The Da Vinci Code - Dan Brown
Überschätzte Schnitzeljagd durch Paris - The Da Vinci Code - Dan Brown Belletristik
Überschätzte Schnitzeljagd durch Paris - The Da Vinci Code - Dan Brown Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Romane / Erzählung / Jahr: 2004 / In The Da Vinci Code, Dan Brown masterfully concocts an intelligent and lucid thriller that marries the gusto of an international murder mystery with a collection of fascinating esoterica culled from 2,000 years of ... mehr

The Da Vinci Code - Dan Brown ... Western history. A murder in the silent after-hours halls of the Louvre reveals a sinister plot to uncover a secret that has been protected by a clandestine society since the days of Christ. The victim is a high-ranking agent of this ancient society who, in the moments before his death, manages to leave gruesome clues at the scene that only his daughter, noted cryptographer Sophie Neveu, and Robert Langdon, a famed symbologist, can untangle. The duo become both suspects and detectives searching for not only Neveu's father's murderer but also the stunning secret of the ages he was charged to protect. Mere steps ahead of the authorities and the deadly competition, Neveu and Langdon embark on a breathless flight through France, England and history itself. Brown has created a page-turning thriller that also provides an amazing interpretation of Western history. Brown's hero and heroine embark on a lofty and intriguing exploration of some of Western culture's greatest mysteries--from the nature of the Mona Lisa's smile to the secret of the Holy Grail. Though some will quibble with the veracity of Brown's conjectures, therein lies the fun. The Da Vinci Code is an enthralling read that provides rich food for thought.

 
 

Überschätzte Schnitzeljagd durch Paris

Produkt:

The Da Vinci Code - Dan Brown

Datum: 07.05.08, geändert am 06.02.10 (82 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: recht interessanter Exkurs in die Kryptologie, recht kurzweilig

Nachteile: wird gegen Ende schwächer, wiederholt sich ständig selbst, etwas unglaubwürdig

Inhalt:
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Der amerikanische Code-Experte Robert Langdon (im bald erscheinenden Film übrigens von Tom Hanks gespielt) weilt gerade in Paris, als der Kurator des Louvre, mit dem er einen Termin hatte, tot aufgefunden wird. Indizien am Tatort sprechen auf den ersten Blick für eine Art "Ritualmord". Der Kommissar Bezu Fache erbittet daher die Anwesenheit Langdons am Tatort und seine Mithilfe bei der Aufklärung der schrecklichen Bluttat.
In Wahrheit hat er jedoch anderes vor: im Glauben, Langdon wäre der Täter, möchte er diesen so schnell als möglich (und zwar gleich am Tatort) dingfest machen. Doch unterstützt von Sophie Neveu, einer für die Polizei am Tatort anwesenden Kryptologien (nicht ohne Zufall, sie ist die Enkelin des Kurators), entkommt Langdon jedoch auf spektakuläre Weise und gemeinsam mit seiner Fluchthelferin jagt er Hinweisen ihres Großvaters nach, die die Hintergründe des Mordes Schritt für Schritt enthüllen.
Es stellt sich dabei heraus, daß er Kenntnis der wahren Hintergründe der Gralgeschichte hatte und von Beweisen für diese, was die finsteren Schergen der kirchlichen Geheimorganisation Opus Dei (die über dieses Machwerk wohl ganz und gar nicht erfreut sein sollten) auf den Plan gerufen hatte. Gejagt von der Polizei (und oft enkommen Langdon & Co dieser nur äußerst knapp und mit viel Glück) führt sie die nächtliche Schnitzeljagd am Ende nach London, wo es zum finalen Showdown mit dem Drahtzieher der begangenen Verbrechen kommt.

Kritik:
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Im Prinzip stellt sich "Da Vinci Code" Folgendes dar: eine pseudowissenschaftliche Theorie, darum eine Kriminalgeschichte/Thriller gewickelt, gespickt mit Rätseln und einem Exkurs über Kryptologie, Codes und Rätsel. Zum Kern des Ganzen: wissenschaftlich kann man die präsentierte Theorie nicht unbedingt bezeichnen, auf jedenfalls ziemlich provokant. In der Art der "Beweisführung" eines Michael Moore schwingt sich der Autor Dan Brown von einer Interpretation zur nächsten, baut Brücken aus angeblichen Beweisen schwindliger "Geheimorganisationen" (explizit der sogenannten Prieure de Sion) und präsentiert das dem vermeintlich staunenden Leser durch die Figuren (noch dazu meiner Meinung nach etwas oberlehrerhaft) als reine Wahrheit - wenn man's nicht als solche ansieht ist man auf jeden Fall besser dran.
Die Theorie an sich ist ziemlich provokant und stellt das katholische Glaubensgebäude ziemlich in Frage (vielleicht trübt das meine Bewertung ein bißchen) mag auch für viele sehr interessant sein. Meinem Geschmack nach war's dann aber doch etwas zu spekulativ und schlecht recherchiert.
Die Handlung selbst fängt recht spannend an, insbesondere die Exkurse über Kryptologie und die im Laufe der stattfindenen Schnitzeljagd auftauchenden Rätsel sind anfangs noch recht spannend. Mit der Dauer ist's dann aber immer dasselbe, die Handlung verkommt fast nur mehr zu einer Aneinanderreihung von "narrow escapes" - nicht umsonst hatten die Produzenten von "24" das Buch als mögliche Vorlage einer Staffel im Auge (der Film war offensichtlich für Brown lukrativer). Die Handlung schien mir doch etwas an den Haaren herbeigezogen und das Vorankommen der Protagonisten zu sehr auf glückliche Zufälle basierend.
Als Kriminalgeschichte im Sinn von "wer hat's getan" greift Brown auf den klassischen Trick des "red herring" (eine Person, die dem Leser am verdächtigsten erscheinen soll, am Ende aber zur geplanten Überraschung des Lesers nicht der Schuldige sein soll) - womöglich etwas zu offensichtlich. Leute, die viele Kriminalromane gelesen haben, werden das wohl recht bald durchschauen.
Was bleibt ist ein eher durchschnittlicher Roman mit vielen guten Ansätzen - daß sich Brown in Kryptologie und bei Geheimgesellschaften gut auskennt merkt man, daran krankt's nicht - jedoch kein Oberknaller, den man gelesen haben muß. In diesem Fall ist man auch mal gut bedient dem Hype ums Buch nicht zu trauen.

Bemerkung zur englischen Version:
Relativ leicht lesbar, kaum Vokabel die man nicht kennt oder dessen Sinn man aus dem Zusammenhang erkennen könnte.

Fazit: Mittelmäßiges Buch, das dem Hype nicht gerecht wird

Name des Mitglieds: jimmy1138