Serena und das Ungeheuer - Georgette Heyer
Streckenweise langweiliges Ungeheuer - Serena und das Ungeheuer - Georgette Heyer Belletristik

Kurzbeschreibung: Genre: Romane

 
 

Streckenweise langweiliges Ungeheuer

Produkt:

Serena und das Ungeheuer - Georgette Heyer

Datum: 15.02.12

Bewertung:

Vorteile: Happy-End-Buch

Nachteile: streckenweise langweilig, vorhersehbar

"Serena und das Ungeheuer"
ist das 9. Buch, das ich von Georgette Heyer gelesen habe.


~~~ Die Autorin ~~~

Georgette Heyer ist - das habe ich schon öfter erwähnt - eine meiner Lieblings-Schriftstellerinnen. Die Engländerin lebte von 1902 bis 1974. Sie schrieb ihren ersten Roman mit 17 Jahren, der dann 2 Jahre später veröffentlicht wurde. Im Laufe der Zeit verfaßte sie fast 60 Romane - ca 40 sind historische Liebes-Romane, die im 18. & 19. Jahrhundert in England und/oder Frankreich spielen. Die restlichen Romane sind Kriminal-Geschichten.

Es wird allgemein anerkannt, dass sich Georgette Heyer sehr gut in der Zeit auskannte, über die sie schrieb. Sie mochte keinen Rummel um ihre Person und riet Leuten, die mehr über sie wissen wollten, ihre Bücher zu lesen, in denen sie zu finden sei.

Eine Liste ihrer Bücher und weitere Informationen sind auf der Internetseite
www.georgette-heyer.com
zu finden.


~~~ Inhalt ~~~

Serenas Vater stirbt, als sie 25 Jahre alt ist. Er hinterläßt seiner unverheirateten Tochter ein ansehnliches Vermögen, doch das Erbe hat einen Haken: Serenas ehemaliger Verlobter wurde als Treuhänder für ihr Vermögen eingesetzt bis sie heiratet. Sie bekommt ihr Erbe nur, wenn der Treuhänder den Zukünftigen billigt.

Verständlicher Weise ist Serena empört über diese Klausel. Sie wollte ihren Ex-Verlobten nie wieder sehen und nun ist sie auf ihn angewiesen. Kein Wunder, dass sie ihn nur "das Ungeheuer" nennt.

Und dann ist da auch noch die zweite Ehefrau ihres Vaters, die trauernde Witwe. Diese ist jünger als Serena selbst und ziemlich naiv. So ist sie eher Serenas kleine Schwester als ihre "Stiefmutter".

Die beiden jungen Frauen reisen nach Bath und treffen nach einigem Hin und Her dem Mann fürs Leben...



~~~ Meine Meinung ~~~


Der Anfang ist vielversprechend. Serena ist einem sofort sympatisch und man fühlt mit ihr, als ihr die Klausel im Testament ihres Vaters eröffnet wird.

So weit, so gut. Doch dann wird es sehr langatmig. Jeder der schon andere Bücher von Georgette Heyer gelesen hat, wird im ersten Drittel den Ausgang erraten. Man hat als Leser das Gefühl, alle wissen, wie es ausgeht, nur Serena nicht. Über weite Strecken zieht sich die Geschichte.

Ich hatte beim Lesen von Georgette-Heyer-Büchern selten das Gefühl, mich zu langweilen, aber bei diesem Buch langweilte ich mich streckenweise.

Auf den letzten Seiten geht es dann rund - das ist typisch für Georgette Heyer. Ohne hier zu viel zu verraten kann ich wohl verraten, dass das Buch natürlich in einem Happy End endet. Allerdings ist es diesmal kein überraschendes Ende, denn für mich war sehr früh klar, wen Serena am Ende heiratet. Es ist leider sehr durchschaubar geschrieben. Und das kratzt etwas an der Sympathie, die man am Anfang für die Haupperson empfunden hat. Da ich als Leser sehr früh sah, was Serena wohl nicht sehen will, kam sie mir stellenweise ignorant und naiv vor, was sie aber nach der Beschreibung der Autorin nicht sein sollte.

Noch etwas zum Buch an sich. Meine Ausgabe ist ein Taschenbuch, stammt aus dem Jahr 1981 und wurde vom rororo-Verlag herausgegeben. Die Schrift ist ziemlich klein und eng geschrieben, so dass das Lesen etwas ermüdend war. Es gibt noch eine etwas jüngere Ausgabe von 1986 ebenfalls vom rororo Verlag. Bei der dtv-Veröffentlichung der meisten Georgette Heyer Bücher in den späten 90er Jahren, wurde "Serena und das Ungeheuer" nicht mehr veröffentlicht - vielleicht, weil es inhaltlich nicht an die "großen" Georgette-Heyer-Romane (wie z.B. "Der Page und die Herzogin", "Bezaubernde Arabella" oder "Lord Sherry") nicht herankommt...? Wer weiß...

Der Vollständigkeit halber gehört dieses Buch auf jeden Fall in meine Georgette-Heyer-Sammlung und aus diesem Grund bereue ich auch den Kauf nicht.




~~~ Fazit ~~~

Die Geschichte von Serena und dem "Ungeheuer" hat mich unterhalten, aber nicht vollständig gefesselt, daher gebe ich 3 Sterne.

Alles in allem ein angenehmes Georgette Heyer Buch, doch es gibt bessere.




~~~ Fakten ~~~

Verlag: rororo
Jahr: 1981
Seiten: 276

Original-Titel: Bath Tangle

Preis: vergriffen, gebraucht zu unterschiedlichen Preisen
mögliche Kauforte: ebay, booklooker, amazon Marketplace

Fazit: kann man lesen, muß man aber nicht

Name des Mitglieds: AnneShirley22