Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Produkt:
Trigger - Wulf Dorn
Datum: 03.09.10
Bewertung:
Vorteile: medizinische Fachbegriffe sind gut erklärt worden
Nachteile: Das ganze Buch...
Hallo liebe Leser,
vor einiger Zeit stand mal wieder der Quartalskauf beim Buchclub an. Neben einem Spiel hat auch dieses Buch den Weg in meine Hände gefunden:
Wulf Dorn - Trigger.
Die Club-Ausgabe hat den angegebenen Vorteilspreis von 9,45 Euro. Der reguläre Preis liegt bei 9,95 Euro. Meine Ausgabe hat 429 Seiten und ist 2009 bei der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH erschienen. Es handelt sich dabei um ein Taschenbuch. Es gibt dieses Buch auch als Hörbuch.
Weitere Informationen über den Autoren findet ihr unter www.wulfdorn.de
Der Klappentext beschreibt das Buch wie folgt:
Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Albtraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft...
Ich lese gerne Thriller. Und ich lese gerne Thriller, bei denen es um Menschen und ihre Psyche geht, denn das finde ich oft spannender als irgendein Gemetzel. Der Klappentext klang für mich vielversprechend und deswegen habe ich das Buch auch gekauft.
Der Autor steigt langsam in die Geschichte ein. Auf den ersten Seiten lernt der Leser die Hauptperson, Ellen, und ihren Alltag in einer psychiatrischen Klinik kennen. Die unterschiedlichen Charaktäre sind gut beschrieben, ich hatte gleich ein Bild von ihnen vor Augen. Leider sind die Charaktäre jedoch auch sehr stereotyp, es lässt sich gut voraussehen wie sie sich verhalten und man hat das Gefühl von genau solchen Menschen schon oft gelesen zu haben. Bei diesem Buch ist mir das besonders aufgefallen und ich fand es einfach nur langweilig.
Nach einer Weile baut der Autor einen leichten Spannungsbogen auf. Man möchte einfach mehr erfahren, wer ist die Patientin und was hat es mit dem schwarzen Mann auf sich? Kontinuierliche Spannung ist bei mir jedoch nicht aufgetreten, dazu gab es zu viele Ungereimtheiten. Dass ein Autor nicht zu Beginn alles verrät ist ja klar. Aber hier hatte ich immer den Eindruck dass wichtige Dinge einfach weggelassen wurden, damit der Leser im Dunkeln tappt und sich Spannung aufbaut. Bei mir hat das nicht funktioniert. Ich hatte auch ständig den Eindruck dass einfach nur Kapitel an Kapitel aneinander gereiht wurden. Die Übergänge waren zu holprig und zu unklar und so ganz und gar nicht fließend. Und gerade diese ganzen Unklarheiten haben mich gestört und auch nicht zum weiterlesen animiert.
Der Autor beschreibt die Träume der Hauptdarstellerin recht ausführlich mehrfach über mehrere Seiten. Gegen Ende, als sich alles aufklärt, ergibt das dann auch einen Sinn. Ich persönlich mag es jedoch nicht, Seitenweise surrealistische Träume zu lesen, dies war für mich also ein weiterer Minuspunkt.
Die Sprache ist einfach und klar und somit auch gut lesbar. Mit dem Schreibstil des Autoren bin ich jedoch nicht zurrecht gekommen. Etwa ab der Hälfte habe ich nur noch quer gelesen und nach ¾ hatte ich gar keine Lust mehr weiterzulesen und habe das Buch weggelegt.
Positiv zu erwähnen ist jedoch der Umgang des Autoren mit medizinischen Fachbegriffen. Sofern diese verwendet werden, werden sie auch erklärt und schlüssig mit in den Kontext eingebunden. Das habe ich schon oft anders erlesen, da "redeten" die Hauptfiguren dann seitenlang über medizinische Dinge von denen ich keine Ahnung hatte. Dies ist dem Autoren also wirklich gut gelungen.
Mein Fazit:
Der Plot ist gut jedoch aus meiner Sicht nicht gut umgesetzt. Schade, denn davon hatte ich mir mehr versprochen.
Ich vergebe ein Pflichsternchen und spreche keine Leseempfehlung aus.
Vielen Dank fürs lesen, bewerten und ggf. kommentieren meines Berichtes.
Liebe Grüße,
Jai
Fazit: Das war ein Fehlkauf
Name des Mitglieds: DieJai
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik




18.09.10
Das ist gut :)