
Neuester Testbericht: ... und hat mit ihm ein Kind. Ausgestattet mit übermenschlichen Kräften tritt Spawn nun den Kampf gegen das Böse an und versucht gleichzei... mehr
Spawn ist tot. Und doof.
Spawn

Name des Mitglieds: bobgod
Produkt:
Spawn
Datum: 07.09.00, geändert am 07.09.00 (35 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: extrem gute zeichnungen, #1-40 gute Stories
Nachteile: inzwischen nur langweilig und zu kommerziell
Ich habe 1994 mit der amerikanischen Ausagbe 23 angefangen Spwan zu lesen und war hellauf begeistert. Habe alle Ausgaben nachgekauft und bin etwa bis 67 dabeigeblieben. Dann hatte ich die Schnauze voll.
Todd McFarlane der Schöpfer war am Anfang der Held. Bei Marvel ausgestiegen, weil er ihre Geschäftspraktiken nicht mehr abkonnte, seinen eigenen Verlag Image gegründet und dort Comics mit wessentlich höherer Qualität rausgebracht. Der alte Rebell.... Leider ist er mittlerweile um es mit linkem Jargon auszudrücken, ein fieser alter Kapitalist geworden und die Qualität von Spawn ist ganz unten angekommen.
Die Geschichten waren anfangs einfach geil. Wer war Spawn, wer hatte ihn umgebracht, die Verbindungen und verwicklungen mit Himmel und Hölle, interessante Nebencharaktere wurden eingeführt, interessante Gastautoren lieferten Meisterwerke ab (Neil Gaiman, Alan Morre), andere nicht (Grant Morrison, Frank Miller), aber hey.
Die Zeichnungen sind immer noch sehr geil, keine Frage, aber viel wichtiger sind doch die Stories. Und daran hinkt es bei Spawn ganz gewaltig. Es passiert einfach nichts, keine neuen ideen, wie in den ersten 40 Ausgaben, nichts. Spawn versinkt in einem Sumpf des Melodrams, der arme dunkle vom Schicksal ach so gebeutelte Held wider Willen wir zu einer Karikatur seiner selbst. Eine Ausgabe kann in locker 8 Minuten durchgelesen werden. Die Geschichten werden unglaublich langsam aufgebaut (Cy-Gor brauchte ca 15 Ausgaben, seitdem er das erste Mal aufgetaucht war, bis er endlich bei Spawn ankam und sich zum Kampf stellte) und resultieren in enttäuschenden Ergebnissen (dann war er sofort tot).
Langweilig, langweilig langweilig. Schade, bei dem Potential
Ich habe seitdem aus Nostalgie einigen der zahlreichen neuen Spawnspinoffs aus der Spawnspinoffschwemme eine Chance gegeben. Da gab es Spawn:The Dark Ages (lahm), Spawn the Undead (soll urbaner sein, ist aber einfach nur noch melodramatischer und pathetischer) und Curse of the Spawn. Le
tzteres war überraschenderweise sehr geil. Die Geschichten waren gut gestrafft und aufgebaut und wickelten sich in 2 bis 3 Ausgaben ab. Sehr ideenreich und spannend, aber wohl zu kompliziert, die Serie wurde nach nicht mal 30 Ausgaben eingestellt, obwohl sie eindeutig besser als die Hauptserie war.
Dann gabs da noch Sam&Twitch, Cy-Gor und Hellspawn, aber dazu habe ich mich nicht mehr durchringen können. Für mich sieht es so aus, als wäre der gute alte Todd den selben Krankheiten anheim gefallen, die er den großen Comicverlägen immer vorgeworfen hat.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


11.10.00
Besten Dank (erroet)...