Schlaf still - Kate White
Eher "Schlaf Ein" statt "Still" - Schlaf still - Kate White Belletristik
Eher "Schlaf Ein" statt "Still" - Schlaf still - Kate White Belletristik

Erhältlich in: 4 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Krimi / Thriller / Jahr: 2010

 
 

Eher "Schlaf Ein" statt "Still"

Produkt:

Schlaf still - Kate White

Datum: 24.09.10

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Eckdaten:

.:||Titel: Schlaf Still
.:||Autor: Kate White
.:||Erschienen: September 2010
.:||Seitenzahl: 464
.:||Preis: 8,95 Euro
.:||Verlag: Ullstein

Kaufgrund:
Der Klappentext und die ersten Seiten lesen sich echt gut und eine Scheidungsschlammschlacht kombiniert mit einem Mord passte mir momentan sehr gut. Der Prolog versprach dann auch viel Spannung und Aktion und einen fesselden Schreibstil.

Klappentext:
Lake Warren, ist Mutter zweier Kinder und geschieden. Sie arbeitet als Marketingexpertin für eine Kinderwunsch-Klinik in New York, für die sie ein neues Marketingkonzept entwickeln soll. Eines Tages erhält sie von ihrem Anwalt eine schlechte Nachricht: Ihr Exmann hat einen Sorgerechtsprozess angestrengt, er will die Kinder für sich.
Der Anwalt schärft Lake ein, sich korrekt und unauffällig zu verhalten, um den Prozess nicht zu gefährden. Kurz darauf findet bei einem der Klinikärzte eine Dinner-Party statt, zu der Lake eingeladen wird. Nach der Party trifft sie sich mit Mark, einem neuen Arzt an der Klinik, in dessen Apartment. Sie lieben sich. Als Lake Stunden später aufwacht, findet sie Mark ermordet vor, jemand hat ihm die Kehle durchgeschnitten. Aus Angst vor der Polizei flieht Lake vom Tatort. Als sie kurz darauf in der Klinik auf dunkle Machenschaften stößt, gerät ihr Leben aus den Fugen und sie selbst in einen Strudel aus Angst und Misstrauen, denn irgendjemand hat es auf sie und ihre Kinder abgesehen...

Meine Meinung:
Die Story beginnt sehr spannend, bereits im Prolog erfährt man das eine Frau (mit großer Wahrscheinlichkeit der Hauptcharakter) sich in einem Keller wiederfindet und nur langsam begreift wie sie dort hin kam. Man selber erfährt dies natürlich nicht, als die Person dann auch noch die Erkenntnis hat das ein Mörder auf sie lauert springt die Szene plötzlich komplett um.
Auf einmal befindet man sich mitten in einer netten Plauderei zweier Freundeninnen, die über Männer tratschen. An sich kein schlechter Start, erst den Leser komplett neugierig machen und die Nerven bis aufs äußerste spannen und dann schnell mal zurück hopsen und erklären wie es denn überhaupt zu dieser Situation kam.
Nach dem kurzen langweiligem Smalltalk abschnitt geht es dann auch gleich wieder zur Sache, Lake (die Protagonistin) kostet ihre neu gewonnene Freiheit, durch die Scheidung von ihrem Ex-Mann, sofort aus und verbringt eine Nacht mit einem Kollegen. Diesen findet sie kurze Zeit später tot auf, soviel kann man auch dem Klappentext entnehmen und bis dahin fand ich das Buch auch echt gelungen.
Die Charaktere wirkten natürlich und detailliert beschrieben, verschiedene Charakterzüge wurden durch geschickte Wortwendungen hervorragend herausgearbeitet. Der Schreibstil, der nicht wechselt sondern immer nur Lakes Seite der Geschichte zeigt, lässt natürlich viel Platz für Spekulationen und eigene Meinung. Ständig tauchen neue Details in der verworrenen Geschichte auf, die immer wieder eine andere Theorie zur Aufklärung des ganzen hervorbringen.
Leider geriet die Geschichte ziemlich schnell ins Stocken, es passierten zwar immer wieder unerklärliche Ereignisse, diese jedoch waren weniger nervenaufreibend wie die Betitelung "Thriller" es versprach. Leider viel zu früh langweilten mich die Ermittlungen und Lake's ständige versuchen dem ganzen selbst auf den Grund zu gehen. Die Charaktere verloren an Glaubwürdigkeit und irgendwie schien mir kein Charakter mehr wirklich "ausgefüllt" eher nur noch wie ein paar Wörter auf einem Stück Papier.
Das Ende, zu dem ich mich durch gequält habe, einfach um zu erfahren ob es sich lohnt, war eine herbe Enttäuschung. Erstens war es viel zu kurz zusammen gefasst, fast als hätte die Autorin die Lust an der Geschichte verloren und wollte nur noch schnell ein Ende mit ranklatschen, die Geschichte wurde auf die schnellste und unspektakulärste Weise aufgeklärt und so richtig Überzeugend fand ich den Schluss nicht.
Dieses Buch hat sich wirklich die beste Szene aus dem Buch ausgesucht, hat diese als Prolog und Leseprobe verwendet und somit viele Sympathisanten gewonnen, weil es auf den ersten Blick spannend wirkt.
Ich kann die Eingliederung in die Kategorie "Thriller" nicht nachvollziehen und würde das Buch eher in die Rubrik "Krimi" stecken.
Im Großen und Ganzen ist es ein gutes Buch, die Charaktere sind Teilweise gut gelungen, der Schreibstil ist passend gewählt und fließt locker leicht dahin, aber für mich nicht packend genug, eine tolle Kriminalgeschichte jedoch nichts für Leute die auf Nervenkitzel aus sind.
Ebenfalls ganz großes Manko sind die vielen Rechtschreibfehler und die Namenvertauschungen (besonders zum Schluss hin), ich selber dürfte mich darüber nicht beschweren, immerhin ist meine Rechtschreibung und Grammatik grausig, aber für ein Buch habe selbst ich eindeutig zu viele Fehler entdeckt (und das will schon was heißen).

Fazit:
So schnell kann man sich täuschen und aufgrund einer Leseprobe einen völlig flaschen Eindruck von einem Buch bekommen, nun ja ich würde nicht sagen es war ein kompletter Fehlgriff, den immerhin ist das Buch sehr gut geschrieben, aber es war definitiv nicht das was ich erwartet hatte.

Fazit: ...

Name des Mitglieds: Katarinakoffke