Ruth Rendell
Ruth Rendell - Der Liebe böser Engel - Ruth Rendell Belletristik

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Ruth Rendell - Der Liebe böser Engel

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Ruth Rendell

Datum: 20.12.02, geändert am 05.04.04 (138 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: keine

Nachteile: alle Klischees dieser Welt

Da es zu diesem Buch keine passende Rubrik gibt und dooyoo sich z.Zt. außer Stande sieht dieses Buch aufzunehmen also hier rein ....
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Achtung Satire!

Wieder mal ein neuer Fall für den Oberinspector und seinen treuen Mitarbeiter.

Elisabeth, die Gattin des reichen Richard Nachtigall wurde früh morgens erschlagen im Wald aufgefunden. Wieso machte sie zu mitternächtlicher Stunde noch Waldspaziergänge? Traf sie sich etwa heimlich mit ihrem Liebhaber?

Im hochherrschaftlichen Landsitz trifft der Inspektor mit seinem Mitarbeiter zusammen.
"Ach, Harry, verhör doch schon mal die Verdächtigen, ich treffe mich mit derweil meinem Freund Ludwig Meyer im Pub. Wir sehen uns dann im Büro." "Alles klar, Stephan."

Harry macht sich an die Arbeit. Beim Personal war Elisabeth allseits beliebt. Frau Christen, die wohlbeleibte Köchin, der alte Gärtner Schulze, sein junger Gehilfe Klaus und auch das schwedische Au-pair-Mädchen Svenja wissen nur Gutes über sie zu berichten.

Der treusorgende Gatte hat sich derweil vor Trauer übermächtigt in seinem Zimmer eingeschlossen und stellt sich erst nach gutem Zureden zum Verhör. "Herr Nachtigall, der Gärtner hat Sie heute morgen um 5 Uhr gesucht, um ihnen die Nachricht zu überbringen, aber er hat Sie nicht gefunden. Wo waren Sie?" "Oh, ich habe ein Bad genommen." "Um 5 Uhr nachts?" "Ja, mir war danach."

***

Währenddessen betritt der Inspektor den Pub. Meyer kennt jeden im Ort und weiß über alles Bescheid. "Na, alter Freund, lange nicht gesehen", wird der Inspektor überschwenglich begrüßt. "Komm, lass uns erst mal einen Whisky trinken."

"Ludwig, Du kennst doch die Nachtigalls gut. Erzähl mir doch mal alles, was Du über sie weisst
."
"Ach, die beiden waren glücklich verheiratet. Richard ist sicher total am Ende. Das verkraftet der nicht. Elisabeth war auch wirklich eine tolle Frau. Überall war sie beliebt, den Gärtnergehilfen Klaus hat sie sogar bei seiner Sängerkarriere unterstützt. Ich wüsste wirklich keinen, der etwas gegen sie gehabt hätte."

***

Nach der Frühstückspause trifft der Inspektor im Büro mit seinem Mitarbeiter zusammen. "Na, Harry, was gabs?"
"Nichts besonderes, Stephan, ich hab die Alibis überprüft. Der Gärtner und die Köchin haben geschlafen, der Gehilfe hat angeblich fern gesehen. Und diese Svenja war bei ihrem Freund. Stephan, bewahr mich vor der. Ich glaube, die rennt hinter jedem Mann her, der noch halbwegs rüstig ist."
"Na, na, na, Harry, jetzt reiss Dich aber mal zusammen, Du wirst doch nicht vor so einem netten Mädchen davonlaufen. Nachtigall hat mich gerade angerufen. Er hat ein Testament entdeckt. Fahr doch noch mal hin. Ich treffe mich heute mittag noch mal mit Ludwig, der weiß bestimmt noch mehr."

***

"Und Sie haben nichts von einem Testament gewusst, Herr Nachtigall?"
"Nein, ich habe es gerade zufällig in Ihrem Schreibtisch gefunden."
Er übergibt Harry ein handgeschriebenes Blatt. Harry liest: "Mein gesamtes Barvermögen vermache ich unserem Gärtnergehilfen Klaus für seine Ausbildung zum Sänger. Meinen Schmuck soll meine Schwägerin bekommen."
"Wieviel Vermögen hatte sie denn, Herr Nachtigall?"
"An Barvermögen vielleicht 100 Pfund. Aber eine Menge Schmuck. Ich kann Ihnen den Schmuck gerne zeigen."
Er öffnet eine Schatulle und entnimmt ihr einen Ring. "Dies ist ihr Verlobungsring. Moment mal, da fehlt doch die Inschrift. Das i
st eine Fälschung."
Harry betrachtet sich die anderen Stücke. Selbst für einen Laien ist zu erkennen, daß nichts wertvolles dabei ist.
"Sie hat ihren gesamten Schmuck kopieren lassen", stellt er fest

***

"Hast Du was Neues erfahren, Stephan?", empfängt Harry seinen Chef.
"Ja, der Bruder der Ermordeten, Victor, ist Schriftsteller und schreibt bei Nachtigalls im Hinterhaus. Er scheint der Einzige zu sein, der Elisabeth nicht leiden konnte. Sie wurden als Kinder getrennt, als ihre Eltern starben und trafen sich erst nach Jahren wieder. Seitdem sind sie sich spinnefeind. Wie wars bei Dir, Harry?"
"Es sieht ganz so aus, als sei die Ermordete erpresst worden, Stephan. Sie hat von ihrem gesamten Schmuck Kopien anfertigen lassen."
"Erpresst? Bestimmt von ihren früheren Dienstboten, die sind doch so plötzlich abgehauen."

***

2 Uhr nachts. Der Inspektor schreckt plötzlich aus dem Schlaf hoch. Dieser Traum lässt ihn nicht mehr los, an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Er steht auf und greift zu Victors letztem Buch. Vielleicht beruhigt er sich wieder, wenn er etwas liest. Und plötzlich ist ihm alles klar.

Der Inspektor betritt am Morgen sein Büro. "Harry, besorg mir schon mal einen Haftbefehl".
"Wie hast Du denn den Erpresser gefunden, Stephan?"
"Erpresser? Ach, Quatsch, Harry, Du verstehst mal wieder überhaupt nichts. Wir fahren jetzt los und verhaften den Mörder."

Als sie nach 10 Minuten an ihrem Ziel ankommen, werden sie schon an der Haustür erwartet.
"Ah, Inspektor, ich hatte sie schon früher erwartet. Wie sind Sie darauf gekommen?"
"Ich habe Ihr Buch gelesen"
"Oh, da hab ich Sie wohl unterschätzt.&
quot;

***

"Stephan." "Ja, Harry." "Wer war jetzt eigentlich der Mörder?"



SCHLUSSBEMERKUNG:
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Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Romanen sind nicht zufällig, sondern beabsichtigt. Sämtliche vorkommenden Namen sind frei erfunden.

FAZIT:
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"Der Liebe böser Engel" habe ich im Dopelband mit dem Roman "Mord am Polterabend" für 3,95 DM vom Wühltisch erstanden. Der Preis von 1,975 DM ist für diesen Krimi eindeutig zu hoch.


Diese Meinung wurde gespendet von Sulli2

Fazit:

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