Tatort Töwerland (Zweyer, Jan)
Juist im Winter - Tatort Töwerland (Zweyer, Jan) Belletristik

Erhältlich in: 4 Shops

Kurzbeschreibung: *Erscheinungsdatum: 2001 *ISBN: 3894252537

 
 

Juist im Winter

Produkt:

Tatort Töwerland (Zweyer, Jan)

Datum: 24.10.09, geändert am 28.01.12 (120 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: spannend bis zur letzten Seite

Nachteile: keine

Hallo,

heute möchte ich mal wieder über einen Krimi berichten. Und zwar "Tatort Töwerland" von Jan Zweyer:



Zusammenfassung
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Rainer Esch, selbständiger Anwalt, freut sich über das Mandat, welches er von dem Unternehmer Marian Dezcweratsky erhält. So braucht er sich über die Finanzen erst mal keine Sorgen mehr zu machen. Weniger freut sich seine Lebensgefährtin und Kanzleipartnerin Elke Schlüter über diesen Mandant, ist doch Marian Dezcweratsky kein unbeschriebenes Blatt im Rotlichtmilieu von Herne. Weihnachten steht vor der Tür und Esch wird von Dezcweratsky instruiert nach Juist zu fahren, um dort Grundstücke für ihn zu kaufen. So macht sich das Paar im Winter auf den Weg an die Nordssee, Esch um zu arbeiten, Elke um sich zu erholen... Doch sie werden nicht mit offenen Armen erwartet, denn die Inselbewohner sind nicht bereit ihre Grundstücke zu verkaufen. Erst da erfährt Esch den Hintergrund, warum er die Grundstücke kaufen soll. Eine Golfanlage soll am Rande eines Naturschutzgebietes gebaut werden. Und Dezcwaeratsky gar nicht dumm, möchte die umliegenden Grundstücke kaufen, um dort Villen für Reiche zu errichten. Die Inselbewohner wollen aber nicht, dass ihre Insel zum neuen "Sylt" wird.

Aber nicht nur das Paar verschlägt es auf die Insel, auch die Kommissare Dieter Buhlen und Gerd Müller müssen dorthin. Denn auf Juist wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Da auf Juist in den Wintermonaten nur den Polizisten Enno Altehuus beschäftigt, müssen die zwei Kommissare wohl oder übel ihre Koffer packen. Nach erstmaligem Rätselraten um die Identität der Toten, stellt sich heraus, dass es sich um Marlies Wübber handelt. Der Vater der Toten ist auch sehr an die Geschäfte um den Golfplatz interessiert. Hängen die beiden Fälle zusammen?

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Meine Eindrücke
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Ein Krimi, der einen Lust auf Juist macht. Zweyer beschreibt diese Insel so klasse, dass man sie sich bildlich vorstellen kann. Auch die rauen Dezemberstürme, sowie die Kälte, die auf dieser Insel herrschen kann man regelrecht spüren. War ich doch froh, dass ich größtenteils beim Lesen unter einer Decke lag... Obwohl - ich konnte mir auch gut vorstellen an den langen, einsamen Strand spazieren zu gehen und mir den Wind um die Ohren sausen zu lassen. Warm eingepackt - versteht sich!

Auch der Hauptakteur Esch ist begeistert von dieser Insel und kann es eigentlich nicht mit seinen Gewissen vereinbaren die Grundstücke zu kaufen. Er ist im Zwiespalt, erfüllt er die Wünsche seines Mandanten oder stellt er sich auf die Seite der Umweltschützer. Zweyer gelingt die Charakterisierung dieses Mannes sehr gut. So kommt er sehr sympathisch herüber und es macht Spaß über ihn zu lesen. Auch die anderen Charaktere beschreibt der Autor sehr gut, inklusive Stimmungen, die sie gerade durchleben. So hat es Juister Polizist mit seinen beiden Kollegen sehr schwer, weil sie sauer sind, dass sie auf die Insel mussten und nicht in heimischen Gefilden Weihnachten feiern konnten. So hat es der sympathisch Altehuus mit zwei unruhigen Gesellen zu tun, die ihren Frust öfters im Alkohol ertränken. Der ruhige Charakter eines Nordseebewohners findet in Altehuus den richtigen Raum. So kommt der Polizist ruhig und bedacht rüber, mit dem Herz am richtigen Platz. Auf jeden Fall beschreibt der Autor jeden Charakter genau, so dass man sich die Personen bildlich vorstellen kann.

Die eigentliche Krimihandlung ist sehr ruhig und bedächtig, wie eigentlich das gesamte Buch. Aber trotzdem sehr spannend dargestellt, so fühlte ich mich selbst als Ermittler und hatte schon einige Täter im Visier, die es dann aber doch nicht sein konnten...

Es ist spannend auf gebaut und ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig und anschaulich, er schreibt in der dritten Person. Die einzelnen Szenen, Orte und Personen sind gut und detailliert beschrieben, so dass ich keine Schwierigkeiten hatte, mir alles bildlich vorzustellen.

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Der Autor
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Jan Zweyer ist 1953 geboren und lebt mit seiner Frau in Herne. Er sturdierte Architektur und Sozialwissenschaften. Bevor er Schriftsteller wurde, war er in verschiedenen Industrieunternehmen tätig. Seine sieben ersten Krimis handeln alle von den Anwalt Rainer Esch, aus dieser Reihe sind folgende Titel erhältlich:

Glück auf, Glück ab
Alte Genossen
Siebte Sohle, Querschlag West
Tödliches Abseits
Georgs Geheimnis
Verkauftes Sterben

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Mein Fazit
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Ein Krimi, der spannend aufgebaut ist, mit nur ein ganz bisschen Blutvergießen und eine Liebeserklärung an Juist.

Das Buch ist wirklich lesenswert und ich kann es euch nur empfehlen. Es ist ein Krimi, der spannend zu lesen ist, mit nur ein ganz bisschen Blutvergießen. Für mich war es das erste von diesen Autoren, aber es wird wohl nicht das letzte sein, denn er hat mich durch seinen Schreibstil überzeugt, darum vergebe ich auch 5 Sterne.

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Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren

Tisca


Eckdaten des Taschenbuches:
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Titel: Tatort Töwerland
Autor: Jan Zweyer
Verlag: Grafit
Erscheinungsjahr: März 2001
Seiten: 220 Seiten
Preis: 8,95 Euro
ISBN: 978-3894252533

Fazit: kann ich empfehlen

Name des Mitglieds: tisca