kopf gezogenen Sack und ein mit Parfum besprühtes Schaf nicht hinters Lich führen.
Und wußtest ihr, warum Männer ihrem Penis einen Namen geben? Nein? Er will nicht, daß ein völlig Fremder 99% seiner Entscheidungen für ihn trifft...
10. Ehe, Liebe und Romanzen
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Dieses Kapitel erklärt sich von alleine, wenn ich direkt 2 Statements aus den ersten Sätzen zitiere:
"Die Ehe hat auch ihre guten Seiten: Sie lehrt Loyalität, Nachsicht, Toleranz, Zurückhaltung und andere nützliche Charaktereigenschaften - die man nicht gebraucht hätte, wenn man nicht geheiratet hätte."
Das zweite Zitat: "Der Sex ist der Preis, den Frauen für die Ehe zahlen. Die Ehe ist der Preis,
den Männer für Sex zahlen".
Das klingt natürlich hart, wird aber durch die weiteren Ausführungen noch genauer beleuchtet, damit wird das ganze dann etwas entschärft...
11. Kurs auf eine andere Zukunft
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Zunächst wird hier gestartet mit dem Ist-Zustand. Für den Mann hat sich über die Jahrhunderte wenig geändert. Arbeit ist für 87% das wichtigste, 99% wünschen sich ein erfülltes Sexualleben. Für die Frauen hat sich, verglichen mit ihren Großmüttern alles verändert, angefangen bei der Karriere bis zum Geld und Prestige. Bei der Berufswahl hat sich dies ebenfalls verändert. Es wird angemerkt, daß wenn man als Frau in einer männlichen Hierarchie arbeitet, man 2 Möglichkeiten hat: Entweder man geht, oder man paßt sich dem Wesen der Männer an.
Schlußbemerkung
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Trotz dieser immensen gentechnisch, hormonell oder hirnstruktureller Unterschiede funktionieren
die Beziehungen zwischen Mann und Frau. Laut den Autoren ist dies ein Verdienst der Frauen, die die Fähigkeiten besitzen, Familien und Beziehungen zusammenzuhalten, Verhaltensweisen richig zu deuten und somit frühzeitig eingreifen können.
Einen netten letzen Satz möchte ich noch zitieren: "In diesem Buch haben wir Zusammenhänge erläutert, die ihnen unbewußt sicher längst bekannt waren, die sie sich aber vielleicht nie bewußtgemacht haben."
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Tja, dieses Buch habe ich mit Spannung verschlungen. Mein anfänglicher Verdacht, daß dies wieder nur ein "Witzbuch" sei, was wieder mal eine Frau über die skrupellosen Männer schreibt hat sich nicht bestätigt.
Kurz gesagt ist meine Meinung: Dies ist ein Buch für ALLE (Männer oder Frauen), die sich bereits über ihren Partner in der einen oder anderen Situation geärgert haben. Spätestens wenn der Satz fallen sollte: Typisch Mann! oder Typisch Weiber! sollte man sich diese Lektüre unbedingt zur Brust nehmen.
Man hätte dies alles auch in einer streng wissenschaftlichen Abhandlung schreiben können, dann hätte dies aber niemand gelesen, die netten kleinen Anekdoten und Sprüche zwischendurch machen dieses Buch richtig lesenswert und humorvoll. Ich kann dieses Buch also nur empfehlen.
Am Ende wird jeder sagen: Ach so... hätte man mir dies nicht schon eher sagen können. Jetzt habe ich endlich den "kleinen Unterschied" begriffen!!!
Hier noch die technischen Daten:
396 Seiten
ISBN: 3-548-35969-8
Preis: 8,95 Euro
Fazit:
Name des Mitglieds: StefanieOkelmann
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


12.03.03
Besser hätte man diese Buch gar nicht beschreiben können! Ich habe es gelesen, aber wer es noch nicht kennt dem ist Dein Bericht eine erstklassige Entscheidungshi lfe! Ich habe auch das Nachfolgebuch "Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen" gelesen und finde es fast noch informativer! Liebe Grüsse - Margit