Splitter - Sebastian Fitzek
"Lernen zu Vergessen!" - Splitter - Sebastian Fitzek Belletristik
"Lernen zu Vergessen!" - Splitter - Sebastian Fitzek Belletristik

Erhältlich in: 7 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Krimi / Thriller / Jahr: 2009

 
 

"Lernen zu Vergessen!"

Produkt:

Splitter - Sebastian Fitzek

Datum: 03.07.10, geändert am 24.01.12 (164 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Spannend!

Nachteile: Das Ende hat mich verwirrt!

Hallo,

als mich letztens ein Freund mit nach Hause genommen hat, lag auf dem Sitz das Buch "Splitter" von Sebastian Fitzek. Glücklicherweise hatte unser Freund es schon durchgelesen und ich konnte es mir ausleihen. Heute möchte ich es euch vorstellen.


+++ Der Autor +++


Sebastian Fitzek ist 1971 geboren. Er studierte Jura und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für einen Radiosender, bevor er seine Liebe für die Schriftstellerei entdeckte. Heute ist er einer der erfolgreichsten deutschen Autoren in der Sparte Psychothriller.

Sein erster Thriller "Die Therapie" erschien 2006. Mittlerweile sind fünf weitere erschienen:

Amokspiel
Das Kind
Der Seelenbrecher
Splitter
Der Augensammler

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+++ Inhalt +++

Marc Lucas steht auf der Sonnenseite des Lebens, er ist glücklich verheiratet, hat einen Beruf der ihn ausfüllt und wird Vater.
Doch ein Autounfall zerstört dieses Leben, denn seine Frau und sein ungeborenes Kind sterben bei diesem Unfall. Marc ist zutiefst verzweifelt, denn er saß am Steuer und überlebt den Unfall, doch ein Splitter im Nacken wird ihn sein Leben lang begleiten. Er bekommt hochdosierte Medikamente, weil er es sonst vor Kopfschmerzen nicht aushalten kann.

Nichts ist mehr wie es war, er vermisst seine Frau, vernachlässigt seinen Job, kommt einfach mit seinem Leben nicht mehr klar. Seine Schuldgefühle lassen ihn nicht zur Ruhe kommen.

Dann liest er eine Annonce von der Bleibtreu-Klinik in der Zeitung: "Lernen zu vergessen". Diese drei Wörter ziehen ihn magisch an und er meldet sich per Email als Testperson.

Er muss auch nicht lange warten und er bekommt Besuch von dem Professor persönlich. Marc schaut sich die Klinik an und lässt sich alles genau erklären. Unsicher geworden, lässt er sich Bedenkzeit geben. Doch anscheinend zu spät, denn nun wird er auf der Arbeit nicht mehr erkannt, seine Kontokarten existieren nicht mehr und auch sein Handy kann er nicht mehr bedienen. Das schlimmste aber passiert vor seiner eigenen Haustür, als er versucht sie aufzuschließen, steht seine totgeglaubte Frau vor ihm und erkennt ihn nicht mehr. Völlig verwirrt rennt er davon!

Zurück bei der Bleibtreu-Klinik angekommen, ist diese auf einmal nicht mehr da, er steht vor einer Baugrube. Aber eine Frau steht vor ihm, die sich als Emma ausgibt.

Doch kann er Emma vertrauen? Marc weiß nicht mehr wer Freund oder Feind ist. Er weiß nur eines, so kann es nicht weiter gehen...


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+++ Meine Meinung +++

Das Buch beginnt gleich absolut spannend und hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Der Spannungsbogen ist wirklich über das gesamte Buch sehr hoch gehalten und beim Lesen kam bei mir keine Langeweile auf.

Die Ängste und Trauer von Marc Lucas hat der Autor so gut erfasst, dass sie für mich spürbar waren. Ich habe mit ihm gelitten, konnte sein Denken und handeln, aber oft nicht einordnen. Zeitweise dachte ich, er hätte jetzt vor lauter Trauer seinen Verstand verloren und dann dachte ich wieder, dass das alles ihm wirklich passiert.

Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und beinhaltet von Kapitel zu Kapitel zwei Handlungsabläufe, geht es in dem einen um Marc, so geht es in dem anderen um seinen kleinen Bruder, der frisch aus der Psychiatrie gekommen ist und sich mit gefährlichen Personen rumtreibt. Durch den ständigen Szenenwechsel wird die Spannung in die Höhe getrieben. Die Beschreibung der Charaktere ist dem Autor so gut gelungen, so dass ich immer ein Gesicht von den jeweiligen Personen vor Augen hatte.

Fitzeks Schreibstil ist einfach zu lesen, er schreibt nicht besonders ausschmückend, aber er lässt den Leser alle wichtigen Details zukommen. Ich konnte mir jedenfalls alle Szenen bildlich vorstellen.

Die Handlung war wohl für mich meistens nachvollziehbar und ich fühlte mich mittendrin im Geschehen, oft dachte ich, dass ich die Lösung jetzt habe, doch dann wurde ich wieder eines Besseren belehrt. Das Ende kam dann für mich völlig überraschend, aber es hat mich ehrlich gesagt auch nicht zufrieden gemacht, denn es war mir einfach zu unrealistisch!

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+++ Mein Fazit +++

"LERNEN ZU VERGESSEN", so ist der Slogan der Klinik. Dieser Satz spukte lange in meinem Kopf herum. Hätte ich die Möglichkeit schlimme Szenen meines Lebens zu vergessen, würde ich es dann machen? Mit dieser Frage beschäftigte ich mich während des Lesens oft. Und ganz klar ist die Antwort: "Nein", denn ich würde ja meine wahre Identität verlieren! Erinnerungen an geliebte Menschen wären verschwunden!

Alles in Allem fand ich das Buch sehr spannend und ich kann es schon empfehlen, aber wegen dem, für mich unrealistischen Schluss, vergebe ich nur 4 Sterne.



Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Tisca

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Eckdaten
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Titel: Splitter
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer
Erscheinungsjahr: April 2009
Preis: 16,95 Euro
Seiten: 384
ISBN: 978-3-426-19847-6

Fazit: Kann ich schon empfehlen!

Name des Mitglieds: tisca