Wie Filme das Leben verändern können
Produkt:
Unser allerbestes Jahr - David Gilmour
Datum: 12.01.11
Bewertung:
Vorteile: sehr gut geschrieben und interessant
Nachteile: leider etwas kurz
Das Buch und meine Kaufentscheidung:
Aufmerksam wurde ich auf diesen Roman während einer Bahnreise. Im Bahnmagazin war eine Leseprobe abgedruckt, die mich gleich neugierig auf das gesamte Buch machte. Später kam ich dann nicht umhin, mir das gute Stück gleich als Hardcover zu kaufen.
Die rund 250 Seiten kommen eigentlich recht unscheinbar daher und auch der Schutzumschlag ist in seiner Gestaltung einfach gehalten. Immerhin gibt es ein Lesebändchen, was ich an Hardcover-Büchern immer besonders praktisch finde.
Der Inhalt:
David Gilmour hat in diesen Roman eine wahre Geschichte niedergeschrieben. Seine Geschichte und die seines Sohnes. Der Tatsache, dass sein Sohn an der Schule nicht glücklich ist und es auch niemals sein wird, folgt die Erkenntnis, dass er ihn eines Tages verlieren wird, wenn er ihm jetzt nicht hilft. Also macht er ihm das einmalige und absurde Angebot die Schule zu schmeißen und sich Zeit zu nehmen herauszufinden, was er will. Einzige Bedingung ist, dass Jesse sich jede Woche einen Film mit ihm ansehen muss, den sein Vater aussucht ...
Eigene Meinung:
Wieder einmal war es eine Leseprobe, die mich in die richtige Richtung drängte. Nur anhand von Titel und Klappentext hätte ich das Buch wohl nie gekauft. Und es wäre ein Fehler gewesen, es einfach links liegen zu lassen. Es ist ein ruhiges Buch, das vor allem durch den hervorragenden Ausdruck des Autors seine Wirkung nicht verfehlt. Er trifft alles, was ihm auf dem Herzen liegt auf den Punkt und umschreibt seine Gefühle mit viel Wärme, ohne dabei jedoch kitschig zu werden oder alles zu weit auszudehnen.
Seine Sichtweise auf Filme hat auch meine ein wenig verändert und nicht selten erwische ich mich nun dabei, wie ich bei einem Film meinen persönlichen magischen Moment suche.
Viele würden sich sicher wünschen, einen solch weitsichtigen Vater gehabt zu haben, der es seinem Sohn auf so ungewöhnliche Art ermöglicht, seinen eigenen Weg und vielleicht auch ein Stück weit sich selbst zu finden.
Einzig schade ist eigentlich, dass nach 250 Seiten schon Schluss ist. Ich hätte gerne noch länger an diesem Buch gelesen. Dafür habe ich es aber mittlerweile schon zweimal weiter verliehen, mit stets positiver Resonanz.
Fazit: Absolut empfehlenswert
Name des Mitglieds: fireez
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