Unheil - Little Bentley
nichts für Realisten - Unheil - Little Bentley Belletristik
nichts für Realisten - Unheil - Little Bentley Belletristik

Erhältlich in: 7 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Horror / Jahr: 2010

 
 

nichts für Realisten

Produkt:

Unheil - Little Bentley

Datum: 20.09.11

Bewertung:

Vorteile: Schreibstil, Story

Nachteile: ncihts

Hallo ihr fleißigen Leser,

nachdem ich euch das letzte Mal schon das Buch Böse, von Little Bentley vorgestellt habe, möchte ich euch heute meinen neuen Lesestoff vorstellen: Unheil. Und wie sollte es anders sein? Auch dieses ist von Little Bentley.

Ich fand das letzte Buch einfach absolut super. Somit war für mich klar, da muss ich mehr haben. Also habe ich bei amazon.de nachgeschaut und bin auch gleich fündig geworden. Das Buch habe ich für 5 Euro, neu, bekommen. Das war ein absolutes Angebot, den eigentlich kostet es an die 9 Euro, neu. Das war ein absolutes Schnäppchen.


*** Buchinformationen ***

Das Buch ist im Taschenbuchformat von Bastei Lübbe erschienen. Bezahlt habe ich 5 Euro, für ein neues Buch. Doch in den normalen Buchhandlungen kostet es 8,99 Euro. Hier lohnt es sich echt Preise zu vergleichen. Insgesamt hat das Buch 464 spannende Seiten zu bieten.

Auf dem Buchcover, kann man den Namen von dem Autor und den Titel erkennen. Außerdem kann man auch einen Galgen erkennen, der mörderisches vermuten lässt. Hinten sind ein paar Lobpreisungen von anderen renommierten Autoren und eine Inhaltsangabe abgedruckt.


*** Autor ***

Little Bentley wurde in Arizona geboren. Bevor er als Autor durchstartete schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch.
Mit seinem ersten Buch gewann er den Bram- Stroker- Award. Außerdem wurde dadurch Stephen King auf ihn aufmerksam. Seitdem gilt er als Schüler von King.
Er lebt mit seiner Frau in Arizona und schreibt weiter an Romanen.

Einige weitere Werke von ihm sind z.B. Böse, Fieber und Furcht.


*** Story ***

Die fünfköpfige Familie Thruman macht sich auf den Weg in ihr Urlaubsdomizil. Es ist ein Luxushotel mitten in der Wüste. Da es im Sommer besonders günstig ist, sind sie auf Raten der Schwester von Rachel Thruman dort hin gefahren.
Dort angekommen, haben bekommen die Eltern sofort ein komisches Gefühl. Trotz des Gefühls bleiben sie dort. Doch es beginnt schon in der ersten Nacht. Erst wird ihr Zimmer besetzt, dann sieht Rachel einen unheimlichen Gärtner und auch das mulmige Gefühl kommt wieder.
Wie sich heraus stellen soll, stimmt mit diesen Hotel was ganz und gar nichts! Denn die Jungs der Familie Thruman und ihr neu gewonnener Freund David finden auf einem verlassenen Pfad, alte Ruinen. Als sie jedoch am nächsten Tag wieder dahin kommen, sind aus den Ruinen wieder richtige Gebäude geworden, die nur uralt und verfallen aussehen. Außerdem begegnet ihnen ständig ein alter Mann. Doch sobald sie im Hotel ankommen, ist ihnen alles wieder egal. So schreiten die bösen Machenschaften voran. Neben den grausamen Spielen, Opfern und verstörenden Visionen nimmt der Todesrausch seinen Lauf. Werden die Thrumans das überleben und wer ist der alte Mann?


*** meine Meinung ***

Zuerst zu den Charakteren. Diese sind recht einfach gehalten und werden nicht groß ausgeschmückt. Zwar werden während des Lesens einige Eigenschaften, wie Feigheit deutlich, aber es wird nicht ewig lang darüber philosophiert. Auch werden die Charaktere wenig im Erscheinungsbild beschrieben, so kann man beim Lesen seiner Phantasie freien Lauf lassen. Sie wirken nicht unbedingt unrealistisch, aber man kann sie sich schlecht im wahren Leben vorstellen.

Wie schon bei dem letzten Buch von Bentley steigert er die Spannung im Laufe des Buches. Es beginnt halt wie immer mit dem üblichen einleitenden Sätzen. Doch man muss diesmal nicht sehr lange warten, bis das erste Mal etwas passiert. Zwar ist es nichts weltbewegendes, doch man hat halt das Gefühl, dass es sich immer mehr steigert. Nach und nach nimmt sowohl die Brutalität, als auch die Spannung zu. In der Hälfte des Buches steht man vor dem Rätsel, warum das Hotal so ist wie es ist und man will einfach wissen, was es auf sich hat. Es hat irgendwie einfach seinen Reiz weiter zu lesen.

Realistisch ist jedoch etwas anders. Wer auf dieses typische Krimis: Mensch tot, jemand jagt den Mörder und erfährt ein Geheimnis, steht, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen. Denn es wird teilweise so abwegig, dass man sich schon manchmal denkt: wie kommt man auf solche Sachen?! Da werden die Leute in dem Hotel festgehalten und man denkt sich, warum gehen die nicht einfach? Auch werden die Gäste irgendwie wahnsinnig und emotionslos. Es passieren so viele seltsame Sachen, dass man sich definitiv nicht mehr in der Realität befindet.

Richtung Ende wird es noch einmal richtig spannend. Denn anstatt, dass sich die Erwachsenen, schützend vor ihre Kinder zu stellen, retten die Kinder die Erwachsenen. Ist das nicht ein bisschen unlogisch? In diesem Falle nein. Denn allgemein hat man das Gefühl das die Intelligenz eher den Kinder zu geschrieben wird, als den Erwachsenen. Ist halt mal was anderes.

Im Laufe des Buches werden grausame Spiele gespielt. Hier hat man das Gefühl das sämtliche Menschlichkeit vergangen ist. Von Mal zu Mal werden sie grausamer. Es ist an manchen Stellen wirklich grenzwertig und man hat das Gefühl die Menschen handeln wirklich nur noch nach dem Urinstinkt.

Das Buch macht Spaß zu lesen. Durch die Perspektivenwechsel wird es auch nicht langweilig. Ich habe es in einer Woche geschafft zu lesen. Das ist echt eine Leistung. Denn neben Studium und Job habe ich meist das Problem, dass ich nach 10 Seiten schlafend in das Buch falle. Doch es war echt toll. Denn der Leser wird durch die offenen Fragen regelrecht dazu genötigt zu lesen. Der Schreibstil ist recht einfach. Doch der Inhalt sollte erst ab 18 Jahren freigegeben werden, da es schon sehr grausam ist.

Man merkt oft, dass er Stephen King sehr bewundert. Denn mit seinen Geschichten knüpft er oft bei denen von King an. So wirkt auch dieser Roman ein bisschen wie Sturm des Jahrhunderts. Denn auch hier können die Menschen dem Bösen nicht so recht entkommen und nur ein Kind kann die Menschen retten. Aber sei es ihm verziehen.


*** Fazit ***

Das Buch ist interessant und auch spannend geschrieben. Jedoch ist allgemein Little Bentley reine Geschmackssache. Wer noch keines von ihm kennt, sollte es mal gelesen haben und sich dann sein Urteil bilden. Wer Bentley schon kennt und mag, sollte zuschlagen. Und für fünf Euro kann man sich nicht beschweren.

Ich freu mich auf das nächste Buch und bin gespannt was mich da erwarten wird.


jane_pacholke für dooyoo, yopi und ciao

Fazit: ich fand es klasse

Autor-Name: jane_pacholke